Ariel Hipercar macht den Wahnsinn zur Methode

Will jetzt auch bei den Großen mitspielen: Ariel baut einen Supersportwagen mit Turbine
Hipercar oder Raumjäger?
Hot Wheels-Spielzeug in Lebensgröße: Das Ariel Hipercar
jonas
Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 11.09.2017

Für Autofans steht Ariel weder für eine verliebte Meerjungfrau noch für ein Waschmittel. Menschen mit Benzin im Blut wissen, dass die britische Firma Ariel Autos baut, die nicht viel können, außer fahren wie kein anderes Auto. Der Ariel Atom besteht aus Stahlrohren und schierem Wahnsinn, der Nomad verfügt außerdem noch über Offroad-Reifen. Minimalistische Fahrmaschinen also, die auf öffentlichen Straßen eigentlich nichts zu suchen haben. Wer den Wahnsinn zur Methode macht, der muss sich nicht wundern, wenn Ideen eine Gestalt annehmen, die mit abwegig eigentlich schon nicht mehr beschrieben werden kann. Das Ariel Hipercar ist ein Elektroauto, wie es nur Ariel herstellen könnte.

Nicht nur ein Elektroauto

Man weiß nicht genau, worüber man zuerst sprechen sollte. Die Zahlen beeindrucken selbst den härtesten Autofan, das Design spricht vor allem Comicfans an und die technischen Errungenschaften, die hier in einem Kleid aus Carbon auf die Welt losgelassen werden, lassen das Herz der Technikfans höherschlagen. Die Zahlen: Mit 2,4 Sekunden soll der Sprint auf 100 auf dem Niveau eines Tesla Model S liegen und dem kalifornischen Autobauer damit endlich den Beschleunigungsrekord abjagen. 1180 PS aus vier Elektromotoren beschleunigen das Hipercar auf bis zu 260 km/h. Das Beste: An den Rädern liegen unter Beschleunigung jederzeit 9900 Nm Drehmoment an. 250 km/h sind damit in knapp 8 Sekunden geschafft.

Das Heck des Hipercar. Die Löcher in den scheinbar tragenden Teilen sollen Gewicht einsparen.
Das Heck des Hipercar. Die Löcher in den scheinbar tragenden Teilen sollen Gewicht einsparen.

Technik, die die Formel 1 verbietet

Mehr Leistung und mehr Drehmoment sind nur gut, so lange das Fahrwerk diese Kraft überhaupt auf die Straße bringen kann. Anpressdruck entsteht normalerweise erst, wenn das Fahrzeug sich bewegt und die anströmende Luft schnell genug über die Spoiler und Diffusoren geleitet werden kann. Die Räder eines Ariel Hipercars würden wahrscheinlich noch bei 100 km/h durchdrehen, das Auto wäre unkontrollierbar. Die Lösung liegt nahe: Ariel will das Hipercar mit einer Turbine ausstatten, die Luft unter dem Fahrzeug ansaugt und so den nötigen Anpressdruck liefert. Brabham hatte in den Siebzigerjahren bereits eine ähnliche Idee, die das Formel-1-Fahrzeug des Teams prompt disqualifizierte. Die Turbine im Hipercar soll außerdem als Range Extender dienen, der die Akkus mit frischen Elektronen versorgen kann.

Viel Technik, sonst nichts. Das Hipercar wird wohl eher ein unbequemes Renntreckenmonster als ein komfortabler Grand-Tourer.
Viel Technik, sonst nichts. Das Hipercar wird wohl eher ein unbequemes Renntreckenmonster als ein komfortabler Grand-Tourer.

Viele Geheimnisse umgeben das Hipercar

Außer den Zahlen ist über das Ariel Hipercar noch nicht viel bekannt. Das Design soll noch finalisiert werden, aber die Bilder sehen jetzt schon nach einer Mischung aus Batmobil und Star Wars aus. Auch zum Preis macht Ariel noch keine Angaben, angesichts der Ausrichtung als Hypercar darf man aber davon ausgehen, dass die Heilige Dreifaltigkeit aus McLaren P1, Ferrari LaFerrari und Porsche 918 als Hauptkonkurrenten gehandelt werden. Ein ähnlicher Preis ist anzunehmen. Somit dürfte der Preis im unteren siebenstelligen Bereich liegen.

(Bildmaterial: Ariel Motors)

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