MG

Alle MG-Modelle auf einen Blick

Das Automobilunternehmen MG mit seinen britischen Wurzeln kann auf eine über 85-jährige Unternehmensgeschichte zurückblicken, wenn auch die Zeit nach der Jahrtausendwende nicht nur schillernde Facetten aufweist. Nachdem die Firma 1923 in Oxford in England als “Morris Garages” gegründet worden war, wurde sie von Cecil Kimber als Geschäftsführer geleitet.

Was war das erste Modell der Firma MG?

Das erste Modell des Unternehmens war ein auf der Basis des Morris Oxford gebauter Sporttourer, den MG ab 1924 als MG14/28 verkaufte. Es folgten zahlreiche Umbauten von Morris Modellen. Dem MG 14/40 kam 1927 die Ehre zu, als erster Wagen das achteckige MG-Emblem tragen zu dürfen. Bis heute hat sich dieses Emblem nicht mehr verändert. Nach dem Umzug der Firma nach Abingdon in Oxfordshire am Ende der 20er-Jahre betätigte MG sich auch im Motorsport.

Was war das Besondere an den ersten MG Modellen?

Mit dem von MG eigenständig entwickelten MGA gelang es in den 50er-Jahren auch den amerikanischen Markt zu erschließen. Doch nicht nur der Absatzmarkt von MG wuchs prächtig, auch die von MG verbauten Motoren wurden immer leistungsstärker. Der im MGB GT V8 Mitte der 70er-Jahre verbaute 3,5 Liter V8 Motor brachte mit seinen 101kW einiges an Kraft mit sich. Durch sein geringes Gewicht von nur 1073kg und den leistungsstarken V8 Motor konnte der MGB GT V8 ein wahres Beschleunigungsfeuerwerk entfachen.

Welche Veränderungen wurden an der Firma MG vorgenommen?

Doch mit dem Verschwinden dieser vorerst letzten Eigenkonstruktion von MG Anfang der 80er-Jahre begann auch der schrittweise Niedergang des britischen Traditionsunternehmens. In den 80er-Jahren folgten zahlreiche Fusionen britischer Automobilunternehmen aus denen schließlich nach wirtschaftlichen Turbulenzen die Rover Group hervorging. Von MG wurden im Anschluss daran drei Jahre lang keine neuen Fahrzeuge herausgebracht. Erst 1993 kam mit dem MG RV8 ein neues Auto auf den Markt, welches eng an den MGB von 1980 angelehnt war. Der Wagen wurde in seinem Heimatland ein begehrtes Auto und verkaufte sich in zwei Jahren 2000 mal. 1994 übernahm BMW die - trotz der von MG erzielten Verkaufserfolge - angeschlagene Rover Gruppe. Mit dem 1995 der Öffentlichkeit präsentierten MG F betrat man neues Terrain, in ihm wurde zum ersten mal hinter den Vordersitzen ein Mittelmotor verbaut, der über 1,8l Hubraum und vier Zylinder verfügte.

Auf welcher Basis wurden die MG Modelle gebaut?

Doch BMW zeigte sich enttäuscht von den Absatzzahlen der Rover Gruppe und verkaufte Rover und MG an die Phoenix-Venture Group, einzig die gewinnbringenden Marken Land Rover und Mini behielten die Bayern. Unter Federführung der Phoenix-Vernture Group wurden wieder Fahrzeuge auf Basis von Rover-Modellen gebaut - es sollten die letzten drei MG-Modelle auf Rover-Basis werden.

Wie lauten die Daten und Fakten der MG Modelle?

Der von 2001 bis 2005 gefertigte ZR basiert auf dem Rover 25. Die Motorisierung der MG-Variante reicht von einem 1,4l-R4 mit 75kW bis hin zu einem 1,8l-R4 mit 115kW. Auch ein Dieselmotor war für den ZR erhältlich. Wer es etwas größer mag, kann sich auf dem Gebrauchtwagenmarkt nach einem ZS umsehen. Dieser Mittelklassewagen war zwischen 2001 und 2005 sogar mit einem 2,5l V6 Motor erhältlich, der ganze 125kW Leistung zustande bringt. Mit diesem Motor lässt sich der ZS in 7,3 Sekunden auf 100km/h beschleunigen. Gibt der Fahrer dem 2,5l V6 Motor die Sporen, erreicht er 223km/h Spitzengeschwindigkeit. Trotz des sportlichen Charakters des ZS bietet das Modell den Insassen einen hohen Fahrkomfort. Gleichzeitig sorgt das Fahrwerk aber auch bei sportlicher Fahrweise für ein ausgezeichnetes Handling.

Welches Modell wurde zuletzt von MG gebaut?

Die Premiumklasse von MG stellte in den Jahren 2001 bis 2005 der MG ZT dar. Dieses Modell basiert auf dem Rover 75 und wurde als Limousine und Kombi verkauft. Die Motorenpalette begann bei einem 1,8l-R4 mit 85kW und fand ihre Krönung in einem 4,6l V8 Motor mit 191kW. Mit diesem Motor wurde eine umgebaute Variante des ZT-T 2003 zum schnellsten Kombi der Welt, als er auf der Bonneville Speed Week in Utah stolze 360,9km/h erreichte. Im Jahr 2005 musste MG Konkurs anmelden.

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