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06.11.2017

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Autos sind in Singapur nicht willkommen

Autos werden in Singapur verboten – hier reicht eine Maut nicht aus
In Singapur Auto fahren? Das wird teuer!
Singapur lässt keine Neuanmeldungen für Autos zu. FUSIIING / Shutterstock.com
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Einleitung von Rabea Gräfe, Redakteur bei PKW.de 06.11.2017

In Singapur gibt es zu viele Straßen und Autos – das meinen zumindest die Politiker. Aus diesem Grund sollen Anmeldungen für neue Autos auf Null gesenkt werden. Zusammen mit der dort fälligen Maut für bestimmte Zonen der Innenstadt vermuten wir kein Happy End für Autofahrer.

In Singapur sind Autos teuer: Maut, Verbote und begrenzte Anmeldungen

Wer seinen Wagen liebt, der zahlt auch gerne etwas mehr, um damit von A nach B zu gelangen – zumindest in Deutschland. In Singapur nimmt das im Moment ungeahnte Ausmaße an, denn: Wer hier Auto fahren möchte, muss sehr tief in die Tasche greifen. Nicht nur die Anschaffung des Wagens, nein, auch die Kosten für Benzin, Steuern und Maut sind extrem hoch. Das liegt vor allem daran, dass das Land nur 719 Quadratkilometer groß ist – das entspricht ca. der Größe Hamburgs – und eine Fläche von 12% bereits von Straßen bedeckt ist. Da wird der Wohnraum knapp, vor allem, wenn man das starke Bevölkerungswachstum bedenkt.

Aus diesem Grund hat sich die Landesverkehrsbehörde nun etwas Neues einfallen lassen. Bisher gab es eine Deckelung für Neuanmeldungen von Autos, die bei 0,25% im Jahr lag. Das soll sich jetzt ändern und dieser Wert auf 0,00% im Jahr sinken. Im Jahr 2020 soll das Ganze dann noch einmal überprüft werden. Natürlich dürfen Menschen, die bereits ein Auto besitzen, dieses, wenn nötig, ersetzen. Wer jedoch noch keinen Pkw sein Eigen nennen darf, wird dies wohl auch in Zukunft nicht können. Wie kommt man ohne Auto zur Arbeit, zu Freunden oder in die Stadt, fragen Sie? Nun, das System des öffentlichen Nahverkehrs in Singapur wird stetig ausgebaut, um es attraktiver zu machen und auch die Kosten sind mit umgerechnet 1,50 € pro Fahrt überschaubar, vor allem im Vergleich zum Auto.

Zertifikate für den Autokauf in Singapur

In der Vergangenheit war das System in Singapur nicht ganz so contra Autofahrer, wobei man auch hier vielleicht ein wenig schlucken muss. Seit dem Jahr 1990 gibt es in Singapur ein sogenanntes ’Berechtigungszertifikat’, das den privaten Autobesitz weiter in Grenzen halten soll. Hierzu findet zwei Mal im Monat eine Versteigerung statt, während dieser Einwohner jede Menge Kohle bieten müssen, um ihr Auto überhaupt anmelden zu dürfen. Bei einem Preis von ca. 20.000 Singapur Dollar wird einem schon leicht übel, doch wenn man dann hört, dass der Preis für eines der Zertifikate auch schon einmal bei ca. 100.000 Singapur Dollar lag, verschlägt es einem fast die Sprache. Wer nun denkt: ’Das sind ja nur einmalige Kosten’, der hat noch nicht gehört, wie hoch die Abgabe für Benzin ist. Denn auch hierfür entfallen 44 Cent pro Liter. Wie sagt man so schön? Auto fängt mit ’Au’ an.

(Bildmaterial: ©Shutterstock)


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