Führerschein auf Probe: Das erwartet junge Fahrer in der Probezeit

Warum Fahranfänger besonders streng beobachtet werden
Zwei Jahre dauert die Probezeit
Gerade in der Probezeit gilt: Lassen Sie sich nicht erwischen. Kzenon / Shutterstock.com
jonas
Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 04.05.2018

Führerscheinprüfung bestanden? Herzlichen Glückwunsch, jetzt kann es losgehen. Allerdings neigen junge und unerfahrene Fahrer, wenn man den Statistiken Glauben schenken will, eher dazu, in Unfälle verwickelt zu werden. Darum steht man für die ersten zwei Jahre hinter dem Steuer unter besonders strenger Beobachtung. Diese sogenannte Probezeit soll verhindern, dass allzu ambitionierte Fahrer zur Gefahr auf öffentlichen Straßen werden. Was Fahranfänger meist als Gängelung empfinden, hat also durchaus eine Berechtigung. Alle Infos zur Probezeit und wie man problemlos die zwei Jahre übersteht, weiß PKW.de.

Verstoß in der Probezeit? Damit müssen Sie rechnen

Junge Fahrer sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Die Probezeit nach der Führerscheinprüfung soll aber das Schlimmste verhindern. Wer innerhalb dieser zwei Jahre im Straßenverkehr auffällig wird, kann schneller seine Fahrerlaubnis verlieren oder sogar zum Besuch von Aufbauseminaren verdonnert werden. Genauer gesagt: Ein Verstoß der Kategorie A oder zwei Verstöße der Kategorie B verlängern die Probezeit auf vier Jahre. Ein Aufbauseminar wird dann meistens ebenfalls zur Pflicht. Achtung: Wer nicht dort auftaucht, verliert seine Fahrerlaubnis.

Je nach Schwere des Verstoßes müssen fahrlässige Fahrer sogar an einer verkehrspsychologischen Beratung teilnehmen. Übrigens: Kleinere Verwarngelder haben in der Probezeit keine weiteren Auswirkungen: Wer zum Beispiel falsch parkt, sollte sich zwar schämen, muss aber nicht mit Strafmaßnahmen rechnen, die über die üblichen Gebühren hinausgehen.

So werden Verkehrsverstöße unterteilt.
Verstöße der Kategorie A sind nicht nur Vergehen im Sinne der StVO, sondern auch Straftaten im Sinne des Strafgesetzbuches. Diese Verstöße können auch bei erfahrenen Fahrern zum sofortigen Entzug der Fahrerlaubnis führen. Hierzu zählen unter anderem:
•Fahrerflucht
•Unterlassene Hilfeleistung
•Fahrlässige Tötung / Körperverletzung
•Nötigung
•Fahren unter Alkoholeinfluss
•Gefährdung des Straßenverkehrs.

Verstöße der Kategorie B beziehen sich meist eher auf das Fahrzeug selbst und weniger auf den direkten Straßenverkehr. Hierzu gehören unter anderem:
•Überziehung der HU
•Abgefahrene Reifen
•Parken auf der Autobahn
•Mangelhafte Ladungssicherung
•Behinderung von Einsatzfahrzeugen.

Probezeit nach dem Führerschein: So kommen Sie durch

Ohne Probleme durch die Probezeit zu kommen, ist wirklich nicht schwer. Wer während der Fahrausbildung auch nur ein bisschen aufgepasst hat, weiß, dass man auf der Autobahn nicht parkt und dass eine rote Ampel zum Anhalten auffordert. Nicht nur in der Probezeit gilt: In der Ruhe liegt die Kraft. Wer sich vom Straßenverkehr überfordert fühlt, sollte vielleicht auch nach der Führerscheinprüfung ein paar Runden auf dem Verkehrsübungsplatz drehen. Vor allem gilt aber: Lassen Sie sich nicht hetzen. Wenn der viel zu große Benz hinter Ihnen der Meinung ist, dass Sie eine halbe Sekunde zu lang vor der grünen Ampel gestanden haben, ist das nicht Ihr Problem. Mit Vorsicht und gesundem Menschenverstand ist die Probezeit nach der Führerscheinprüfung überhaupt kein Problem. Gute Fahrt!

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