Polaris Slingshot.
Nicht mehr Motorrad, aber auch kein vollwertiges Auto: Polaris Slingshot verspricht puristischen Fahrspaß auf hohem Niveau.

Wilde Mischung

Polaris Slingshot kommt nach Deutschland

Köln, 18.08.2015 – Was Bombardier mit dem Can-Am Spyder schon seit Jahren bietet, hat mittlerweile auch Konkurrent Polaris als Expansionsmöglichkeit für sich entdeckt: einen dreirädrigen Asphalt-Feger. Doch anders als beim Spyder ist der Slingshot keine Mischung aus Motorschlitten und Motorrad, sondern eigentlich ein Auto – allerdings mit drei Rädern und ohne Dach. Bereits seit 2014 begeistert der Slingshot puristische Kurvenfreunde in den USA. Noch 2015 soll das Modell auch in Deutschland zu haben sein.

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von Mario Hommen, Redakteur*in bei PKW.de 18.08.2015

Damit haben Fans von dreirädrigen Gefährten künftig eine noch größere Auswahl. Denn neben dem Can-Am Spyder gibt es ja noch den Morgan Threewheeler und seit Neuestem sogar einen Ellenator genannten Quasi-Dreirad-Umbau des Seat Ibiza. Deutlich stärker als bei allen Mitbewerbern steht beim Slingshot allerdings der dynamische Fahrspaß im Vordergrund.

Drei Räder, zwei Sitze: Polaris Slingshot.
Drei Räder, zwei Sitze: Polaris Slingshot.

Der zweisitzige Slingshot verfügt über einen Gitterrohrrahmen als Unterkonstruktion. Diese bietet Platz für eine offene Fahrgastzelle mit zwei engen Sitzen und eine wuchtige Pkw-Antriebseinheit. Ein an ein manuelles Fünfgang-Getriebe gekoppelter 2,4-Liter-Vierzylinder-Benziner von General Motors mit 175 PS und 225 Newtonmeter bringt über einen kohlefaserverstärkten Riemenantrieb seine Kraft allein an das zentrale Hinterrad. Das hintere 20-Zoll-Rad wird ähnlich wie bei einem Motorrad von einer Einarmschwinge mit einem Federbein geführt.

Seit 2014 in den USA auf dem Markt, soll der Polaris Slingshot noch 2015 auch in Deutschland antreten.
Seit 2014 in den USA auf dem Markt, soll der Polaris Slingshot noch 2015 auch in Deutschland antreten.

Vorne wirkt der Slingshot mehr wie ein Auto. Über ein klassisches Lenkrad gibt der Fahrer den beiden 18-Zoll-Rädern die Richtung vor. Und die sollte angesichts der nur gut 800 Kilogramm Fahrzeuggewicht recht spontan und lustvoll geändert werden können. Und auch der Vorwärtsdrang ist imposant: Der Sprint aus dem Stand auf 100 km/h soll gut sechs Sekunden dauern, die Höchstgeschwindigkeit bei über 200 km/h liegen.

Unter anderem im Pontiac Solstice kam der 2,4-Liter-Benziner zum Einsatz, der den Polaris Slingshot in gut sechs Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 treiben soll.
Unter anderem im Pontiac Solstice kam der 2,4-Liter-Benziner zum Einsatz, der den Polaris Slingshot in gut sechs Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 treiben soll.

Sicherheits-Fanatiker werden den Slingshot wohl etwas kritischer beäugen, denn so selbstverständliche Errungenschaften wie Airbags oder eine großzügige Knautschzone wie bei einem modernen Pkw gibt es nicht. Immerhin kann das Dreirad mit Regelsystemen wie ABS und ESP bei der aktiven Sicherheit dem allgemeinen Anforderungen gerecht werden. Und außerdem kompensiert man das Fehlen von Luftsäcken und einem Dach durch Überrollbügel und eine Helmpflicht für die Insassen.

Einen genauen Zeitpunkt für den Marktstart hat Polaris Deutschland noch nicht genannt. Auch bei der Preisansage werden sich Interessierte noch gedulden müssen. Vermutlich wird das Basismodell hierzulande einiges mehr als in den USA kosten. Dort muss man für den Slingshot im günstigsten Fall knapp unter 20.000 Euro zahlen.

(Bildmaterial: Polaris)


Alle Artikel in: Autonews

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