Threewheeler für 3.000 Euro

Ekomobil Picar schont den Geldbeutel und macht schlank
Ekomobil Picar.
Emissions- aber nicht emotionslos: Threewheeler-Replika Ekomobil Picar.
svetlana
Einleitung von Svetlana Haffner, Redakteurin bei PKW.de 30.07.2015

Köln, 30.07.2015 – Erst kürzlich kündigte Morgan an, Ende 2016 seinen Neuzeit-Threewheeler auch als [emissionsfreies E-Mobil namens EV3](https://www.pkw.de/ratgeber/autonews/morgan-ev3) anbieten zu wollen. In Weißrussland, genauer gesagt bei Ekomobil in Minsk, ist man schon einen Schritt weiter: Hier kann man einen Null-Emissions-Threewheeler namens Picar bereits bekommen. Für nur 3.000 Euro. Fitness-Garantie inklusive.

Sieht fast aus wie ein echter Threewheeler: Ekomobil Picar.
Sieht fast aus wie ein echter Threewheeler: Ekomobil Picar.

Zugegeben: Der Threewheeler von Ekomobil kommt nicht ganz so imposant daher wie das Original aus dem englischen Malvern Hills, aber das ist angesichts des Preises und vor allem angesichts der Antriebstechnik auch nicht wirklich nötig. Der Picar-Threewheeler deutet zwar an der Front einen V2-Motor an, aus dem sogar Fake-Auspuffrohre kommend an den Fahrzeugflanken entlanglaufen. Von diesen geht allerdings keine Verbrennungsgefahr aus, da der Motor nicht echt ist.

Der Picar-Threewheeler ist mit Blinker aufrüstbar.
Der Picar-Threewheeler ist mit Blinker aufrüstbar.

Wer mit dem Picar-Threewheeler ein wenig Frischluft durch seine Haar wehen lassen will, muss vielmehr kräftig in die Pedalen treten. Trotz seiner Wärmekraftmaschinen-Optik handelt es sich um die wohl umweltfreundlichste aller Mobilitätsalternativen: ein Fahrrad. Genauer gesagt handelt es sich um ein Sitzfahrrad mit einem schnöden Pedalantrieb. Über eine Kette wird das Hinterrad, welches standardmäßig über eine 3-Gang-Nabenschaltung von Shimano verfügt, angetrieben. Ein bisschen Auto-Feeling kann man aber doch haben, denn wer sich noch eine Bordelektrik gönnt, kann über eine kleine Batterie auch die Blinker betätigen und Radio hören.

Schick: Das Armaturenbrett aus offenporigem Holz.
Schick: Das Armaturenbrett aus offenporigem Holz.

Das gut 60 Kilogramm leichte und 2,5 Meter lange Threewheeler-Fahrrad kann auch in vielen Punkten individualisiert werden. Bei der Lackierung gibt es viele Möglichkeiten; eine Quarzuhr, Standlichter, Scheinwerfer, ein Armaturenbrett mit Holz-Finish und auch Leder sind im Angebot. Den Picar Threewheeler sollen Personen mit einer Körpergröße von 1,30 bis 1,85 Meter fahren können. An Zuladung verträgt das Dreirad 110 Kilogramm.

Ob Kunst oder Kitsch, muss jeder selbst entscheiden.
Ob Kunst oder Kitsch, muss jeder selbst entscheiden.

Der Threewheeler-Nachbau für Erwachsene mit reinem Pedalantrieb ist erst der Anfang. Im Prinzip will Ekomobil jedes klassische Auto nachbauen können. Auf Wunsch auch in Kindergröße. Und auf Wunsch auch elektrisch angetrieben. Schon kurzfristig soll es möglich sein, den Picar-Threewheeler mit Elektroantrieb zu bekommen. Hier soll dann ein 48-Volt-Motor mit einem 1.000 Watt starken Akku eine Höchstgeschwindigkeit von 25 bis 40 km/h möglich machen und eine Reichweite von 30 bis 40 Kilometern erlauben.

Ein Problem ist allerdings noch der Vertrieb. Bislang wird nur ein Händler in Russland ausgewiesen. Aber auf der Picar-Website (www.picar.by) steht der freundliche Hinweis, bei Interesse doch einfach anzurufen.

(Bildmaterial: Ekomobil/Picar)


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