ADAC Kindersitztest 2015.
Neues Testprozedere: Für 2015 hat der ADAC die Bedingungen für den Kindersitztest modernisiert.

ADAC Kindersitztest 2015

23 Testkandidaten, vier “mangelhaft”, kein “sehr gut”

Köln, 01.06.2015 – Für das Jahr 2015 hat der ADAC wieder einmal Kindersitze getestet. Das Testteam hat 23 Produkte verschiedener Kategorien auf Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffgehalt geprüft. Ein “sehr gut” wolte der ADAC dieses Mal wohl auch angesichts neuer Testkriterien nicht vergeben, dafür aber immerhin 14 mal ein “gut”. Vier Kindersitze schnitten “befriedigend” und vier mit “mangelhaft” ab. Bei Letzteren sollte man von einem Kauf absehen.

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von Mario Hommen, Redakteur*in bei PKW.de 01.06.2015

Nach den Testkriterien des ADAC besonders schlecht abgeschnitten hat der Hauck Varioguard (bis 18 Kilogramm, Gruppen 0+/I) aufgrund seiner Frontalcrash-Performance. Grund: Mit dem Testdummy in Sitzposition löste sich die Sitzschale im hinteren Bereich von der mit dem Dreipunktgurt befestigten Basis, wodurch der Sitz nach vorne klappte. Demnach geht von diesem Sitz ein hohes Verletzungsrisiko aus. Die anderen drei Noten “mangelhaft” wurden an Sitze in der Gewichtsklasse bis 13 Kilogramm (Casualplay Sono Fix, Simple Parenting Doona und Simple Parenting Doona & Isofix Base) hingegen aufgrund hoher Schadstoffbelastung vergeben.

Die Liste der empfehlenswerten Sitze ist deutlich länger. In der Kategorie bis 13 Kilogramm (0+) haben sich laut ADAC der Cybex Cloud Q und der Cybex Cloud Q & Base Q-fix gut geschlagen. Bei den i-Size-Sitzen (sechs Monate bis vier Jahre) schnitten Maxi Cosi Axissfix und Maxi Cosi 2way Pearl gut ab. Im Segement 9 bis 18 Kilogramm waren die Sitze Ingelsina Amerigo I-FIX und Britax Römer King II ATS vorne dabei. Zwischen 9 und 36 kg bekamen der Cybex Pallas M-fix, der Caualplay Multiprotector Fix II und der Cybex Pallas M jeweils ein “gut”. Schließlich konnten in der Kategorie 15 bis 36 Kilogramm der Britax Römer Kidfix SL SICT, der Cybex Solution M, der Cybex Solution M-fix, der Joie Trillo LX und der Heyner Maxi Protect Aero mit einem guten Testergebnis punkten.

Mit Auto und Kind zum Kauf

Im Detail: Die Testergebnisse in der Übersicht.
Im Detail: Die Testergebnisse in der Übersicht.

Nach Ansicht der ADAC-Tester ist allein das Abschneiden im Test allerdings noch keine ausreichende Grundlage für die Kaufentscheidung. Für Eltern empfiehlt es sich außerdem noch, das eigene Fahrzeug und das Kind mitzunehmen, um die zur Auswahl stehenden Modelle auszuprobieren. In der späteren Praxis sollten die Eltern außerdem noch auf den korrekten Einbau, die korrekte Handhabung, einen stabilen Stand sowie auf gradlinig verlaufende und straff anliegende Gurte achten.

Für den 2015er-Test hat der ADAC seine Testkriterien übrigens verändert. Neu sind die Testwagenbasis VW Golf VII und neue beziehungsweise modifizierte Crashtestdummies. So kam erstmalig ein 10-jähriger Dummy zum Einsatz, während beim Dreijährigen-Dummy ein neuer Sensor verbaut wurde, der die Druckbelastung im Bauchbereich messen kann. Außerdem wurde der Seitenaufpralltest modifiziert und praktisch geprüft, wie gut sich der Sitz einbauen lässt.

(Bildmaterial: ADAC)


Alle Artikel in: Autonews

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