Mercedes Project one soll die Sportwagenkrone nach Stuttgart holen

Mercedes‘ neuestes Projekt bringt die Formel 1 auf die Straße

Könnte so das Hypercar von Mercedes aussehen? Gibt es demnächst endlich wieder ein echtes Hypercar von Mercedes? Das wissen wir über den Project One.

Die Krone der automotiven Schöpfung ist das Hypercar, also eine Art Supersportwagen mit mehr Super. Unangefochtene Könige dieser Kategorie sind momentan der Mc Laren P1, der Ferrari LaFerrari und Porsche 918. So verschieden diese Autos auch aussehen mögen, alle drei erzeugen ungefähr 1000 PS und verfügen neben einem großen Benzinmotor über elektrische Hilfsmotoren, die für Drehmoment sorgen sollen. Soweit, so offensichtlich. Was aber macht Mercedes? Wirkliche Supersportwagen stellen die Stuttgarter momentan nicht her. Aber das soll sich bald ändern.

Project one mit 6 hochexplosiven Zylindern

Der letzte echte Supersportwagen von Mercedes war der SLR McLaren, der zusammen mit der britischen Sportwagenschmiede bis 2009 gebaut wurde. Mit dem soll das Project one aber nicht mehr viel zu tun haben: Der große V8 musste als erstes rausfliegen und wurde durch einen V6 mit Turbolader ausgetauscht. Moment mal, einen V6? Dieser Minimotor, da kann man ja auch gleich Smart fahren. Falsch, denn es ist nicht irgendein Motor, der in Mercedes‘ neues Prestigeprojekt Einzug hält: Das Aggregat ist eine kultiviertere Version des Triebwerkes, das dem Formel-1-Team der Stuttgarter in letzter Zeit so viel Ruhm einbringt. Die Zahlen sind beeindruckend: 1,6 Liter Hubraum bekommt man auch in einem Polo, aber ein Motor, dessen Drehzahlbereich erst bei 11.000 endet, dürfte klingen, als würden die Reiter der Apokalypse übers Land ziehen. Die genaue Leistung ist noch nicht bekannt, es darf aber mit bis zu 700 PS gerechnet werden.

Steckt hinter einem dieser Concept Cars vielleicht der neue Project One..?Steckt hinter einem dieser Concept Cars vielleicht der neue Project One..?

Mercedes unter Strom

Was dem Project one an Zylindern fehlt, macht er mit Motoren wieder wett: Neben dem Formel-1-Triebwerk arbeiten vier Elektromotoren. Zwei der Aggregate treiben die Vorderräder an, ein Dritter sitzt an der Antriebswelle und der Vierte sorgt dafür, dass der Turbolader jederzeit bereit ist, den Motor mit Atemluft zu versorgen. 107 PS scheinen dafür nötig zu sein. Insgesamt sollen mehr als 1000 PS möglich sein, damit der Project one in der Königsklasse mitspielen kann. Die Elektronik soll von den Batterien angetrieben werden, die auch im Rekuperationssystem der Formel-1-Autos steckt. Die sind zwar lächerlich teuer, aber auch leicht. Trotzdem wiegt allein der vorgestellte Antriebsstrang fast 420 Kilo. Der Rest ist Supersportwagen-Standardkost: Carbonbremsen, straßentaugliche Rennreifen, Einzelradaufhängung wie aus der Formel-1.

...oder führt Mercedes die neue Designsprache des AMG GT weiter?…oder führt Mercedes die neue Designsprache des AMG GT weiter?

Mercedes-Design mit Flügeltüren?

Leider wissen wir noch nicht, wie der Project one am Ende aussehen soll, es gilt aber als sicher, dass der Supersportwagen wie der klassische 300SL oder dessen Neuauflage SLS AMG mit Flügeltüren daher kommen soll. Und dann wäre da noch der Preis: Um die 2,8 Millionen Euro soll das Ergebnis der jahrelangen Entwicklungsarbeit am Ende kosten. Und offensichtlich ist das nicht zu viel, denn alle 275 Project ones sind bereits verkauft. Wer so etwas braucht? Niemand. Trotzdem erwarten wir mit Spannung den finalen Project one.

(Bildmaterial: ©Shutterstock)

Ähnliche Artikel zum Thema Autonews

PKW.de – Gebrauchtwagen, Neuwagen, Jahreswagen und alles rund ums Auto.