ISOFIX: Was das System so besonders macht

Wir haben die Kindersitzmontur für Sie unter die Lupe genommen
ISOFIX bietet viel Sicherheit
Da Kinder sich viel bewegen, muss der Kindersitz sicher befestigt sein. Alexei Zatevakhin /Shutterstock.com
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Einleitung von Berit Hoffmann, Redakteur bei PKW.de 14.06.2018

Wenn Sie Ihre Liebsten im Auto haben, wird Sicherheit großgeschrieben. Gerade für kleine Kinder gibt es viel zu beachten und es existiert eine große Auswahl an verschiedenen Sitzen und Vorrichtungen, die Schutz versprechen. Wir erklären Ihnen eine davon genauer und verraten Ihnen, was es mit Isofix auf sich hat.

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Was ist Isofix genau?

Isofix ist ein in Autos und Kindersitzen vorhandenes System, das die Montage des letzteren vereinfachen und die Sicherheit der Kinder gewährleisten soll. Besonders ist hierbei, dass Isofix international genormt ist und eine feste Verbindung des Sitzes mit der Karosserie ohne den Sicherheitsgurt bietet.

Der Name setzt sich aus dem Kürzel der International Organization for Standarization (ISO) und der Kurzform von Fixierung zusammen. Ob in Ihrem Auto eine Isofix-Verankerung vorhanden ist, können Sie nicht nur im Wagen selber überprüfen, sondern auch in der Bedienungsanleitung oder in Listen diverser Kindersitzhersteller und des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungsgesellschaft GDV nachschlagen.

Wie montiert man einen Isofix-Kindersitz?

Das Isofix-System besteht aus zwei Haltestangen aus Metall, die sich an der Basis des Kindersitzes befinden. Diese werden mit zwei Ösen im Auto verbunden. Die Metallösen befinden sich zwischen der Rückenlehne und dem Sitzpolster in dem entsprechenden Sitz. Die Haltestangen an der Basis müssen fest eingerastet sein, am besten nacheinander. Da manche Sitzmodelle nicht perfekt in die Halteösen am Auto passen, ohne das Polster zu beschädigen, gibt es Isofix-Einführhilfen, die häufig mit dem Kindersitz mitgeliefert werden oder einzeln erworben werden können. Indikatoren am Kindersitz zeigen je nach Modell entweder durch einen Ton, ein Licht oder durch eine Farbanzeige an, ob der Sitz richtig befestigt ist.

Additiv zu den Metallstangen befindet sich an Isofix-Sitzen auch immer ein sogenannter Drehungsbegrenzer, damit der Sitz nicht nach vorne kippen kann. Eine Möglichkeit ist ein Haltegurt, der vom Kindersitz aus entweder am Boden des Kofferraums, am Dachhimmel oder an der Rückseite der Autositzes befestigt wird und zwar etwas aufwendiger zu montieren, dafür aber platzsparender ist. Alternativ können Sie auch einen Isofix-Kindersitz mit einem Stützfuß auswählen. Die Stütze wird auf dem Boden zwischen dem Sitz und dem Vordersitz bzw. dem Armaturenbrett befestigt. Befindet sich dort ein Bodenstaufach, stehen genauere Informationen in der Bedienungsanleitung Ihres Autos. Isofix ist zwar ein genormtes System, aber durch die verschiedenen Montagemöglichkeiten passt trotzdem nicht jeder Kindersitz in jedes Auto und auch nicht auf alle Sitze. Wiegt außerdem die Kombination aus dem Kindersitz und dem sich darin befindlichen Kind mehr als 33 kg, müssen Sie den Sitz neben dem Isofix-System auch noch mit dem Sicherheitsgurt befestigen.

Um den Kindersitz wieder abzumontieren, müssen die Schnapphaken an den Metallarmen gelöst werden. Dies machen Sie, indem Sie einen Schalter am Sitz betätigen, der als Kindersicherung meist eine Kombination aus Schieben und Drücken erfordert. Nachdem Sie zusätzlich noch den Haltegurt oder den Stützfuß gelöst haben, können Sie den Kindersitz rausnehmen. Das Isofix-System ist das bisher sicherste und ist dazu schnell und leicht zu montieren. Da die Sitze nur in Pkw mit Isofix-Halterung befestigt werden können, empfehlen wir Ihnen, beim Kauf eines neuen Familienautos darauf zu achten.


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