VW E-Golf.
Noch ein teures Vergnügen: Der E-Golf von Volkswagen.

Der Elektro-Preisschock

Laut einer Studie der P3 Group werden E-Autos bald billiger als Benziner

Köln, 02.04.2015 – Viele Autofahrer fragen sich: Wann kommt sie denn nun, die Elektroauto-Revolution? Mittlerweile werden zwar viele Vollblutstromer angeboten, gekauft aber nur wenige. Ab 2018 könnte sich das allerdings ändern, wie eine Studie der Unternehmensberatung P3 Group jüngst prognostiziert. Denn spätestens ab etwa diesem Zeitpunkt dürften die Gesamtkosten eines Elektro-Golfs im Vergleich zu einem Benziner-Pendant geringer ausfallen.

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von Mario Hommen, Redakteur*in bei PKW.de 02.04.2015

Noch sind batterieelektrische Autos wie der 2014 in den Markt eingeführte E-Golf in der Anschaffung recht teuer. Rund 36.000 Euro muss man für ein solches Modell mit einer von der P3 Group nicht weiter spezifizierten Sonderausstattung auf den Tisch legen. Ein vergleichbar ausgestatteter VW Golf mit Benzinmotor kostet über 8.000 Euro weniger. Allein dieser hohe Anschaffungspreis schreckt viele Kunden ab, obwohl sich mit E-Mobilen bereits heute viel Geld bei den Energiekosten sparen lässt. Laut den Berechnungen der P3 Group reicht das aber nicht, den hohen Kaufpreis auszugleichen. Nimmt man Wertverlust, Energiekosten, Versicherung, Wartung und Steuern in die Gesamtkostenrechnung, ist der E-Golf derzeit noch teurer. Nach dieser Modellrechnung kostet der Benziner 561 Euro pro Monat, der Stromer 603 Euro. Diese Summen ergeben sich übrigens unter der Annahme einer 48-monatigen Haltedauer und 15.000 Kilometern Jahreslaufleistung.

Entscheidend sind die Entwicklungssprünge bei der Batterietechnik

Doch das Verhältnis der Kosten wird sich laut P3 Group schon bald umkehren, da vor allem in der Batterietechnik deutliche Entwicklungssprünge bevorstehen. Die Energiedichte von Akkus wird deutlich zunehmen, während die Kosten hingegen stark sinken. Damit einhergehend werden sich auch die Anschaffungskosten verringern. Für einen E-Golf prognostizieren die Unternehmensberater für das Jahr 2018 einen Kaufpreis von 30.500 Euro. Das Schöne: Gleichzeitig dürfte sich die Reichweite auf 200 bis 250 Kilometer erhöhen. Dank des geringeren Kaufpreises wird sich auch der Wertverlust minimieren. Die monatlichen Gesamtkosten würden sich demnach für einen E-Golf auf 545 Euro belaufen, also 16 Euro weniger als für einen 122 PS starken Golf im Jahr 2015. Vermutlich werden die Kosten für diesen Benziner-Golf in den nächsten drei Jahren aber noch steigen und die kostentechnische Attraktivität des Stromers also noch weiter wachsen. Vor allem Flottenbetreiber werden sich dieses Einsparpotential genau anschauen und dann vermutlich auch sehr schnell reagieren. Dem Elektrozeitalter dürften also rosige Zeiten bevorstehen.

Für den Privatkäufer bietet die E-Mobilität übrigens bereits heute kostentechnisches Sparpotenzial, denn auf dem Gebrauchtmarkt gibt es einige Fahrzeuge, wie etwa den Renault Fluence oder den Mitsubishi i-Miev, die im Vergleich zum Neupreis bereits deutlich günstiger zu haben sind.

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(Bildmaterial: VW)


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