Ligier

Alle Ligier-Modelle auf einen Blick

Ligier- mit kaum einer anderen Automarke verbinden viele Menschen völlig unterschiedliche und sich scheinbar widersprechende Assoziationen. Da erinnern sich viele Motorsportfreunde an die mal mehr und mal weniger erfolgreichen Rennfahrzeuge in der Formel 1, der Königsklasse des Motorsports. Auf der anderen Seite fallen die kleinen Autos im täglichen Stadtverkehr durch ihr langsames Vorankommen und eine 45er Plakette auf. Tatsächlich stammen beide Fahrzeuge aus ein und demselben Haus.

Welche Marktnische wurde von Ligier erschlossen?

Die französische Firma wurde 1971 vom damals sehr bekannten Formel-1-Fahrer Guy Ligier gegründet. Ligier wollte straßentaugliche Rennfahrzeuge für sehr betuchte Zeitgenossen in kleiner Serie herstellen und natürlich im Motorrennsport ganz weit vorn mitmischen. 1980 hat sich die Firma dann eine Marktnische erschlossen, Kleinwagen, die teilweise sogar ohne Führerschein gefahren werden dürfen. Einen wahren Schub bekam das Unternehmen ab 1999. Mit der europäischen Führerschein-Harmonisierung dürfen die kleinen Kraftfahrzeuge aus dem Hause Ligier mit der Fahrerlaubnis Klasse S gefahren werden, eine Führerscheinklasse, die dem Mopedschein entspricht.

Was für Modelle werden von Ligier gebaut?

In Deutschland bietet Ligier zwei unterschiedliche Stadtautos an, den X TOO S und den sportlichen Ableger X TOO RS. Beide Fahrzeuge sind in zwei Ausstattungsvarianten verfügbar. Dabei muss auch in dieser Fahrzeugklasse niemand auf solche Details wie Zentralverriegelung, Bordcomputer oder CD-Radio verzichten. Zwei unterschiedliche Dieselmotoren mit einem Hubvolumen von 400 bzw. 500 cm³ entwickeln jeweils 4 kW und machen das Fahrzeug bis zu 45 km/h schnell. Die stufenlose Automatik sorgt für einen Verbrauch von nur 3,2 Liter Diesel auf 100 km.

Welche Modelle von Ligier werden in Deutschland angeboten?

Wer einen etwas geräumigeren Kofferraum benötigt, der ist mit dem Optimax gut beraten, bei diesem Kombi wurde das Gepäckabteil auf 1,9 m³ Ladevolumen erhöht. Speziell für die französische Post hat Ligier das auch in Deutschland verfügbare Elektromobil Be Sun entwickelt. Dieser offene Flitzer soll vor allem im Lieferverkehr der Ballungsräume eingesetzt werden und erreicht im Stadtverkehr eine Reichweite von mindestens 25 km.

Was für Attribute bietet der Roadster von Ligier?

Vor allem bei Jugendlichen, die das Pkw-Alter noch nicht erreicht haben, will Ligier mit dem Be Up + Be Two, einem offenen Zweisitzer, punkten. An diesem Roadster wurden für einen maximalen Fahrspaß alle nicht unbedingt notwendigen Teile, wie Kotflügel oder Türen, einfach weggelassen. Dafür gibt es Überrollbügel und einen Käfig für den Crosseinsatz abseits befestigter Straßen. Der Interessent hat hier die Wahl zwischen einem Benzin- oder einem Dieselmotor.

Welche Zielgruppe spricht die Marke Ligier an?

Mit dieser Produktpalette hat Ligier eine Marktnische in Europa besetzt. Die Firma zielt mit ihren Kleinwagen insbesondere auf Jugendliche ab 16 Jahre. Im Mopedalter soll die Wartezeit bis zum richtigen Pkw-Führerschein verkürzt werden. Die zweite Zielgruppe sind ältere Menschen, die meist aus gesundheitlichen Gründen keinen herkömmlichen Pkw mehr fahren dürfen. Diese kleinen Autos sind zulassungs- und steuerfrei, sie bedürfen lediglich einer Kfz-Haftpflichtversicherung, um am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen.

PKW.de – Gebrauchtwagen, Neuwagen, Jahreswagen und alles rund ums Auto.