PSC Motors SP-200 Sin Concept.
Noch eine Retusche. Bleibt abzuwarten, ob der SP-200 Sin Wirklichkeit wird.

Unglaublich stark

PSC Motors SP-200 Sin Concept mit 2.400 PS

Köln, 03.06.2015 – Reden wir nicht lange um den heißen Brei: Ein Neun-Liter-V8-Biturbobenziner (1.650 PS) und ein E-Motor (750 PS) sollen diesen SP-200 Sin genannten Flachmann mit insgesamt 2.400 PS versorgen. Der Sprint soll um drei Sekunden dauern, die Höchstgeschwindigkeit bei über 450 km/h liegen. Wow!

mario
von Mario Hommen, Redakteur*in bei PKW.de 03.06.2015

Bei PSC Motors denkt man offensichtlich in ganz großen Dimensionen. Da scheint es nur passend, dass diese Firma in Las Vegas beheimatet sein soll, der Sin City. Und wohl genau an diesem Ort kommt man wohl am ehesten auf die Idee, zu sagen: “Wer braucht schon 1.000 PS? Also haben wir ihm mehr spendiert!”

Das klingt selbstbewusst und etwas dick aufgetragen, aber ganz abwegig erscheint das Projekt nicht zu sein. Derzeit gibt es ein paar Renderings der Firma VanaticalDesign, die einen durchaus realistisch wirkenden Extremsportler zeigen, der ein überzeugendes Aerodynamik-Design andeutet. Mit einer solchen Hülle könnte man sich Geschwindigkeiten jenseits der 400 km/h durchaus vorstellen.

Cooles Hinterteil: PSC Motors SP-200 Sin.
Cooles Hinterteil: PSC Motors SP-200 Sin.

Auch in Hinblick auf die technischen Angaben wirkt das Projekt trotz der absurden Leistung nicht ganz abwegig. Im Heck soll ein V8-Biturbo werkeln, der allein schon 1.650 PS mobilisieren kann. Zusätzlich gibt es einen Elektromotor, der für weitere 750 PS gut sein soll. Zumindest in der einfachen Addition ergäbe das 2.400 PS, wobei das Zusammenspiel der beiden Antriebe nicht näher spezifiziert wird. Es wird lediglich erwähnt, dass über ein achtstufiges Doppelkupplungsgetriebe die Kraft beider Motoren allein an die Hinterräder gelangen soll. Allerdings ist es kaum vorstellbar, dass beide Motoren zeitgleich in vollem Umfang ihre Kraft in den Vortrieb werfen können. Bei Hybriden spricht man deshalb auch von einer Systemleistung, die vermutlich auch in diesem Fall unterhalb der theoretisch verfügbaren PS-Zahl liegen müsste.

Trotz großer Batterie und zweier Motoren nur 1,7 Tonnen

Wie es sich für einen Extremsportler gehört, sollen Karosserie und Chassis vor allem aus den Leichtbaumaterialien Aluminium und Carbon bestehen, was trotz einer für bis zu 100 Kilometer rein elektrischer Reichweite dimensionierten Batterie ein Gesamtgewicht von schlappen 1,7 Tonnen ermöglichen soll. Die Batterie soll an der Steckdose oder vom auch als Generator fungierenden Benzinmotor geladen werden können.

Nach Angaben der Verantwortlichen ist dieses Projekt ernst gemeint. Schon in sehr naher Zukunft soll ein realer Prototyp vorgestellt werden. Geplant ist danach eine Produktion von fünf Exemplaren. Bestellung werden bereits entgegengenommen. Mit Anzahlungen sollte man allerdings vorsichtig sein: In der Vergangenheit wurden schon einige realistisch anmutende Photoshop-Boliden vorgestellt, von denen man nie wieder etwas gehört hat und die vermutlich nur der Eitelkeit begabter Pixelkünstler geschuldet waren. Ob PSC Motors mehr Substanz hat, bleibt abzuwarten.

(Bildmaterial: VanaticalDesign)


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