VW Corrado: Ein preiswertes Sportcoupé für Liebhaber

Was der Volkswagen-Konzern ursprünglich als dritte Generation des VW Scirocco geplant hatte, wurde zu einem neuen Modell: In der Produktion wurde die dritte Auflage zu teuer, sodass der Hersteller sich entschied, dem sportlichen Coupé einen neuen Namen zu geben und knapp oberhalb vom Scirocco zu platzieren. 1988 kam der VW Corrado dann als 2+2-sitziges Sportcoupé der Mittelklasse in den Markt. Gebaut wurde der VW Corrado beim Karosseriebauer Karmann in Osnabrück bis 1995. Als Gebrauchtwagen ist das Sportcoupé mit vier verschiedenen Benzinaggregaten zu finden und kann ab 1.000 Euro erworben werden. Aufgrund seiner recht robusten Triebwerke und der guten Versorgung mit Ersatzteilen kann der Corrado bei entsprechender Pflege trotz seines hohen Alters viel Freude bereiten.

VW Corrado G60 AUTOMATIK (selten!) scheckheftgepfl.

  • 147.000 km
  • 12/1990
  • 118 kW (160 PS)

D-06766 Bobbau -

€ 4.898,–
Bei diesem Fahrzeug ist keine PKW.de-Fahrzeugbewertung vorhanden

VW Corrado 2,0 Rarität

  • 107.041 km
  • 10/1994
  • 85 kW (116 PS)

D-33775 Versmold -

€ 12.380,–
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VW Corrado 2.0 SAMMLERZUSTAND 30 tkm 2 Hd. TÜV NEU

  • 30.000 km
  • 05/1994
  • 85 kW (116 PS)

D-55126 Mainz -

€ 11.890,–
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VW Corrado Cabrio G 60 RARITÄT!!! Einzelstück

  • 5.300 km
  • 04/1989
  • 118 kW (160 PS)

D-12247 Berlin -

€ 28.000,–
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VW Corrado Sondermodell Jet /1.8 G60 / Originalzustand

  • 113.400 km
  • 12/1994
  • 118 kW (160 PS)

D-51149 Köln -

€ 9.250,–
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VW Corrado 2.0 original 36.700 KM! deutsches Fahrz!

  • 36.700 km
  • 06/1994
  • 85 kW (116 PS)

D-78112 St. Georgen im Schwarzwald -

€ 14.990,–
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VW Corrado 2.0i Originalzustand

  • 200.000 km
  • 10/1994
  • 85 kW (116 PS)

D-90571 Behringersdorf b. Nürnberg -

€ 2.950,–
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VW Corrado 1.8 G60

  • 150.000 km
  • 07/1991
  • 118 kW (160 PS)

D-38118 Braunschweig -

€ 4.799,–
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ABS, Servolenkung & Co. – gute Serienausstattung für den VW Corrado

Die schlicht geformte Karosserie des VW Corrado wirkt insgesamt stimmig, wenngleich auch ein wenig bullig. Beim Design verzichteten die VW-Designer auf jeglichen Schnickschnack und Alleinstellungsmerkmale außen wie auch innen, sodass der Corrado im Wageninneren fast schon hausbacken wirkt. Das Cockpit ist ergonomisch und simpel gehalten, die Serienausstattung ist hingegen umfangreich, zumindest für die damalige Zeit. Bereits ab Werk kam der VW Corrado mit ABS und Servolenkung, Nebelscheinwerfern, höhenverstellbaren Sportsitzen sowie elektrisch einstell- und beheizbaren Außenspiegeln daher. Einzig der Antrieb ließ etwas zu Wünschen übrig, denn das Sportcoupé wurde lediglich über die Frontachse angetrieben, eine weitere Antriebsart wurde weder optional noch für ausgewählte Motoren angeboten.

Dem VW Corrado standen vier Benzinaggregate zur Wahl

Wer sich für einen VW Corrado als Gebrauchtwagen interessiert, hat zumindest theoretisch die Wahl zwischen insgesamt vier Benzinmotoren. Theoretisch, weil der eine oder andere Corrado auch bei Tunern gern für Veredlungszwecke herhalten musste bzw. manche Motoren das Zeitliche gesegnet haben. Im Laufe der Produktionszeit standen dem VW Corrado jedoch je nach Baujahr bis zu vier Benzin-Triebwerke zur Verfügung. Zur Modelleinführung wurde das Sportcoupé in Verbindung mit dem 1.8 G60 mit 160 PS angeboten, welcher mit dem legendären G-Lader ausgerüstet war. Der entscheidende Vorteil dieses Laders: Im Gegensatz zu herkömmlichen Turbos stand die Kraft der G-Lader-Motoren sofort und praktisch verzögerungsfrei zur Verfügung. Dies ermöglichte überragende Leistungen, brachte aber auch Nachteile mit sich: Dem G-Lader war meist ein kurzes Leben beschieden, sodass sich Käufer von Gebrauchtwagen mit dem 1,8-l-G60-Triebwerk nie sicher sein können, ob nicht mit einem entsprechenden Defekt höhere Reparaturkosten auf sie zukommen können.

Da der kurzlebige G-Lader viele Kunden ärgerte, erweiterte VW 1991 das Motorenangebot, zunächst nach unten wie nach oben hin. Neu war der 2.0 16V mit 136 PS, der über weniger Leistung verfügte und dadurch einen geringeren Neuwagenpreis erlaubte. Nach oben hin wurde die Palette um ein 2,9-l-VR6-Triebwerk ergänzt, das mit 190 PS die Top-Variante des Corrado darstellt. Schließlich schickte der VW-Konzern 1993 noch einen Zweiliter-Benziner mit 115 PS ins Rennen, doch auch dieses Triebwerk konnte das Aus für den Corrado 1995 nicht mehr verhindern.

VW Corrado: Darauf beim Gebrauchtwagenkauf achten

Insbesondere aufgrund der Tatsache, dass der VW Corrado auf dem VW Golf 2 basiert, kann er für Liebhaber dieses Modells eine preiswerte Gebrauchtwagenalternative sein. Zwar sind die günstigsten Exemplare oftmals reparaturbedürftig, doch aufgrund der guten Ersatzteilversorgung kann der Corrado mit einigermaßen überschaubarem Aufwand wieder auf Vordermann gebracht werden: Hier passen auch Ersatzteile vom VW Passat oder auch vom Golf. Veredelte Gebrauchtwagen, z. B. mit exquisiten Lederbezügen und namhaften Soundanlagen, für die teilweise fünfstellige Beträge verlangt werden, gehören ebenfalls zum Angebot. Wer sich für einen getunten VW Corrado als Gebrauchtwagen interessiert, sollte stets den Tuner seines Vertrauens zu Rate ziehen, um hinterher keine bösen Überraschungen zu erleben.

Als Gebrauchtwagen kann der VW Corrado vor allem mit seiner Alltagstauglichkeit und Robustheit punkten, wenn man einmal vom G-Lader absieht. Dank verzinkter Karosserieteile ist Rost in der Regel kein Thema. Kaufinteressenten sollten dennoch darauf achten, dass das gewählte Exemeplar kein Unfallwagen bzw. kein rückgebautes Tuningfahrzeug ist. Ebenfalls überzeugend sind die R4-Saugmotoren des VW Corrado, die auch bei hohen Laufleistungen kaum Ärger bereiten. Beim 1.8 G60 sollte alle 50.000–70.000 km der Lader überprüft bzw. überholt und der Antriebsriemen erneuert werden; beim VR6 sollte der Kettenspanner regelmäßig gewartet werden. Wichtig: Käufer sollten darauf achten, dass alle Inspektionen eingetragen und vollständig sind.

Wer sich nicht sicher ist, welcher Motor besser ist, sollte zum 2,0-l-16V-Benziner mit 136 PS greifen, da hier kein reparaturbedürftiger G-Lader rumzicken kann. Darüber hinaus verbraucht dieses Triebwerk mit 9,9–9,3 l/100 km nicht übermäßig viel und gibt sich auch sonst als angenehmer Alltagsmotor. In den 90er-Jahren wurde dieser drehfreudige Motor gerne gelobt, wie auch die Straßenlage des Corrado, die gleichermaßen Komfort und Sportlichkeit bietet. Wem die Motorleistung weniger wichtig ist, sondern es vielmehr darum geht, einen Klassiker wie den VW Corrado zu fahren, kann sich auch für ein Modell mit dem Basisbenziner mit 115 PS entscheiden. Steht man hingegen auf Sound, Leistung und gute Laufkultur, wird man um das stärkste und durstige 190-PS-VR6-Aggregat nicht herumkommen.

VW Corrado
Produktionszeitraum1988–1995
Preis (Gebrauchtwagen)ab 1.000 €
Höchstgeschwindigkeit196–235 km/h
0–100 km/h11,5–6,9 Sek.
Verbrauch (kombiniert)10,5–8,6 l/100 km
CO₂k. A.
Zylinder/Ventile4/8–16; 6/12
Hubraum1.781–2.861 cm³
Leistung (kW/PS bei U/min.)85–140/115–190 bei 5.400–5.800
Drehmoment (Nm bei U/min.)166–245 bei 3.200–4.400
Maße (L x B x H)4.030 mm x 1.674 mm x 1.318 mm
AntriebFront
Tankinhalt55–70 l
TreibstoffBenzin
Leergewicht1.155–1.210 kg
* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem »Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen« entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.
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