Opel Blitz – Nutzfahrzeug für Nostalgiker

Blitz war der Name einiger leichter und mittelschwerer Baureihen von Lastkraftwagen des deutschen Automobilherstellers Opel AG. Die Fahrzeuge wurden von den 1930 bis 1975 produziert. Die Bezeichnung der Modellreihe lieferte auch die Vorlage für das Opel-Emblem, das ab Anfang der 60er-Jahre verwendet wurde. In dieser Form ist es bis heute beibehalten worden. Die Firma Opel war vor dem 2. Weltkrieg der größte Hersteller von Nutzfahrzeugen im Deutschen Reich. Schon vorher hatten die Rüsselsheimer leichte LKWs gebaut, diese jedoch unter auf der Nutzlast und der Motorisierung basierenden Bezeichnungen.

Opel Blitz

Opel Blitz

  • 30.000 km
  • 03/1965
  • 80 kW (109 PS)
  • Kombi

D-78166 Donaueschingen -

€ 2.800,–
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Opel Blitz - geschichtsträchtiges Nutzfahrzeug

Unter dem einprägsame Namen Blitz gab es ab 1934 vier Basisvarianten eines Eintonners und 14 Varianten der größeren Zwei- bis Zweieinhalb-Tonner-Lastwagen. Bei dem größeren Modell wurde 1937 der technisch veraltete seitengesteuerte 68-PS-Ottomotor des GM-Modells Buick Marquette durch einen neu entwickelten OHV-Motor mit 75 PS ersetzt, der auch im Opel Admiral verbaut wurde. Ab 1940 war der 3,0-Tonnen-Einheits-Lkw Opel Blitz 3,6-36 für die Wehrmacht in den Versionen Blitz S und Blitz A mit Allradantrieb erhältlich. Ab 1943 war ein Modell mit serienmäßigem Holzvergaser lieferbar.

Der Opel Blitz nach dem 2. Weltkrieg

Der kleinere Opel Blitz, der ehemalige 1,5-Tonner, bekam 1952 ein zeitgemäßer gestaltetes Fahrerhaus. Das an amerikanische Pick-ups erinnernde Design war gleichzeitig auch bei Hanomag und Borgward erhältlich. Der neu gestaltete Opel Blitz war sowohl als Kasten- wie auch als Pritschenwagen lieferbar. Der neue Opel Blitz war ab diesem Zeitpunkt auf eine Nutzlast von zunächst 1,75 Tonnen ausgelegt, basierte allerdings technisch fast unverändert auf dem Vorgänger. Der Antrieb erfolgte nach wie vor ausschließlich durch einen Sechs-Zylinder-Ottomotor.

Opel bot ab 1960 einen weiter entwickelten Opel Blitz an, der den Vorgänger ersetzte und nun für 1,9 Tonnen Nutzlast vorgesehen war. Die Motorhaube war erheblich kürzer, als Triebwerke dienten nach wie vor Ottomotoren aus dem Programm der Personenwagen (Opel Kapitän). Ein Dieselmotor stand weiterhin nicht zur Verfügung. Dies führte dazu, dass Opel danach weitere Marktanteile in diesem Segment einbüßte. Die letzte Baureihe des Opel Blitz kam 1965 auf den Markt. Dabei handelte es sich um eine Modifikation der vorherigen Version vor allem im Bereich des Vorbaus. Nach wie vor wurden ausschließlich Ottomotoren verwendet. Bis 1968 wurde der Kundenbedarf nach Dieselfahrzeugen konsequent ignoriert. Dadurch reduzierten sich die Verkaufszahlen immer mehr. Der Opel Blitz war ab 1968 endlich auch mit einem Dieselmotor lieferbar, dieser 2,1-Liter-Vierzylinderantrieb stammte aus der Pkw-Modellpalette von Peugeot.

Ab 1973 wurde der Opel Blitz unter dem Namen des britischen Nutzfahrzeugherstellers Bedford produziert. Grund dafür war der Wunsch nach einer deutlicheren Aufgabenverteilung der verschiedenen Marken des GM-Konzerns. Der Bedford Blitz war deutlich kleiner und leichter und sollte Opels fallende Stellung auf dem Nutzfahrzeugmarkt halten. Leider wenig erfolgreich – schon 1975 wurde die Sparte Nutzfahrzeugproduktion bei Opel ersatzlos eingestellt. Der Opel Bedford Blitz wurde noch bis Anfang 1987 in Großbritannien produziert und in Deutschland aufgrund zu geringer Verkaufszahlen seit 1986 nicht mehr vertrieben.

Opel Blitz
Produktionszeitraum1960
Preis (Neuwagen)k.A.
Höchstgeschwindigkeit105 km/h
0–100 km/hca. 30 Sek.
Verbrauch (kombiniert)13,9 l/100 km
CO₂ca. 400–300 g/km
Zylinder/Ventile4/4
Hubraum1.897 cm³
Leistung (kW/PS)51/70
Drehmoment (Nm bei U/min.)13,4 bei 1.800 bis 3.000
Maße (L x B x H)5.025 x 2.080 x 2.190 mm
AntriebHinterradantrieb
Tankinhaltca. 80 l
TreibstoffBenzin
Leergewicht710 kg
* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem »Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen« entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.
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