Dacia

Alle Dacia-Modelle auf einen Blick

Die Geschichte von Dacia

Das Rumänen Autos bauen können und wollen, bewies die Firma Uzina de Autoturisme Pitesti bereits Ende der 60er Jahre. 1968 wurde mit dem Dacia 1100 das erste Modell gefertigt. Bereits damals arbeitete der französische Hersteller Renault mit dem rumänischen Autobauer zusammen. War doch der Dacia 1100 eine Lizenzfertigung des bekannten Renault 8 (R8). 1969 begann dann die Produktion des wohl bekanntesten und beliebtesten Dacias überhaupt: des Dacia 1300. Dieses Modell, ebenfalls der Lizenzbau eines Renaults (in diesem Falle des R12), war der absolute Dauerbrenner im rumänischen Fertigungswerk. Es wurden in den 35 Produktionsjahren beinahe 2 Millionen dieser Fahrzeuge gebaut und auch das Fundament der rumänisch- französischen Kooperation späterer Jahre war gelegt.

Welche Elemente wurden an der Marke Dacia modifiziert?

Als im Jahre 1978 die Lizenzkooperation mit Renault endete, erschienen weitere Modelle bei Dacia. Die meisten jedoch konnten ihre Verwandtschaft mit dem R12 nicht verhehlen. Zumeist waren es bloße Modifikationen der bekannten Limousine, wie zum Beispiel ein heckangetriebener Pickup auf Basis des Dacia 1300. Mit der zusätzlich in Timisoara anlaufenden Produktion des Dacia 500 wollte man 1986 schließlich neue Wege gehen. Dieser „Lastun“ – „Schwalbe“ genannte Kleinwagen konnte jedoch nie an den Erfolg des Dacia 1300 anknüpfen. Also wurde auch weiterhin der Dacia 1300 gefertigt und natürlich auch verkauft. Mit dem Ende des Kalten Krieges begann vorerst der Niedergang der osteuropäischen Autoindustrie. Günstige Gebrauchtfahrzeuge aus den westlichen Ländern sorgten für starke Konkurrenz und sinkende Absatzzahlen bei einst so etablierten Herstellern wie Skoda, Lada, Wolga, Dacia, oder Moskwitsch.

Mit welcher Marke ging Dacia eine Kooperation ein?

Um dem entgegen zu wirken, suchte sich Dacia neue Partner aus den westlichen Ländern. Da man bereits gute Erfahrungen mit Autobauern aus Frankreich sammeln konnte, ging man eine Kooperation mit Peugeot ein. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit war der Dacia Nova. Dieses Fahrzeug ist unverkennbar Vater und Vorgänger des Dacia Logan und erlebte seine Markteinführung 1995.

Welcher Kooperationspartner liefert an Dacia Fahrzeugteile?

Der Peugeot 309, eine von Peugeot in Europa vertriebene Entwicklung des englischen Autoherstellers Talbot, lieferte in abgewandelter Form die Bodengruppe des Dacia Nova. Leider wurden aber weiterhin die bekannten, in die Jahre gekommenen Vier-Takt-Hubkolbenmotoren mit oben liegenden Ventilen verwendet. Neuerungen im Motorenbereich wurden erst umgesetzt, als Renault Dacia 1999 aufkaufte. Die neuen, zeitgemäßeren Motoren mit oben liegender Nockenwelle sollten Dacia den Weg auf den europäischen Markt eröffnen. So verpasste man dem Dacia Nova ein Facelifting, nannte dieses Auto Dacia SupeRNova und nahm endlich auch zwei Dieselmotoren in die Angebotspalette auf.

Welche Modifikationen wurden von Dacia getätigt?

Ein weiteres Facelifting machte 2003 aus der SupeRNova schließlich den Dacia Solenza. Aber man beschränkte sich lediglich auf einige optische Veränderungen, um das Auto für den westlichen Markt interessanter zu machen. Der günstige Preis von ca. 6000,- € sowie eine moderne Ausstattung verhalfen dem Fahrzeug vor allem aber in Rumänien zu guten Absatzzahlen. Das Topmodell des Solenza verfügte nun endlich sogar über eine Klimaanlage, elektrische Fensterheber, ABS, Airbags ein CD-Radio sowie Nebelscheinwerfer und teillackierte Stoßfänger. 2005 war allerdings waren die Zeiten des Nova/SupeRNova/Solenza endgültig vorbei und die Produktion wurde eingestellt. Grund hierfür war, dass bereits ein Jahr zu vor der Dacia Logan vorgestellt worden war und man nun die Produktion völlig auf dieses Modell ausrichtete. Dacia, beziehungsweise Renault gelang mit diesem Fahrzeug ein Coup, welcher so vermutlich von niemandem erwartet worden war.

Was kostet ein Dacia in der Grundausstattung?

In Afrika, Südamerika und Osteuropa trat der Logan als “5000,- €”-Auto an. In Deutschland startete er in leicht abgewandelter Form mit besserer Grundausstattung. So erhielt man für 7200,- € immerhin 2 Airbags und ABS serienmäßig. Anfangs blieb der Logan trotz des niedrigen Preises hinter den Erwartungen zurück. Nicht einmal 1.500 Einheiten waren bis Ende Oktober 2005 verkauft worden. Aber vor allem die schwache Konjunktur, die Geldknappheit und der erstarkte Sparwille der Deutschen verschafften dem Logan jedoch ungeahnte Erfolge. Bereits zum Oktober 2006 waren es bereits 6300 verkaufte Fahrzeuge. Diese unerwartet hohe Nachfrage führte zu Lieferengpässen und selbst Wartezeiten von teilweise mehreren Monaten lies die Interessentenschar kaum schrumpfen. Das Fahrzeug war einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort und so ging in Frankreich der Hype um den Logan schließlich so weit, dass Ende 2005, kurz nach der Markteinführung, gebrauchte Dacia Logans einen höheren Preis erzielten, als die vergriffenen Neufahrzeugen gekostet hatten.

Was sind die Probleme beim Dacia Logan?

Aber es war nicht alles so rosig beim Dacia Logan. So wurde immer wieder Kritik an der mangelhaften Sicherheitsausstattung geübt und auch in den NCAP-Crashtests tat sich der Logan wenig rühmlich hervor. Als der Logan schließlich noch beim ADAC - Elchtest durchfiel spendierte man dem Fahrzeug gegen einen entsprechenden Aufpreis optionale Seitenairbags.

Welche Modulvarianten werden bei Dacia angeboten?

Mittlerweile ist der Dacia Logan in weiteren Karrosserievarianten zu erwerben. Neben der Limousine und dem MCV, der Kombi-Variante des Logan, gibt es auch noch weitere Modelle. So wird seit 2007 in Südamerika der Logan als Renault Sandero in einer 5-türigen Steilheckvariante vertrieben. In Europa soll er als Dacia Sandero im Sommer 2008 erscheinen. Auch um einen Pick-up soll die Modellpalette 2008 erweitert werden. Seit 2004 betreibt die hundertprozentige Renaulttochter Dacia nur noch die Werke in Mioveni und Pitesti. Dort wird fast ausschließlich nur noch der Dacia Logan gefertigt. Lediglich einige Nutzfahrzeuge mit offener Ladefläche vervollkommnen die Angebotspalette. Durch die Einführung des Dacia Logan gelang es Renault, ein Fahrzeug auf den Markt zu bringen, welches in dieser Preisklasse so nicht dagewesen oder erwartet worden war.

Was macht den Logan von Dacia so konkurrenzlos im Billigpreissegment?

Mittlerweile versuchen immer mehr Hersteller mit eigenen Fahrzeugen in dieses Billigpreissegment einzudringen. Aber gerade bei Fahrzeugen mit vergleichbarer Größe gibt es noch keine aussichtsreiche Konkurrenz. Diesem Umstand verdanken die Dacia Werke, dass sie mit Skoda erfolgreich dem Negativtrend osteuropäischer Fahrzeugbauer entgegenwirken können. So können selbst die ehemals weit überlegenen Konkurrenten wie Lada nur neidvoll zu den Rumänen aufblicken.

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