Alle Marken und Modelle

Die besten Angebote für Ford 17M

Ford 17M – uriger und vielfältiger Klassiker

Mit dem Ford 17M brachten die Kölner Ford-Werke im Jahr 1957 ihr zweites Nachkriegsmodell in der Reihe Taunus P2 heraus und konnten zuerst auch einige Erfolge feiern. Schnell erkannten die Deutschen jedoch, dass ihnen der “Barocktaunus” zu amerikanisch war. Heutzutage wirken die Chromverzierungen und die Heckflossen des “Fliegenden Teppichs” eher schmuck. Klasse: Als Ford 17M deLuxe brachte der Wagen nicht nur eine Zweifarbenlackierung, sondern auch eine Brokatpolsterung mit. In der 1960 erschienenen Reihe P3 ist der Ford 17M als Gebrauchtwagen bis heute beliebt, denn der damals erst 30 jährige Designer Uwe Bahnsen lieferte mit der “Badewanne” ein kompaktes und kräftiges Auto ab. Allem voran begeistert jedoch sein Aussehen Sammler und Gelegenheitskäufer gleichermaßen: Viel Bodenfreiheit, ein flaches und breites Blechkleid sowie die charakteristischen ovalen Scheinwerfer samt eingeschnittenem Kühlergrill wirken frisch und bringen 60er-Jahre-Flair in die häusliche Auffahrt. Der im Jahr 1964 folgende Ford 17M P5 führte bereits vorsichtig die heute allseits bekannte Ford-Pflaume als Logo ein, während der kastenartige Ford 17M P7 im Jahr 1967 nun endgültig unter dem Namen Ford über die Straßen rollte – der Name Taunus wird Fans allerdings noch für lange Zeit im Gedächtnis bleiben. 1971 lief die Produktion des Ford 17M endgültig aus.

Ford 17M Benzin

Markenbeschreibung

Der Ford 17M bietet als Gebrauchtwagen eine eigene kleine Historie

Im Jahr 1957 produzierten die Ford-Werke in Köln mit dem Ford 17M in der Reihe Taunus P2 die zweite Neukonstruktion nach dem zweiten Weltkrieg. Zwar ist der erste Ford 17M heutzutage als Gebrauchtwagen äußerst beliebt, damals konnten sich die Deutschen jedoch nicht so recht mit der fahrenden Ami-Burg anfreunden. Auch als “Barocktaunus” bezeichnet, brachte die Reihe P2 alle Eigenschaften des protzigen Ford Fairlane mit: Neben Chromakzenten, Heckflossen und einer klippenartig nach vorne geneigten Front beinhaltete der Ford 17M in der deLuxe-Edition sogar eine Polsterung aus Brokat, eine Zweifarbenlackierung und noch mehr Chrom. Erheblich weniger US-Style brachte der im Jahr 1960 erschienene Nachfolger mit.

Der Ford 17M in der Reihe P3 gilt auch heute noch als eines der beliebtesten Modelle; damals traf er den Zeitgeschmack absolut exakt und verkaufte sich wie geschnitten Brot. Breit und flach aber angenehm kompakt im Handling, brachte der liebevoll “Badewanne” genannte Ford 17M die so charakteristischen ovalen Scheinwerfer und den eingeschnittenen Kühlergrill mit. Durch seine große Bodenfreiheit fuhr sich der Kölner Ford sehr entspannt. Der 17M wurde seinerzeit als Limousine, Cabrio mit Hardtop und Kombi angeboten. Urig: Der Fahrer in der Kombi-Version hatte die Wahl zwischen drei Heckklappen, die entweder nach oben, zur Seite oder nach unten öffneten. Um an den Kofferraum zu gelanden, musste in jedem Fall die Heckscheibe heruntergekurbelt werden.

Als Gebrauchtwagen nicht so beliebt wie sein Vorgänger ist der Ford 17M aus der Reihe P5 – das hat allerdings nichts zu bedeuten, denn der P3 gilt als die Königsklasse in der 17M-Historie. Eines der besonderen Merkmale des 1964 auf den Markt gekommenen Wagens ist die noch recht schüchtern am rechten Kotflügel angebrachte Ford-Pflaume; immerhin gehörten die Wagen offiziell ja noch zur Marke Taunus. Neben den üblichen Varianten der zwei- oder viertürigen Limousine oder des drei- bis fünftürigen Kombis (Turnier) wurde der 17M P5 auch als Cabrio-Version angeboten. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt erzielen diese Versionen allerdings stolze Preise, denn die vom Karosseriehersteller Deutsch modifizierten Cabrios waren schon damals recht selten.

Als Letzter im Bunde präsentiert sich dem passionierten Sammler der Ford 17M in der Baureihe P7. Der nun ganz offiziell mit dem Namen Ford ausgestattete Wagen konnte im Jahr 1967 nicht ganz abheben, bis die Karosserie in Richtung des beliebten P3 geändert wurde. Mit dem schon damals verwendeten Slogan “Die Linie der Vernunft” konnten die Liebhaber der alten “Badewanne” angesprochen werden, was dem Ford 17M ansehnliche Absatzzahlen bescherte. Diese wurden sicher auch von den angebotenen RS-Modellen (Rallye-Sport) unterstützt.

Wichtig: Jeder der Oldie-Fords muss vor dem Kauf unbedingt auf Roststellen untersucht werden, wobei vor allem die Unterseite der Türen, die MacPherson-Federbeine und die Schraubkanten einen zweiten Blick abbekommen sollten.

Im Ford 17M schlummert als Gebrauchtwagen ein kräftiger Motor

Hebt er das Blechkleid des Ford 17M ein wenig an, entdeckt der Fahrer über die Generationen hinweg ein kräftiges Vierzylinder-Herz, welches bereits beim Ford 17M P2 für Aufregung sorgte. Durch seine widerstandsfähige Konstruktion läuft der Motor des Ford 17M als Gebrauchtwagen auch heute im Allgemeinen noch problemlos, die Schwachstellen liegen eher bei der Karosserie und dem Erzfeind Rost. Nimmt man die kräftigere Version des P2 zum Beispiel, sorgen 1.698 cm³ Hubraum, 44 kW Leistung bei 4.250 U/min. und ein maximales Drehmoment von 132 Nm bei 2.200 U/min. für gemütliche Ausflüge – die Maximalgeschwindigkeit von 128 km/h war damals noch absolut respektabel. Zwar wurde auch ein 40 kW starker Motor angeboten, wer sich den Ford 17M als Gebrauchtwagen zulegen möchte, findet die kräftigere Version allerdings deutlich häufiger.

Am anderen Ende der Fahnenstange befindet sich der 17M RS (Rallye-Sport) aus der Baureihe P7, der mit seinem V6-Motor die Ausnahme zur Regel darstellt: Ganze 1.998 cm³ Hubraum, 66 kW Leistung bei 5.000 U/min. und ein maximales Drehmoment von 156 Nm bei 3.000 U/min. bieten dem Fahrer ein erheblich knackigeres Gefühl und treiben den Wagen in immerhin 160 km/h über die Straße. Eine Beschleunigung von 15,0 Sekunden bis Tempo 100 fegt heutzutage niemandem mehr die Haare aus dem Gesicht, reicht aber völlig aus, um dem Oldtimer ab und an ein wenig Auslauf zu gönnen und den urigen Sound des V6-Triebwerks zu genießen.

In seinem Inneren warnt der Ford 17M seinen Fahrer übrigens mit einer altertümlichen Längsskala vor zu hohen Geschwindigkeiten: Die Nadel tanzt im Bereich um 50 km/h noch im grünen Bereich hin und her, ab 70 km/h ist der Hintergrund gelb unterlegt, während ab 100 km/h rote Farbe vorherrscht.

Technische Daten

Ford 17M
Produktionszeitraum1957–1971
Preis (Gebrauchtwagen)ab 2.500 €
Höchstgeschwindigkeit128–160 km/h
Verbrauch (kombiniert)19,0–15,0 l/100 km
Zylinder/Ventile4/8; 6/12
Hubraum1.698–1.998 cm³
Leistung (kW/PS bei U/min.)40/55 bei 4.250; 66/90 bei 5.000
Drehmoment (Nm bei U/min.)132 bei 2.200; 156 bei 3.000
Maße (L x B x H)4.375 mm x 1.670 mm x 1.500 mm; 4.721 mm x 1.756 mm x 1.478 mm
AntriebFront/Heck
Tankinhalt45–55 l
TreibstoffBenzin
Leergewicht1.016–1.230 kg

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem »Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen «entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

Was suchen Sie?