Das Handy am Steuer ist verboten - Jetzt werden auch die Strafen höher
Das Handy hat am Steuer nichts verloren. Das sieht auch der Gesetzgeber so und erhöht die Bußgelder. Africa Studio / Shutterstock.com

Handy am Steuer – das kann teuer werden

Neue Gesetze zum Handy am Steuer: Welches Bußgeld wird fällig?

Die meisten Autofahrer saßen wahrscheinlich schon einmal mit dem Handy am Steuer, doch jetzt kann Sie das im wahrsten Sinne des Wortes teuer zu stehen kommen. Eine Gesetzesänderung schließt Lücken und sorgt für ein höheres Bußgeld, wenn Sie sich erwischen lassen. Pkw.de sagt Ihnen, was Sie wissen müssen.

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von Rabea Gräfe, Redakteur*in bei PKW.de 15.11.2017

Was sind der Deutschen Lieblingsbeschäftigungen am Steuer?

Laut einer Bitkom Studie gibt es einige Dinge, die deutsche Autofahrer am Steuer lieber tun, als sich auf das Geschehen um sie herum zu konzentrieren. 67% der Befragten bewegen sich hierbei sogar noch im gesetzlichen Rahmen und telefonieren über die Freisprechanlage. 51% sollten sich bei ihrer Nebenbeschäftigung am Steuer besser nicht erwischen lassen, sie lesen SMS, während 44% mit dem Handy am Ohr telefonieren. Wenn das die Polizei sieht kann man für das Bußgeld schon einmal etwas tiefer in die Tasche greifen. Doch was sagt das Gesetz eigentlich dazu? Tja, wir dürfen das Handy nicht nutzen, wenn wir es dafür festhalten müssen. Also: Kein Handy am Steuer. Das Nutzen des Geräts ist nur mit einer Sprachsteuerung oder Vorlesefunktion erlaubt. ’Hey Siri! Plötzlich hast du einen Sinn!’

Verbote und Gesetzeslücken: Dürfen oder nicht dürfen – das ist hier die Frage

Man könnte nun meinen, dass man sich selbst noch nie eine Gesetzeswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet wird, erlaubt hat. Aber: Nicht nur das Handy am Steuer im eigentlichen Sinne ist verboten. Sie nutzen Ihr Handy auch als Navigationsgerät? Dann wissen Sie sicher, dass Sie alle Einstellungen nur im Stand bei abgeschaltetem Motor vornehmen dürfen? Nein? Dann wissen Sie es jetzt, denn sonst gibt es beim nächsten Mal womöglich ein Bußgeld.

Ach, wie haben wir es doch geliebt, das Schlupfloch im Handyparagraphen. Durch die Start-Stop-Automatik, die in vielen Autos verbaut ist, war es möglich, an einer Ampel mal schnell ein Telefonat einzuschieben. Doch diese Zeiten sind vorbei! Das Gesetz wurde verschärft und nun muss zum Telefonieren der Motor mit dem Zündschlüssel abgeschaltet werden. Das wussten Sie nicht? Da haben wir Sie wohl vor einem Bußgeld bewahrt – danken Sie uns später! Aber was darf man denn jetzt noch mit dem Handy am Steuer? Nun ja, genau eine Sache: Es zur Seite legen. Nur hierfür dürfen Sie das Gerät bewegen. Wer denkt, er hätte nun die Chance, mal kurz den Akku zu checken, der irrt. Dann wird nämlich wieder ein Bußgeld fällig.

Was kostet uns die Sünde mit dem Handy am Steuer? – Der Bußgeld-Überblick

Jetzt aber mal Klartext: Was kostet der Spaß denn nun? Das Bußgeld für‘s Handy am Steuer kann teuer werden, richtet sich aber nach der Schwere des Vergehens. Es sind jedoch mindestens 100 € sowie 1 Punkt in Flensburg fällig, wenn man sich erwischen lässt. Wird aufgrund des Handys jemand gefährdet, sind es sogar 150 €. Kommt noch eine Sachbeschädigung hinzu, muss der Schuldige 200 € blechen, kassiert 2 Punkte in Flensburg und darf den Lappen für 1 Monat abgeben. Lohnt sich, oder? Nun aber mal im Ernst: Wer sein Handy am Steuer benutzt, bringt nicht nur sich selbst, sondern auch andere in Gefahr und wenn wir alle einmal ganz ehrlich sind, dann können wir den ’wichtigen’ Anruf oder die ’dringende’ SMS auch später noch erledigen. Sicherheit geht vor, vor allem im Straßenverkehr. Wir bei Pkw.de hoffen, dass durch die schärferen Gesetze und das höhere Bußgeld nun weniger Unfälle wegen des Handys am Steuer passieren. Und wer nicht hören will, muss fühlen: In diesem Fall durch ein saftiges Bußgeld.

(Bildmaterial: ©Shutterstock)


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