Ford Mercury – die schicke Ford-Tochter aus den USA

Unter dem Namen Mercury stellte der Ford-Konzern im Jahr 1939 eine Marke auf, die sich qualitativ ein wenig über den Fahrzeugen von Ford verortete. Obwohl sich die Produktion der Mercury-Fahrzeuge bis ins Jahr 2010 hineinzieht, ist der umgangssprachlich auch als Ford Mercury bezeichnete Oldtimer für Sammler immer noch das Aushängeschild der Ford-Tochter. Erst im Jahr 1952 bot Mercury verschiedene Modelle an, die in der Regel deutlich sichtbar auf bekannten Ford-Modellen basieren. Das Angebot ist dabei ebenso umfangreich wie vielfältig, denn neben Limousinen, Cabrios und SUVs gehören auch Vans und Ponycars zum Angebot von Mercury. Wer sich einen Ford Mercury als Gebrauchtwagen zulegen möchte, muss zwar unter Umständen ein wenig länger suchen – einen schicken Oldtimer erhält der Fahrer aber auch mit den anderen Modellen der Marke, wie z. B. dem schicken Mercury Capri oder dem klassischen Straßenschiff Mercury Grand Marquis. So oder so bieten die Fahrzeuge von Mercury die vertrauen Formen von Ford bei einer umfangreicheren Ausstattung und im Verhältnis erstaunlich niedrigen Gebrauchtwagenpreisen.

Ford Mercury Marquis Colony Park Station Wagon

  • 105.000 km
  • 07/1972
  • 151 kW (205 PS)

D-40822 Mettmann -

€ 13.850,–
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Ford Mercury Marauder Park Lane Convertible

  • 130.000 km
  • 02/1964
  • 220 kW (299 PS)

D-35767 Breitscheid-Medenbach -

€ 29.950,–
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Ford Mercury MONTEGO MX

  • 123.556 km
  • 04/1968
  • 180 kW (245 PS)

D-34599 Neuental -

€ 16.850,–
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Ford Mercury Marauder 428 7,0 LPG

  • 150.000 km
  • 06/1963
  • 258 kW (351 PS)

D-35767 Breitscheid-Medenbach -

€ 24.900,–
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Ford Mercury Cabrio Wertanlage

  • 149.000 km
  • 05/1991
  • 74 kW (101 PS)

D-25482 Appen -

€ 3.790,–
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Ford Mercury COUGAR XR 7

  • 122.365 km
  • 07/1968
  • 180 kW (245 PS)

D-34599 Neuental -

€ 6.850,–
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Ford Mercury Marauder

  • 98.000 km
  • 06/1964
  • 313 kW (426 PS)

D-27578 Bremerhaven -

€ 35.000,–
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Ford Mercury Monarch

  • 87.500 km
  • 07/1956
  • 200 kW (272 PS)

D-21244 Buchholz -

€ 15.500,–
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Günstige Gebrauchtwagen von Mercury: Ford traf mit seiner Konzerntochter ins Schwarze

Wenn er sich mit dem Ford Mercury beschäftigt, denkt der interessierte Fahrer zunächst an den im Jahr 1939 auf den Markt gekommenen Oldtimer. Dabei ging mit der Markteinführung des Mercury die Gründung einer Ford-Konzerntochter einher: Die Marke Mercury sollte all jene bedienen, die mit den normalen Modellen von Ford unzufrieden waren, aber nicht zu Fords Premiummarke Lincoln greifen wollten. Günstig und trotzdem gut ausgestattet, konnte sich Mercury bis ins Jahr 2010 hinein halten, bevor der Fokus in Sachen Produktion und Vermarktung wieder auf die Kernmodelle und die Luxuskarossen von Lincoln gelegt wurde.

Der als auch als Ford Mercury oder im Volksmund als Mercury 8 bezeichnete Wagen wurde im Jahr 1939 eingeführt und brachte den damals für Ford charakteristischen V8-Motor mit 3.622 cm³ und 70 kW mit. Sein gediegenes Äußeres, welches dem Ford V8 zum verwechseln ähnelt, macht den Ford Mercury als Gebrauchtwagen sehr attraktiv – wer einen waschechten Oldtimer der alten Schule sein eigen nennen möchte, kommt heutzutage mit einem Mercury meist ein wenig billiger weg als mit einem originalen Ford V8. Neben einer Version als Viertürer bringt der Ford Mercury auch eine zweitürige Coupé- und eine Cabrioversion mit. Intern als 99A bezeichnet, erhielt der Wagen mit dem 19A und dem 29A im Jahr 1941 einen Nachfolger, der länger und breiter wurde, dabei aber seine charakteristische Front mit dem hoch aufragenden “Bug” und den kreisrunden Scheinwerfern beibehielt. Ein echter Leckerbissen für Sammler ist die Kombiversion, welche auch als liebevoll “Woody” bezeichnet wurde und mit einer seitlichen Holzverkleidung daherkommt. Die Motorisierung unterscheidet sich nicht von der 39er-Version. Im Jahr 1946 wurde die vorher kriegsbedingt eingestellte Produktion wieder aufgenommen. Einer der größten Unterschiede ist der verchromte Kühlergrill mit den stilvollen “Rainfall-Rippen”. Der Motor des Wagens wurde auf 3.923 cm³ vergrößert und bringt nun 74 kW auf die Straße.

Als Letzter im Bunde kommt der der im Jahr 1949 erschienene Ford Mercury daher, welcher mit seinen glatten Flächen und den integrierten Kotflügeln den ganz besonderen Look der 50er-Automobile mitbringt. Auch ein Monterey genanntes Hardtop-Coupé wurde im Jahr 1950 eingeführt, welches allerdings nicht mit der später produzierten Baureihe verwechselt werden sollte. In seiner Grundversion bringt der Ford Mercury 4.185 cm³ und 81 kW mit – als stärker motorisierter und nun ganz offiziell als Mercury 8 bezeichnete Leistungsvariante, verbessert sich die Leistung auf 96 kW.

Mercury oder Ford: Als Gebrauchtwagen macht die Ford-Tochter Oldie-Fans glücklich

Ab dem Jahr 1952 begann Mercurys Emanzipation: Die Namen Custom und Monterey wurden für das günstigere, respektive für das besser ausgestattete Modell geprägt. Im Jahr 1955 wurde das Portfolio durch den Mercury Montclair ergänzt, der als Gebrauchtwagen vor allem in der Hardtop-Coupéversion zu haben ist. Sowohl die viertürige Limousine als auch das Cabrio finden sich eher selten. Zum mit maximal 186 kW stark motorisierten Montclair gesellte sich ein Jahr später der Medalist, welcher als Limousine bis zu 194 kW samt einer Merc-O-Matic-Automatik mitbrachte. In den nächsten Jahren folgten der Station Wagen, der Turnpike Cruiser und der Park Lane – allesamt typische amerikanische Straßenschiffe mit der damals so beliebten Heckfinnen-Optik.

Obwohl der dicke Mercury Monterey bis in die 1960er-Jahre hinein einen der Dauerbrenner von Mercury darstellte, waren nun auch kleinere, praktischere Fahrzeuge gefragt. Der Mercury Coment, seine Luxusvariante Caliente und der Mercury Meteor waren nicht nur preiswert, sondern auch kompakt und lieferten mit 122 kW im falle des Meteors auch genug Leistung, um auf dem Asphalt eine gute Figur abzugeben. Sammler merken vor allem beim Capri auf: Wer den begehrten Ford Capri nicht ergattern kann, erhält mit dem Mercury Capri von 1970 einen Gebrauchtwagen, der dem Modell von Ford in nichts nachsteht. Der bis 1994 gebaute Capri legt maximal 134 kW auf die Waage und dient durch alle drei Generation hindurch als hervorragende Alternative zu seinem Ford-Vorbild. Fans freuen sich vor allem über die Stoffdach-Cabrio-Version, welche mit grundsolider Mazda-Technik aufwartet. Auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt tummeln sich die Cabrios in respektabler Anzahl. Capri-Fans können also mit ihrem Idol reuelose Frischluft-Fahrfreuden genießen, denn für einen Mercury Capri gibt der Sammler nur wenige tausend Euro aus.

In den Jahren von 1970 bis 1980 diente der Mercury Marquis als Vorreiter der Marke und konnte diese Position bis zum Ende der Marke im Jahr 2010 halten. Unter Oldie-Fans ist der 73er Grand Marquis vor allem dank seines ausgeprägten Knudsen-Grills beliebt. Charakteristisch für den damaligen Stil von Ford, kommt der 82er Mercury Grand Marquis als Gebrauchtwagen mit der wuchtigen Front des Ford Crown Victoria daher.

Typisch Ford: Mit einem Mercury erwirbt man einen zuverlässigen US-Gebrauchtwagen

Wer sich nicht so sehr für die Oldtimer der Ford-Tochter interessiert, erhält vor allem mit den zum ersten Mal im Jahr 1992 erschienenen Vans der Reihe Villager einen treuen Alltagsbegleiter. Mit seinen 3,0 l bis 3,3 l und maximal 126 kW besitzt der Familienwagen ein starkes Herz. Als Besonderheit bringt der Villager serienmäßig ein Kurven- und Abbiegelicht mit – das ist für ein Fahrzeug dieses Jahrganges durchaus nicht üblich. Wer günstiger einkaufen möchte als bei Ford, erhält mit einem Mercury einen Gebrauchtwagen für kleines Geld, bei guter Ausstattung: Der Villager ist auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt z. B. bereits ab 1.000 € zu haben.

Ebenfalls beliebt ist das 1996 eingeführte SUV Mercury Mountaineer, das mit seinem V6-Motor maximal 218 kW mitbringt und sich von seinem Vorbild, dem Ford Explorer, vor allem durch seine leicht modifizierte Front unterscheidet. Wer an dieser Stelle zugreift, tut das am besten bei der zweiten Generation des Mountaineers. Ein DVD-Player, Holzdekor und eine Menge Chrom machen das SUV zur Luxuskarosse. Als Gebrauchtwagen hat Mercury gegenüber Ford auch hier die Nase vorn; die Preise beginnen hier bei ebenfalls günstigen 1.500 € für die zweite Generation.

Als eines der letzten Fahrzeuge unter dem Label Mercury gab sich der 2005 eingeführte Mercury Milan die Ehre. Die Mittelklasselimousine bringt maximal 165 kW auf die Straße und lässt den Fahrer durch seinen hochwertigen Innenraum ein wenig Lincoln-MKZ-Luft schnuppern – auch wenn das Blechkleid des Wagens erheblich simpler ausfällt.

Ford Mercury (Mercury 8)
Produktionszeitraum1939–1951
Preis (Gebrauchtwagen)ab 15.000 €
Höchstgeschwindigkeit129-137 km/h
0–100 km/h18,6–18,1 Sek.
Verbrauch (kombiniert)14,9–14,2 l/100 km
Zylinder/Ventile8/16
Hubraum3.622–4.184 cm³
Leistung (kW/PS bei U/min.)70/95 bei 5.600; 81/112 bei 5.800
Drehmoment (Nm bei U/min.)264 bei 2.400; 271 bei 2.600
Maße (L x B x H)4.559 mm x 1.912 mm x 1.452; 5.253 mm x 1.941 mm x 1.490
AntriebHeck
Tankinhalt69-74 l
TreibstoffSuper
Leergewicht1.504–1.721 kg
* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem »Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen« entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.
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