Große Show, kleiner Preis

Spektakuläres Nautilus-Auto kommt unter den Hammer
Nautilus-Auto soll versteigert werden.
Immerhin fahrbereit: Das Nautilus-Auto aus dem Film “Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen”.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 22.06.2015

Köln, 22.06.2015 – Der Film “Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen” ist nur einer von vielen spektakulär inszenierten wie spektakulär gefloppten Kino-Streifen der jüngeren Filmgeschichte. Trotz dürftiger Story beeindruckte das Werk aus dem Jahr 2003 immerhin mit fantasievollen Kulissen wie etwa dem Nautilus-Auto. Eben jenes Super-Cabrio wurde in echt sogar in zweifacher Ausführung fahrbereit aufgebaut. Das schönere der beiden Exemplare wurde nach den Dreharbeiten an den Filmrequisiten-Händler Stephen Lane verkauft. Jetzt will Lane das im schwülstigen Futur-Barock gehaltene Sechsrad-Cabriolet über den englischen Auktionator Coys veräußern.

Am 11. Juli 2015 soll im Blenheim Palace bei Oxford der Hammer fallen. Wer jetzt angesichts dieses einzigartigen Mobils mit seiner monströs-eleganten Aura einen abgedrehten Millionenbetrag erwarten würde, muss enttäuscht werden: Lediglich um die 30.000 Euro erwartet das Auktionshaus.

Das mag verwundern, weil vieles an dem Wagen mehr als spektakulär wirkt. Allein die Außenabmessungen sprengen jedes gewöhnliche Pkw-Format: Das Nautilus-Auto ist über sechs Meter lang und fast drei Meter breit. Spektakulär sind vor allem die zwei großen Metall-Elenfantenköpfe, welche die Front des Dickschiffs wie Gallionsfiguren zieren. Außerdem rollt der Wagen auf sechs Rädern mit mächtigen 28 Zoll Durchmesser, was angesichts der geringen Bodenfreiheit natürlich besonders cool aussieht. Obwohl die Bodenfreiheit im Normalzustand nur Platz für einige Blätter Papier lässt, sollen größere Schwellen kein Problem sein, denn eine Hydraulik erlaubt auch ein Hochfahren der Karosserie.

Basiert auf Land Rover mit V8

Wie ein vom derzeitigen Besitzer gedrehtes Video auf YouTube zeigt, fährt der auf einem Feuerwehr-Land-Rover basierende und mit V8-Maschine bestückte Nautilus-Flachmann sogar. Das sieht nicht wirklich alltagstauglich aus, doch immerhin lässt sich das Schmuckstück auf eigener Achse bewegen. Theoretisch bis zu 130 km/h schnell, wie Coys behauptet. Mehr ist eigentlich auch nicht nötig, denn für den Straßenverkehr würde man auch mit Betteln, Flehen und viel Geld keine Zulassung für das Nautilus-Auto bekommen.

 

Insofern ist das Monster-Mobil vor allem für repräsentative Zwecke geeignet. Gut würde sich der offene Viersitzer im Showroom eines Autohändlers für exotische Fahrzeuge als Eyecatcher machen. Auf dem Dach eines Fischrestaurants, das dann am besten noch Nautilus heißt, wäre der Sixwheeler ebenfalls gut aufgehoben. Ein Filmmuseum, welches Requisiten von Kino-Flopps ausstellt, wäre außerdem ein weiterer heißer Anwärter.

“Fast & Furious 7”

(Bildmaterial: Coys)

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