Opel Rekord C – bewährter Pkw der oberen Mittelklasse

Der Rekord C ist ein Fahrzeugmodell des deutschen Automobilherstellers Adam Opel AG. Der Wagen wird der oberen Mittelklasse zugeordnet und gehört zu der Modellreihe Opel Rekord. Der Rekord C löste 1966 das nur ein Jahr erhältliche „Zwischenmodell“ Rekord B ab und wies eine komplett neue Karosserie auf. 1963 begann die Entwicklung des Opel Rekord C.

Sicherheit und Stabilität – markante Merkmale des Opel Rekord C

Der Opel Rekord C wurde von 1966 bis 1972 hergestellt. Sämtliche Modelle verfügten über Scheibenbremsen vorn und eine Zweikreisbremsanlage mit Bremskraftverstärker. Die passive Sicherheit war deutlich verbessert worden. Wirksame Knautschzonen, ein mit Schaumstoff gepolstertes Armaturenbrett sowie eine Teleskop-Lenksäule gehörten zur Ausstattung. Kopfstützen und Dreipunkt-Sicherheitsgurte für die Vordersitze waren gegen Aufpreis erhältlich. Das für Opel typische Bandtachometer wurde durch ein blendfreies Rundinstrument ersetzt. Die Fachpresse lobte die Stabilität der Fahrgastzelle.

Das Fahrwerk wies ebenfalls einige technische Modifizierungen auf. Hierzu gehörten ein längerer Radstand und eine verbesserte Einzelradaufhängung mit Doppelquerlenkern, Schraubenfedern und Stabilisator an der Vorderachse. Die relativ einfache Hinterachse mit Blattfedern des Vorgängers wurde durch eine sogenannte Fünflenkerachse ersetzt. Diese Starrachse sorgte für ein deutlich stabileres Fahrverhalten. Bis Mitte 1986 wurde das Konzept der Führung der Hinterachse des Opel Rekord E nahezu unverändert beibehalten.

Die Motorvarianten des Opel Rekord C

Das Antriebssortiment entsprach zum Teil dem des Vorläufers. Dies bestand aus sogenannten CIH-Motoren mit Antrieb der Ventile über Kipphebel und Nockenwelle im Zylinderkopf. Anfangs verfügte der 1,5-Liter-Motor über den von Opel in Lizenz von Carter gefertigten Vergaser des Rekord A. Ab 1969 wies der neue 1,7-Liter-Normalbenzin-Motor dann einen Vergaser von Solex auf. Nicht mehr im Programm war das in seiner Basiskonstruktion noch auf den Opel Admiral von 1937 zurückgehende 2,6-Liter-Sechszylinder-Triebwerk des alten Rekord B. Dafür gab es ab diesem Zeitpunkt einen neu entwickelten 2,2-Liter-Reihen-Sechs-Zylinder, der ab 1967 mit der Einführung des Commodore A im Rekord nicht mehr angeboten wurde. Beim Rekord “Sprint” wurde die Leistung auf 106 PS gesteigert.

Opel Rekord C – Erfolg auf ganzer Linie

Der Opel Rekord C war das erfolgreichste Modell der Baureihe. Bis 1972 liefen mehr als 1.200.000 Fahrzeuge vom Band. Die Fertigung des Nachfolgers Rekord D startete 1971. Als zehnmillionstes Fahrzeug des Herstellers seit Beginn der Produktion 1899 rollte bei Opel im September 1971 ein Rekord C Caravan vom Werksgelände. Auch in anderen Ländern wurde der Opel Rekord C teilweise mit anderen Modellbezeichnungen gefertigt und verkauft. In Belgien, Südafrika und der Schweiz bot man den Ranger A, in Uruguay und Brasilien den Chevrolet Opala und in Mexiko den Opel Olímpico an. Der Chevrolet Opala lief in Brasilien bis zu Beginn der 1990er-Jahre vom Band. Dessen äußeres Erscheinungsbild hob sich vom Rekord C durch veränderte Front- und Heckpartien ab.

Opel Rekord C
Produktionszeitraum1966–1972
Preis (Neuwagen)7.800 DM
Höchstgeschwindigkeit130–175 km/h
0–100 km/h28–12 Sek.
Verbrauch (kombiniert)14–11 l/100 km
CO₂400–300 g/km
Zylinder/Ventile4–6/8–12
Hubraum1.492–2.239 cm³
Leistung (kW/PS bei U/min.)44/60–70/95
Drehmoment (Nm bei U/min.)103 bei 2.500 bis 157 bei 3.200
Maße (L x B x H)4.550 x 1.754 x 1.456 mm
AntriebHinterradantrieb
Tankinhalt55 l
TreibstoffBenzin
Leergewicht1.040–1.080 kg
* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem »Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen« entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.
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