Opel Kapitän – einstiges Flaggschiff von Opel

Der Kapitän war ein Fahrzeugmodell des deutschen Automobilherstellers Adam Opel AG. Das Fahrzeug wurde zwischen 1938 und 1970 gefertigt und war außer dem Opel Admiral und dem 1964 präsentierten Opel Diplomat eines der Oberklassemodelle des Herstellers. Sämtliche Modelle des Opel Kapitän waren mit einem Sechs-Zylinder-Reihenmotor mit einem Hubraum von 2,5 bis 2,8 Litern und einer selbsttragenden Karosserie ausgerüstet.

Als Limousine oder Cabriolet konstruiert

Der Opel Kapitän war das letzte vor dem Zweiten Weltkrieg neu entwickelte Fahrzeug von Opel. Der Wagen wurde 1938 als Nachfolger des Opel Super 6 präsentiert und 1939 auf dem Auto-Salon in Genf vorgestellt. Der Opel Kapitän der Vorkriegszeit war als Limousine mit zwei oder vier Türen und als Cabriolet erhältlich. Das Auto hatte den gleichen 2,5-Liter-Antrieb wie der Super 6, allerdings eine selbsttragende Karosserie und eine Einzelradaufhängung mit doppelten Querlenkern an den Vorderrädern.

Der Opel Kapitän in der Nachkriegszeit

Opel produzierte den Kapitän erneut ab 1948 in leicht überarbeiteter Form, jedoch lediglich als viertürige Limousine mit Portaltüren. Erkennbare Unterschiede waren die ab diesem Zeitpunkt verbauten runden Scheinwerfer und leichtere Änderungen zum Beispiel an den Stoßstangen mit stärker ausgebildeten Hörnern und an den Radkappen. Der Opel Kapitän erreicht mit einem 2,5-Liter-Reihenmotor mit einer Leistung von 40 kW oder 55 PS und einem Dreiganggetriebe mit Mittelschalthebel eine Spitzengeschwindigkeit von 126 km/h. Bis 1950 wurden 12.936 Exemplare gefertigt.

Nach einigen Modifikationen stellte Opel den Opel Kapitän P 1958 zum Preis von 10.250 DM vor. Der Wagen war mit einem 2,5-Liter-Motor und einer Leistung von 59 kW oder 80 PS ausgerüstet. Daneben wurden auch eine L-Version mit Aufpreis von 750 DM und ein Overdrive-Getriebe mit Aufpreis von 650 DM angeboten. Die Ausführung der Karosserie mit viel Chrom, Panoramascheiben vorne und hinten und den Heckflossen war stark an amerikanische Fahrzeuge dieser Zeit angelehnt. Der Opel Kapitän P wird aufgrund der schlüssellochförmigen Heckleuchten auch heute noch “Schlüssellochkapitän” genannt.

Die letzten Baureihen des Opel Kapitaen

Die Fertigung der sogenannten KAD-A-Reihe und damit auch die des Opel Kapitän A als Einstiegsmodell in die Oberklasse begann 1964. Allen Modellen gleich ist die geradlinige Karosserie ohne Panoramascheiben, das Topmodell Diplomat und der Admiral sind jedoch besser ausgestattet. Die Spitzenleistung des 2,6-Liter-Motors wurde auf 100 PS oder 74 kW erhöht. Allerdings wurde 1965 ein komplett neu entwickelter Motor mit 2.784 Kubikzentimeter und 125 PS oder 92 kW Leistung eingeführt. Neu war auch ein Viergang-Getriebe.

Die KAD-B-Reihe wurde 1969 vorgestellt, darunter auch der Opel Kapitän B. Das Fahrwerk bereicherte man um eine De-Dion-Hinterachse, während man die Karosserie geringfügig verkleinerte und aktualisierte. Die Produktion des Opel Kapitän B stoppte bereits 1970, womit auch der Name Kapitän aus der Angebotsliste des Herstellers verschwand. Die Serie KAD-B wurde mit dem Admiral bis Juli 1976 und mit dem Diplomat noch bis Juli 1977 fortgeführt.

Opel Kapitän
Produktionszeitraum1969–1970
Preis (Neuwagen)25.500 €
Höchstgeschwindigkeit170–185 km/h
0–100 km/h13,0–11,5 Sek.
Verbrauch (kombiniert)17–15 l/100 km
CO₂ca. 450–300 g/km
Zylinder/Ventile6/12
Hubraum2.784 cm³
Leistung (kW/PS)95/127–107/145
Drehmoment (Nm bei U/min.)189 bei 3.500 bis 222 bei 3.700
Maße (L x B x H)4.907 x 1.835 x 1.450 mm
AntriebHinterradantrieb
Tankinhalt80 l
TreibstoffBenzin
Leergewicht1.495 kg
* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem »Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen« entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.
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