Hummer

Alle Hummer-Modelle auf einen Blick

Die Geschichte der Firma Hummer

Anfang der 80er Jahre entwickelte und baute die AM General Corporation den Ursprung dessen, was heute als “Hummer” bekannt ist. Die militärische Version HMMWV wurde für die US-Armee entwickelt. Ende der 80er plante die AM General Corporation, eine zivil Version des Humvee zu bauen und an Privatinteressenten zu verkaufen. Im Jahre 1990 fuhren zwei identische weiße Hummer bei einer Rallye von London nach Peking mit und meisterten diese Aufgabe souverän. Durch positive Rückmeldungen der Rallye über die Fahrzeuge wurden immer mehr Berichte darüber veröffentlicht, welche treuen Dienste die HMMWV im 2. Golfkrieg geleistet hatten. So kam es, dass ab 1992 eine erste Zivilversion (M998 HMMWV) des Hummers verkauft wurde. Der Name “Hummer” entstand.

Was sind die Daten und Fakten des Hummer H1?

Diese Version des Hummer H1 gab es mit Motorisierungen von 150-300 PS. Ab Werk wurden vier Dieselmodelle und ein Benzinmodell gebaut. Seit dem Jahr 2006 konnte das neue Modell außerdem mit 5-Gang-Automatik geliefert werden, was nur in der Alpha Version möglich war. Die Unterschiede zu dem HMMWV bestanden darin, dass der M998 über ein 12-Volt Bordnetz verfügte und mit komfortablerer Innenausstattung geliefert wurde.

Welche besonderen Merkmale kann der Hummer H1 aufweisen?

Die Hummer H1 sind dank ihrer großen Spurbreite sehr standfest, können bis zu 76 cm tiefe Gewässer durchfahren, 56 cm hohe Stufen bezwingen und sind somit sehr geländegängig. Die gewaltige Bodenfreiheit von 41 cm und der jederzeit vom Fahrer einstellbare Reifendruck je nach Bedarf, machen riesige Vorteile dieses Geländewagens gegenüber anderen aus. Die automatische Differenzialsperre (ab 2003 - genannt EATON) war erst nur hinten, dann an beiden Achsen möglich. Auch karosserieformbedingt gab es 5 Varianten: einen cabrioähnlichen 4-Türer mit offener Ladefläche, einen geschlossenen 4-Türer, ein Fließheckmodell, eine Pickup-Version sowie eine Hardtop-Version mit fest montiertem Dach. Der Hummer H1 wurde in den verschiedenen Varianten von 1992 bis 2006 gebaut.

Welche Modelltypen wurden von Hummer zusätzlich gebaut?

Der Markenname wurde 1999 von AM General an General Motors (GM) verkauft, die Fahrzeuge wurden aber immer noch von AM General produziert. General Motors entwickelte in den Folgejahren den Nachfolger “Hummer H2”. Der Hummer H2 wurde ab 2003 gebaut und bietet serienmäßig eine sehr gute, komfortable Innenausstattung. Verstellbare Ledersitze, Bordcomputer und vieles mehr machen den H2 zu einem komfortablen SUV. Der Grundpreis des H2 liegt in den USA bei 67.000$. In Deutschland wird der H2 offiziell nicht verkauft, dennoch gibt es vereinzelt Angebote von Eigenimporteuren. Ab 2005 erschien eine Abwandlung der normalen Version, der SUT, welcher einen längeren Radstand hatte und statt eines Kofferraums eine Ladefläche besaß. Ab 2007 wurde der H2 noch verbessert: er ist mit einem 293 kW (398 PS) starken 6,2-l-Vortec-6200-V8-Motor ausgerüstet und der Innenraum wurde verbessert. An der Geländegängigkeit hat sich dennoch nichts geändert. Die Einstiegspreise dafür liegen bei etwa 70.000€. Das Leergewicht dieses SUV beträgt 2903 kg. Dieses Gewicht wird, je nach Modell, durch 321 PS bzw. 330 PS bewegt. Eine Beschleunigung von 0-100 km/h ist so in 11 Sekunden möglich, die elektronisch abgeriegelte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160km/h.

Welche Varianten bietet der Hummer H3 an?

Der Hummer H3 wird ab 2005 bis heute gebaut und es fallen geringere Motorleistungen und ein geringerer Verbrauch gegenüber dem H1 und dem H2 auf. Dies ist wahrscheinlich auf das Image der Hummer-Serie zurückzuführen, dass Hummer unverhältnismäßig viel Kraftstoff verbrauchen. Den H3 gibt es mit zwei verschiedenen Motoren: 245 PS und 220 PS als Diesel. Er wird als fünftüriges Steilheckfahrzeug produziert. Er wird als “Sports Utility Verhicle” bezeichnet. Auch ihn gibt es sowohl mit 5-Gang Schaltgetriebe als auch mit einer Vier-Gang-Automatik (Viergang-Hydra-Matic-4L60-E). Weitere Veränderungen gegenüber dem H1 und dem H2 sind der verkleinerte Tank (Tankinhalt 87 Liter), die verringerte Bodenfreiheit von 21,6 cm und eine deutliche Hubraumverringerung. Mit “nur noch” 3,5 Litern Hubraum kommt der H3 allerdings immer noch sehr gut zurecht. Diese Veränderungen zeigen den Werdegang der Zeit und die Tatsache, dass der neue “Hummer” mehr Luxusobjekt als Geländewagen werden sollte.

Seit wann gibt es die Marke Hummer in Europa?

Über internationale Importeure und Vertriebe wird der Hummer seit 2004 auch außerhalb der USA verkauft. Auch wenn der Hummer größtenteils von Prominenten und Geschäftsleuten mit ausgefallenem Geschmack gekauft wird, gehen zum Beispiel australische Importeure mittlerweile dazu über, den Hummer auf Rechtslenkung umzurüsten. GM selbst exportiert den Hummer allerdings nicht. GM fertigt den Hummer H3 seit 2006 in seinem südafrikanischen Werk in Port Elizabeth, um die Internationalisierung zu fördern. Dieses Werk fertigt Fahrzeuge für den Export in Länder mit Linksverkehr wie zum Beispiel Australien, Großbritannien und Japan.

Der Hummer wird oft als Statussymbol angesehen

Die “Hummer”-Serie ist vor allem bei Prominenten und bei der reicheren Schicht beliebt, wird oft als Statussymbol angesehen und wird allmählich zum Kultobjekt. Mit seinem gewaltigen Kraftstoffverbrauch kann er sich allerdings nicht immer gegen (vor allem europäische) Konkurrenten durchsetzen. Diesem SUV ist wirklich anzumerken, dass er vor wenigen Jahren fast unverändert vom US-Militär eingesetzt wurde. Die nahezu unglaubliche Geländegängigkeit überzeugt jeden Off-Road Fan, das bullige Aussehen überzeugt viele Prominente. Von bekannten Tunern wurden schon Stretch-Modifikationen betrieben, um mehr Platz zu schaffen und um ein noch beeindruckenderes Aussehen zu garantieren. Der “Hummer” hat sich also vom puren Geländewagen immer mehr zum Luxusfahrzeug verändert, hat aber kaum Einschränkungen in seiner Geländegängigkeit hinnehmen müssen.

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