Fahrsicherheitstraining: So werden Sie zu einem besseren Autofahrer

Wer Extremsituationen üben kann, fährt sicherer
Für sicheres Fahren
Extremsituationen wie diese simuliert man im Fahrsicherheitstraining. Avigator Thailand / shutterstock.com
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Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 27.07.2018

Jeder, der einen Führerschein sein Eigen nennen kann, ist fähig, ein Fahrzeug sicher über deutsche Straßen zu bewegen. Die Realität sieht oft anders aus. Da werden Standstreifen zum Beschleunigen benutzt, der Blinker als unnötiges Extra angesehen und die verkehrsberuhigte Zone wird zur Teststrecke für halbstarke Mofafahrer. Die Wahrheit ist: Nicht jeder Autofahrer ist wirklich sicher unterwegs, und manche wollen sogar noch ein bisschen mehr Sicherheit im Umgang mit ihren Fahrzeugen erlangen. Wer gerne „dynamisch“ unterwegs ist, sich nicht sicher fühlt oder einfach ein besonders guter Autofahrer sein möchte, kann ein Fahrsicherheitstraining absolvieren. Wie das geht, was Sie erwartet, und was Sie danach alles können, weiß PKW.de.

Fahrsicherheitstraining gegen die Angst vorm Aquaplaning

Welche gefährlichen Situationen begegnen Autofahrern besonders oft? Da wäre zum einen das gefürchtete Aquaplaning. Wenn man zu schnell auf einer nassen Straße unterwegs ist, kann es passieren, dass sich die Räder von der Straße lösen. Das Auto „surft“ dann mehr auf dem Wasserfilm, als dass es fährt. Die meiste Traktion geht sofort verloren und wenn man nicht weiß, was man tut, ist eine unsanfte Begegnung mit der Leitplanke unvermeidbar. Die meisten Anbieter veranstalten ihre Fahrsicherheitstrainings auf Teststrecken, die teilweise oder komplett unter Wasser gesetzt werden können. So können Autofahrer sich auf Aquaplaning vorbereiten und lernen, wie man aus einer so gefährlichen Situation unbeschadet herauskommt.

Wer schnell fährt, muss schnell bremsen

Eine Vollbremsung ist im Prinzip ein simples Manöver: Lenkrad gerade halten, auf die Bremse treten, als hätte man Rachegelüste und warten, bis der Wagen zum Stehen kommt. Dabei wirken starke Kräfte auf das Auto und die Insassen ein. Darum haben viele Autofahrer Hemmungen, eine volle Notbremsung durchzuführen. Das Fahrsicherheitstraining bietet die Gelegenheit, das Manöver zu üben und die Furcht davor abzubauen. Genau so wird Fahrschülern beigebracht, ein Ausbrechen des Fahrzeuges in Extremsituationen zu verhindern oder zu korrigieren.

Fahrsicherheitstraining für automotive Bergsteiger

Aber nicht nur auf normale Gefahrensituationen kann man sich mit einem Fahrsicherheitstraining vorbereiten. Wer sein Auto gerne an Orte fährt, die normale Autofahrer nie zu Gesicht bekommen, kann ein Offroadtraining belegen. Von der Benutzung der Differenzialsperre bis zum Ausgraben eines festgefahrenen Autos bekommen zukünftige Abenteurer dabei alles beigebracht, was es zum Erobern der Wildnis braucht. Allerdings sollte man sich hier nicht davor scheuen, sich die Hände so richtig schmutzig zu machen.

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Fahrsicherheitstraining für Profis: Was tun, wenn Schüsse fallen?

Und dann wären da noch die Autofahrer, die sich in ganz andere Gefahren begeben. Die Chauffeure der Reichen und Mächtigen müssen hoffentlich niemals Bomben umfahren oder auf zerschossenen Reifen einen VIP in Sicherheit bringen. Die besten und wichtigsten Fahrer der Welt durchlaufen trotzdem ein Fahrsicherheitstraining, das eher an einen militärischen Drill erinnert. Wenn Sie alles über defensives Fahren in Kampfhandlungen, Zielflächenminimierung und die Verteidigung gegen Pit-Manöver wissen wollen, können Sie sich diese Techniken beibringen lassen. Das kostet aber so einiges.

Ein Fahrsicherheitstraining kann nicht nur Ihr Leben retten

Ein Fahrsicherheitstraining macht Sinn. Neben dem ADAC bieten die meisten deutschen Automobilclubs, manche Berufsgenossenschaften und auch einige Fahrschulen Trainings für verschiedene Zwecke und Fahrzeugklassen an. Die Kosten belaufen sich, je nach Kurs und Anbieter, auf zwischen 0 und 1000 Euro. Nicht nur unsichere Autofahrer lernen hier noch den ein oder anderen Trick, der im Notfall Leben retten kann. Egal, ob man die erlernten Fähigkeiten jemals braucht, wer sich sicher ist, fährt auch sicherer. Das kann schon reichen, um Unfälle zu vermeiden.


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