Peugeot 605 – seriöse Limousine

Mit dem Peugeot 605 legte der französische Hersteller eine Limousine der oberen Mittelklasse vor, vergleichbar zum Beispiel mit einem BMW 5er oder einer Mercedes E-Klasse. Der Wagen teilt sich die Plattform mit dem Citroen XM, verzichtet aber auf dessen hydropneumatische Federung. Während das Vorgängermodell mit Heckantrieb ausgestattet war, sind beim Peugeot 605 die Vorderräder angetrieben. Das Design stammt vom italienischen Designbüro Pininfarina. Das Ergebnis ist eine sehr einfache, geradlinige und eher kantige Form. Das “geradlinig” darf man wörtlich nehmen, denn das auffälligste Element ist eine schnurgerade Linie, die sich von der Oberkante der Rückleuchten bis zu den Frontscheinwerfern erstreckt. Diese sogenannte Lichtkante findet sich auch am von Pininfarina gestalteten Alfa Romeo 164. Jedenfalls zeigt sich das Design des Peugeot 605 nüchtern und zurückhaltend, im Kontrast zum Schwestermodell Citroen XM.

Starke Vier- und Sechszylindermotoren

Angetrieben wird der Peugeot 605 von einem Vierzylinder- und einem Sechszylindermotor, die im Laufe der Jahre mit unterschiedlichen Leistungen angeboten wurden. Der Vierzylindermotor mit 1.998 cm³ hatte zum Modellstart 1989 noch 107 PS. Die stärkste, bis 1999 angebotene Variante bringt es auf 147 PS. Der zu Beginn der Serie installierte Sechszylindermotor bietet eine Nennleistung von 167 PS. Zum Schluss brachte es das Spitzenmodell mit einem 3,0-l-V6 auf 200 PS, als leistungsgesteigertes Sondermodell sogar auf stattliche 250 PS. Die drei ebenfalls angebotenen Dieselmotoren leisten zwischen 83 PS und 129 PS und sorgen für relativ geringen Verbrauch.

Komfortables Fahrwerk und viel Platz

So souverän wie die Motorisierung zeigt sich auch das Fahrwerk. Gerade der Federungskomfort stellt eine Stärke des Peugeot 605 dar. Die Federung ebnet Fahrbahnunebenheiten ein, ohne weich zu wirken. Die gut abgestimmte Dämpfung verhindert langes Nachschwingen und gewährleistet so die Fahrsicherheit auch bei aufeinanderfolgenden Bodenwellen. Daneben ist das sehr gute Raumangebot ein Vorteil des Peugeot 605. Fahrer und Beifahrer können bequem die Beine strecken, und auch die Hinterbänkler genießen Beinfreiheit, wie sie für eine ausgewachsene Limousine angemessen ist. Das Platzangebot für Hinterbänkler hat sogar präsidiale Dimensionen: Der Peugeot 605 war der Dienstwagen des früheren französischen Präsidenten Jacques Chirac.

Mitte 1994 führte Peugeot eine Modellpflege durch, bei der die Sicherheit des Fahrzeugs verbessert wurde. Als wichtigste Maßnahme zum Unfallschutz wurden Airbags installiert. Zudem führte das französische Werk Gurtstraffer und Seitenaufprallschutz bei diesem Modell in Serie ein. Anfang 1995 erhielt der Peugeot 605 ein weiteres kleines Facelift, bei dem das Auto größere Frontscheinwerfer und dunkel gefärbte Kunststoffgläser erhielt. 1999 stellte Peugeot den Typ ein. Nachfolger wurde 2000 bis 2010 der Peugeot 607, der die Linie der großen Peugeots fortsetzte.

Peugeot 605
Produktionszeitraum 1989–1999
Preis (Neuwagen) 21.776 €
Höchstgeschwindigkeit k.A.
0–100 km/h k.A.
Verbrauch (kombiniert) k. A.
CO₂ 291 g/km
Zylinder/Ventile 4–6/8–24
Hubraum 1.998–2.946 cm³
Leistung (kW/PS) 61/83 bis 184/250
Drehmoment (Nm bei U/min.) k.A.
Maße (L x B x H) 4.720 x 1.800 x 1.410–1.420 mm
Antrieb Front
Tankinhalt k. A.
Treibstoff Benzin, Diesel
Leergewicht 1.325–1.460 kg

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem »Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen« entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.
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