Nachfolger für den Bravo

Fiat Aegea gibt Ausblick auf neue Kompaktbaureihe
Fiat Aegea.
Durchaus schick, doch das Stufenheckdesign macht bieder: Fiat Aegea.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 21.05.2015

Köln, 21.05.2015 – Jenseits von Panda und 500 hat Fiat viel Boden verloren. Doch die Italiener geben nicht auf und werden wohl schon 2016 mit einem neuen C-Segment-Modell antreten: dem Aegea. Als seriennahe Studie wurde der neue Golf-Konkurrent nun auf der Istanbul Autoshow in einer Stufenheckversion vorgestellt. Konkrete Pläne für eine Kompaktversion und einen Kombi gibt es aber bereits.

Dass bis vor kurzem Fiat noch mit dem Bravo einen Golf-Konkurrenten im Angebot hatte, dürfe vielen gar nicht bewusst sein. Der Fünftürer hat sich über Jahre hinweg kaum verkauft und ist auf deutschen Straßen überaus selten. Derzeit scheint Fiat immerhin auf einem guten Weg zu sein, mit dem Kompakt-SUV 500C im C-Segment wieder etwas Boden gut zu machen.

Biedermann mit Stil: Fiat Aegea.
Biedermann mit Stil: Fiat Aegea.

Der nächste Hoffnungsträger kündigt sich jetzt mit dem Aegea an. In der nun vorstellten Stufenheck-Form wird die Baureihe in Deutschland allerdings nicht punkten können. Vor allem in Märkten wie der Türkei, wo der Aegea auch produziert wird, ist ein solches Format allerdings sehr beliebt. Für andere Märkte wie Deutschland wird man hingegen auf einen kompakten Fünftürer und eine Kombiversion setzen. Das sickenreiche, eigenständige Blechkleid, welches auch eine gehörige Portion Selbstbewusstsein ausstrahlt, macht zumindest neugierig auf die weiteren Karosserievarianten.

Innenraum-Architektur ähnlich wie bei Giulietta

Innenansichten eines Italieners: Aegea-Cockpit.
Innenansichten eines Italieners: Aegea-Cockpit.

Technisch dürfte der gut 4,50 Meter lange Aegea viel Ähnlichkeiten mit Alfa Romeos Kompaktmodell Giulietta aufweisen. Wie bei der Giulietta hat auch der Aegea einen Radstand von 2,63 Metern. Und wie das Alfa-Pendant wird es den Fiat-Kompakten mit verschiedenen Diesel- und Benzinmotoren geben, die sich durch ordentliche Leistung, niedrige Verbrauchswerte und eine Euro-6-Abgasnormzertifizierung auszeichnen werden. Neben manuellen Getrieben wird es auch ein Selbstschaltgetriebe geben. Für die Topmotoren könnte zudem ein sechsstufiges Doppelkupplungsgetriebe zum Einsatz kommen.

Die Armaturenbrett-Architektur des Aegea ähnelt dem Innenraum-Ensemble der Giulietta. Hier geht es also modern und aufgeräumt zu. Ob Multifunktionslenkrad, Klimaautomatik oder eine zeitgemäße Multimedia-Navi-Plattform – den Insassen dürfte es an nichts fehlen. Das Platzangebot dürfte ebenfalls gut sein. Der Kofferraum soll immerhin 510 Liter Gepäck aufnehmen können.

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(Bildmaterial: Fiat)


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