VW Buggy: Der Sieg des Herzens über den Verstand

Sie sind ein richtig cooler Typ und mit gerade mal 48 sind Sie ja auch noch ziemlich jung. Sie leben in der Nähe von Flensburg, aber fühlen sich eigentlich eher so nach Kalifornier. Sie fahren eigentlich einen generischen SUV, stellen sich aber gerne vor, er sei ein VW Bully mit einem Surfbrett auf dem Dach. Und die ganzen Menschen, die Ihnen eine heftige Midlife-Crisis vorwerfen, haben einfach keine Ahnung, was ihr lockerer Lifestyle bedeutet. Sie sollten ein neues Auto kaufen, das genau das deutlich macht. Günstig, leicht und spaßig sollte es sein. Die Dünen der Nordsee warten nur darauf, von Ihrem neuen VW Buggy einmal kräftig umgepflügt zu werden.

Der VW Buggy heißt eigentlich anders

Das wichtigste zuerst: Befahren Sie auf keinen Fall die Dünen der Nordsee. Sowohl Wildvögel als auch die Polizei reagieren da ziemlich allergisch drauf. Und dann wäre da noch das Problem mit der Umwelt. Aber von vorne:

Der VW Buggy in seiner Urform trägt eigentlich den Namen Meyers Manx und kommt tatsächlich aus dem sonnigen Kalifornien. Was aber hat VW mit der ganzen Sache zu tun? Um seine Idee vom Dünenrennwagen zu verwirklichen, brauchte Manx eine ganz bestimmte Plattform: Eine robuste und günstige Chassisplattform, die sich leicht von der Karosserie trennen lies, musste her. Zuverlässig sollte sie sein und nicht zu viel wiegen. Eigentlich konnte es also nur auf ein Modell hinauslaufen: Den allgegenwärtigen VW Käfer. Dessen Hinterradaufhängung wurde kurzerhand gegen die von einem Chevrolet Pick-up ersetzt und auf das gekürzte Chassis wurde ein neues Monocoque aus Fiberglas aufgesetzt. Fertig war der Prototyp des Fahrzeuges, das später als VW Buggy bekannt werden sollte.

Der VW Buggy hat seinen Zenit überschritten

Die Popularität des VW Buggy erreichte ihren Höhepunkt wohl gegen Ende der Siebzigerjahre. Jeder, der etwas Geld übrig hatte und nicht zwingend in einen Bausparvertrag investieren wollte, legte sich einen VW Buggy von einem der vielen Anbieter zu. Die meisten Varianten wurden dabei aus Kostengründen als Bausatz angeboten. So kostete eine einzelne Fiberglashülle ohne Windschutzscheibe und Türen je nach Ausführung um die 3000 DM. Einen Käfer, auf den man diese Hülle aufsetzen konnte, musste man aber selbst besorgen. Und so schraubten tausende Menschen in ihren Garagen an Fahrzeugen herum, die unter Umständen niemals fertig werden sollten. Denn zu Anfang der Achtzigerjahre war es vorbei mit dem klassischen VW Buggy. Die Spaßverderber, die die Gesetze machten, sahen es gar nicht gerne, dass Menschen in Todesfallen aus Plastik ohne Gurte umherfuhren. Heute kann man zwar noch Beach Buggys kaufen, häufig sind das aber Exemplare, die nicht mehr auf dem Käfer basieren und die Erfahrung von damals stark verwässern. Wer die pure Buggy-Erfahrung sucht, bekommt sie wahrscheinlich nicht mehr auf der Straße, sondern nur noch bei Events auf abgesperrten Strecken, die mit den Fahrzeugen befahren werden dürfen.

Mit dem VW Buggy auf Trophäenjagd

Egal wie oft man die „Herbie“-Filme auch gesehen hat, ein echtes Motorsportass war der VW Käfer nie. Beim VW Buggy sieht das etwas anders aus. Denn schon in der Urversion von Meyers konnte der VW Buggy sogar die knallharte Baja 1000 in Mexiko gewinnen. Das gelingt sonst nur Spezialfahrzeugen, die oft nur für diesen einen Zweck konstruiert werden. Über die genauen Fahrleistungen lässt sich dabei wenig sagen, denn VW Buggys wurden von einer Vielzahl von Herstellern angeboten und mit verschiedenen Mitteln getunt. Was sich aber sicher sagen lässt: Ein Beach Buggy ist kein Fahrzeug, das man alltäglich fahren will. Manche Modelle kommen nicht mal mit einem Stoffdach, Türen und Fenster fehlen meist auch. So ist man jedem Wetter fast schutzlos ausgeliefert. Wenn es dann zu einem Unfall kommt, muss man wenigstens nicht lange leiden. Trotzdem: Wenn Sie in einem VW Buggy vor der Schule vorfahren, um die Kinder abzuholen, sind die mit Sicherheit zumindest für ein paar Tage die Könige ihrer Klasse.

VW Buggy: Mehr Hobby als Auto.

Wir sind ehrlich: Wahrscheinlich sollten Sie keinen VW Buggy kaufen, zumal die Fahrzeuge immer noch mindestens fünfstellige Beträge kosten. Wenn sie aber 12.000 Euro haben, die Ihnen ein Loch in die Tasche brennen, dann gibt es schlechtere Dinge, für die man dieses Geld ausgeben kann. Allerdings müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass ein Beach Buggy nur dann wirklich Spaß macht, wenn man ihn als Hobby ernst nimmt.

Weil es eine Vielzahl verschiedener Modelle gibt, die als VW Buggy bezeichnet werden können, können wir an dieser Stelle keine genauen Angaben zu den technischen Daten machen. Weitere Informationen finden Sie in der Angebotsbeschreibung.

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem »Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen« entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.
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