Plymouth

Alle Plymouth-Modelle auf einen Blick

Plymouth - Eine amerikanische Geschichte

Kaum eine Automobilmarke reflektiert die Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika so akkurat wie Plymouth. Das 20. Jahrhundert war eine bewegte Zeit, nicht nur für die USA, sondern auch für die Firmen und Betriebe, die während dieser Zeit versuchten, mit dem immer schneller werdenden technologischen Fortschritt mitzuhalten. Die Geschichte der Marke beginnt in den Zwanzigerjahren in New York.

Talent für Mechanik

Das Auto war eine relativ neue Erfindung, viele der damaligen Fahrzeuge basierten noch auf den Pferdefuhrwerken vergangener Tage. Der Verbrennungsmotor war eine Neuheit und darum sehr teuer. Der heutige Fiat-Chrysler Konzern war damals noch eine kleine Firma namens Maxwell Motor Company, die sich auch ohne die drohende Rezession in finanzielle Schwierigkeiten gebracht hatte. Der gelernte Eisenbahnmechaniker Walter Chrysler hatte sein technisches Talent bereits bei Buick unter Beweis gestellt und übernahm einen Großteil der angeschlagenen Maxwell Motor Company, die wenig später in Chrysler Corporation umbenannt wurde. Die Vorstellung der Marke Plymouth erfolgte wenig später in New York.

Preis für einen Neuwagen: 500 Dollar

Der Grund für den durchschlagenden Erfolg der Marke lag in der Wirtschaftslage in den Dreißigerjahren: Der große Börsencrash am 29. Oktober 1929 stürzte viele Amerikaner in die Armut. Plymouth war von Anfang an auf das Niedrigpreissegment ausgerichtet. Während viele der jungen Autobauer dieser Tage schnell in der Versenkung verschwanden, konnten sich die Modelle von Plymouth gut neben der Konkurrenz von Ford und Chevrolet positionieren und so der Chrysler Company durch die Krise helfen. Das Model PC kostete als Neuwagen damals aber immer noch stolze 495 US-Dollar, was nach heutigem Stand etwa 8700 Dollar entspräche.

Turbinenauto aus einer anderen Zukunft

Die Modelle von Plymouth verkauften sich auch nach der Depression und dem zweiten Weltkrieg noch blendend. Das Design der neuen Modelle war der Konkurrenz häufig weit voraus und die Versuche, Autos mit neuen Antrieben zu versehen brachten Chrysler den Ruf, ein Motor der Innovation in Amerika zu sein. Konzepte wie das turbinengetriebene Auto sollten sich aber trotzdem nicht durchsetzen: Das Chrysler Turbine Car auf Basis eines Plymouth soll wie ein Staubsauger geklungen haben. Die Amerikaner, die den Klang eines V8 gewohnt waren, konnten sich mit dem Konzept nicht anfreunden.

Aufstieg und Fall

In den Siebzigerjahren kämpfte Plymouth bereits mit sinkenden Gewinnen. Eine Werbekampagne, die die Autos als günstige Einsteigermodelle vermarktete, richtete mehr Schaden als Nutzen an. Die Amerikaner wollten hochklassige Autos anstatt günstiger Mitsubishis mit Plymouth-Emblem. Die letzten Autos der Marke rollten 2001 vom Band. Die Marke Plymouth hatte ihren Dienst getan und der Chrysler Company durch einige schwere Zeiten geholfen.

Beliebte Gebrauchtwagen

Heute sind besonders die Muscle Cars von Plymouth beliebte Gebrauchtwagen. Bastler richten die alten Karossen liebevoll wieder her und bauen die Motoren von Grund auf neu. Auf jeder Oldtimer-Show und bei vielen Gebrauchtwagen-Auktionen sind mit Sicherheit zumindest ein paar der alten Plymouth-Modelle vertreten. Am Steuer eines solchen Gebrauchtwagens bekommt man einen Eindruck davon, was der amerikanische Traum in den vergangenen Jahrzehnten bedeutete.

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