Fahren ohne Versicherung: Keine gute Idee

Darum sollten Sie nicht unversichert Auto fahren
Autofahren: Niemals ohne Versicherung
Besonders ohne Autoversicherung gilt: Lassen Sie sich nicht erwischen. Oder steigen Sie am besten gar nicht erst ins Auto. Shutterstock.com
jonas
Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 04.05.2018

Autofahren ist, auf gut Deutsch, schweineteuer. Nicht nur, dass die Dinger an sich eine Menge Geld kosten und das Benzin auch immer teurer wird, jetzt sollen Sie sich und Ihr Auto auch noch versichern? Wo gegen denn? Sie bauen doch keine Unfälle. Na ja, das eine Mal auf dem Rückweg von der Dorfdisko. Wenn überhaupt, sollten sich die anderen versichern, die fahren ja alle wie die Irren.

Wer so denkt, gehört eigentlich nicht in ein Auto, und schon gar nicht auf den Fahrersitz eines unversicherten Autos. Die relativ empfindlichen Strafen, die auf das Autofahren ohne Versicherung stehen, sind durchaus gerechtfertigt, denn wer ein zwei Tonnen schweres Fahrzeug führt, stellt auch an guten Tagen ein Risiko dar. Warum auch Sie also mindestens das Geld für eine Teilkaskoversicherung in die Hand nehmen sollten, und was Ihnen blüht, wenn Sie es nicht tun, weiß PKW.de.

Unversicherte Autos sind eine Gefahr für die Allgemeinheit

Wer glaubt, dass Auto fahren eine sichere Art der Fortbewegung ist, dem seien die aktuellen Unfallstatistiken empfohlen. Zwar gibt es immer weniger Verkehrstote, die Gesamtzahl der Unfälle steigt seit einigen Jahren aber sogar an. Jeder dieser Unfälle könnte nicht nur alle Beteiligten finanziell ruinieren. Damit das nicht passiert, muss jedes Auto zumindest haftpflichtversichert sein. Wer dann mit seinem Auto einen Unfall verursacht, ist zwar sein eigenes Fahrzeug los, muss aber nicht direkt für den Schaden aufkommen, den er an Leib, Leben oder Besitz eines anderen verursacht hat. Schon kleine Blechschäden kosten so schnell mehrere Tausend Euro. Ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Beteiligten kann Existenzen nachhaltig vernichten, wenn bei einem der Beteiligten kein Versicherungsschutz besteht.

Die Strafen für unversichertes Fahren

Wer ohne Versicherung Auto fährt, zum Beispiel, weil er oder sie mit den Beitragszahlungen in Rückstand geraten ist, wird alsbald Post von der Zulassungsstelle bekommen. Wer es soweit hat kommen lassen, weiß aber, was auf ihn zukommt. Damit unwissentlich begangene Straftaten verhindert werden können, werden säumige Zahler nämlich vorher mit einem ganzen Stapel Briefe vor der anstehenden Hiobsbotschaft gewarnt. Sobald der Brief von der Zulassungsstelle aber kommt, können Sie Ihr Auto als stillgelegt betrachten. Ab diesem Moment ist es illegal, das Fahrzeug aus eigener Kraft zu bewegen. Im Zweifelsfall muss also auch noch ein Abschleppdienst bezahlt werden, der das Fahrzeug bei längeren Standzeiten von der Straße holt. Wer das Verbot ignoriert, muss mit empfindlichen Strafen rechnen: Bis zu 180 Tagessätze kann die Geldstrafe betragen. Schlimmer noch: Auch ein halbes Jahr im Gefängnis ist möglich.

Fahren ohne Versicherung: Es gibt kaum gute Gründe.

Die Gründe für das Erlöschen des Versicherungsschutzes sind vielfältig. Ein Fahrzeug, das zum Beispiel durch die Hauptuntersuchung fällt, darf nicht mehr versichert werden. Auch ein Fahrzeug, das bereits abgemeldet wurde, darf nicht mehr auf öffentlichen Straßen bewegt werden. Und Achtung: Obwohl zwar das Auto und nicht der Fahrer versichert wird, darf nicht jeder ein versichertes Auto fahren. In der Police müssen meistens die Fahrer eingetragen werden, damit der Beitrag richtig bemessen werden kann. Fahren ohne Versicherung ist also kein Kavaliersdelikt, und das ist gut so. Auch der beste Autofahrer ist nur ein Mensch und darum naturgemäß nicht ohne Fehler. Wenn ein solcher Fehler einmal passiert, hilft die Versicherung bei der Schadensbegrenzung.


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