Opel Rekord D: Familien-Limousine der Mittelklasse

Der Rekord D ist ein Fahrzeugtyp des deutschen Automobilproduzenten Adam Opel AG. Das Modell wurde von 1971 bis 1977 gefertigt und vertrieben. In einigen europäischen Ländern und Südafrika war das Auto allerdings auch unter den Bezeichnungen Ranger A, Ranger B und im Iran und in Südostasien unter den Namen Chevrolet Iran sowie unter Shinjin Record 1900 und Shinjin Record Royale im Handel.

Opel Rekord D – zuverlässiges Familienfahrzeug mit gutem Image

Der Opel Rekord D wurde 1971 als Nachfolger des Rekord C präsentiert. Zunächst lautete die Bezeichnung des Fahrzeug Rekord II, um nicht als Dieselvariante missdeutet zu werden. Ein Dieselmodell mit 2,1 Litern Hubraum war ab dem zweiten Halbjahr 1972 lieferbar, die durch einem Buckel auf der Motorhaube zu erkennen war. Dieser Buckel wurde notwendig, weil das Dieselaggregat aufgrund der oben liegenden Nockenwelle größere Abmessungen als die Benzinmotoren aufwies. Mit dem Dieselmodell peilte Opel die Taxi-Branche an. Mercedes-Benz war seit 1954 alleiniger Produzent von Diesel-Personenwagen in Deutschland, was sich mit dem Opel Rekord D 2100 änderte. Andere Anbieter zogen auch langsam nach. Das Leergewicht der Fahrzeuge mit Benzinmotor belief sich auf 1.065 bis 1.090 Kilogramm. Die Fahrzeuge mit Dieselmotor wogen 1.210 bis 1.230 Kilogramm.

Technische Ausstattung des Opel Rekord D

Die selbsttragende Karosserie des Opel Rekord D bot Platz für fünf Personen. Gleich fünf verschiedenen Versionen waren erhältlich: eine zwei- und eine viertürige Limousine, ein drei- und ein fünftüriger Caravan und als Coupé. Darüber hinaus wurden im Ausland auch Caravans mit drei Türen unter der Bezeichnung Lieferwagen angeboten.

Die Vorderräder des Autos waren an zweifachen, ungleich langen Dreieckslenkern mit Schraubenfedern aufgehängt und besaßen Teleskopstoßdämpfer und einen Drehstab-Stabilisator. Das Fahrzeug war mit einer nachgiebigen Sicherheitslenksäule und einer Kugelumlauflenkung ausgerüstet. An der Heckpartie war eine Starrachse mit Schraubenfedern mit progressiver Rate, Drehstab-Stabilisator, vier Längslenkern, Panhardstab und Teleskopstoßdämpfern montiert. Frühe Varianten verfügten serienmäßig über eine Lenkradschaltung, die Dieselmodelle über den gesamten Zeitraum der Fertigung. Die als Sportschaltung bezeichnete Mittelschaltung war zunächst gegen geringen Aufpreis und für die Dieselversionen überhaupt nicht erhältlich. Optional war auch ein Drei-Gang-Automatik-Getriebe im Angebot.

Durch die Änderung des Benzinbleigesetzes wurde 1975 der Bleigehalt im Kraftstoff auf weniger als 50 Prozent der bisherigen Werte begrenzt. Aus diesem Grund musste das Verdichtungsverhältnis der Triebwerke reduziert werden, um den Motor nach wie vor sicher unter der Klopfgrenze zu betreiben. Bei dem Typ des Motors 1700 N verringerte sich die Leistung daher um 6 PS, der Motor 1700 S wurde gestrichen, und die Angebotspalette wurde um den Typ 1900 N – für Normalbenzin – ergänzt. Beim Motor 1900 SH wurde die Leistung von 97 auf 90 PS verringert, daneben gab es ab Herbst 1975 den 2000 S mit 100 PS.

Der Opel Rekord D wurde von 1971 bis 1977 in einer Auflage von mehr als 1.100.000 Exemplaren hergestellt. Das Nachfolge-Modell war der Opel Rekord E1.

Opel Rekord D
Produktionszeitraum1971–1977
Preis (Neuwagen)15.450 DM
Höchstgeschwindigkeit127–170 km/h
0–100 km/h32–13 Sek.
Verbrauch (kombiniert)14 – 8 l/100 km
CO₂231–190 g/km
Zylinder/Ventile4/8
Hubraum1.698–2.068 cm³
Leistung (kW/PS bei U/min.)44/60 bei 4.800–5.300 bis 74/100 bei 5.200
Drehmoment (Nm bei U/min.)112–118 bei 2.500–2600 bis 155 bei 3.600
Maße (L x B x H)4.567 x 1.718 x 1.415 mm
AntriebHinterrad
Tankinhalt70 l
TreibstoffBenzin, Diesel
Leergewicht1.090 kg
* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem »Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen« entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.
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