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29.04.2015

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Unfall bei der Probefahrt – wer haftet in so einem Fall?

Wir sagen Ihnen, wer im Schadensfall aufkommt
Schnell ist ein Unfall bei einer Probefahrt passiert. Doch wer bezahlt den Schaden? PKW.de klärt auf.
©iStock.com/kreinick
sascha
Einleitung von Sascha Nendza, Redakteur bei PKW.de 29.04.2015

Ein Unfall bei einer Probefahrt ist keine Seltenheit. Wer ein nicht vertrautes Fahrzeug Probe fährt und noch nicht auf dessen Fahr- und Bremsverhalten eingestellt ist, der kann schnell einen kleinen Fehler begehen. Oftmals lenken die neuen Instrumente und Funktionen des Wagens auch vom Verkehrsgeschehen ab. Doch wer haftet im Falle eines Unfalls? Unsere Experten klären auf.

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Unfall bei Probefahrt – wer muss im Schadensfall haften?

Wer mit einem Fahrzeug eines Kfz -Händlers eine Probefahrt unternimmt, der kann davon ausgehen, dass ein Vollkaskoschutz für das Fahrzeug besteht und er nicht selbst für einen Schaden haftet, sondern der Verkäufer. Ist der Wagen allerdings nicht vollkaskoversichert, muss der Probefahrer unter Umständen selbst für den Schaden aufkommen. Doch der Händler muss in so einem Fall vor der Probefahrt den potentiellen Käufer auf dessen Haftung hinweisen. Generell sollte man aber davon absehen, ein Auto ohne Versicherungsschutz einer Testfahrt zu unterziehen.

In der Regel verlangen Händler, dass der Kaufinteressent vorab eine Probefahrtvereinbarung unterzeichnet. Darin werden alle Haftungsmodalitäten sowie der Zustand des Wagens festgehalten. Häufig beinhalten solche Verträge auch eine Selbstbeteiligung, bis zu deren Höhe der Probefahrer im Falle eines Schadens haften muss. Nicht selten sind das 2.000 Euro und mehr. Die Probefahrt kann bei einem Unfall dann schnell zu einem teuren Vergnügen für den potentiellen Käufer werden.

Hier ist ebenfalls Vorsicht geboten: Auch wenn der Wagen des Händlers mit Vollkaskoschutz abgesichert sein sollte, falls der Fahrer einen Unfall bei der Probefahrt grob fahrlässig herbeiführt – etwa durch überhöhte Geschwindigkeit oder durch Alkoholeinfluss – kann die Versicherung des Händlers die Zahlung verweigern. Dann muss der Probefahrer für den Schaden aufkommen.

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Unfall bei Probefahrt mit privaten Gebrauchtwagen

Wenn ein Unfall bei einer Testfahrt mit einem Wagen von einem privaten Verkäufer verursacht wird, übernimmt die Versicherung des Verkäufers den Schaden. Oftmals geht dies mit der Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse und einer Selbstbeteiligung einher. Diese Kosten vom potentiellen Käufer erstattet zu bekommen, ist oftmals aber schwierig. Daher ist es ratsam, vorab eine schriftliche Vereinbarung darüber aufzusetzen, die die Haftung im Falle eines Schadens klärt.

Aus Verkäufersicht ist es ebenso ratsam, vorab zu überprüfen, an welche Bedingungen die Versicherungspolice geknüpft ist. Manche Verträge schließen bestimmte Nutzer aus und enthalten keine Ausnahmen für Probefahrten. Bei einem Unfall während der Probefahrt greift dann möglicherweise der Versicherungsschutz nicht und es droht großer Ärger.

Erfahren Sie hier, was Sie bei der Probefahrt alles beachten sollten.


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