Noch keine Sommerreifen? Dann aber hurtig!

GTÜ mahnt jetzt zum sofortigen Reifenwechsel und gibt hierzu ein paar Tipps
Reifen wechseln jetzt.
Wer noch immer auf Winterreifen fährt, sollte schnellstens auf Sommerreifen wechseln.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 15.04.2015

Köln, 15.04.2015 – Der Frühling beschert uns bereits wieder sommerliche Witterungsverhältnisse. Wer jetzt noch auf Winterreifen fährt, sollte laut GTÜ möglichst umgehend umsatteln. Außerdem gibt die Gesellschaft für Technische Überwachung ein paar Tipps, was man bei Kauf und Montage der sommerlichen Pneus beachten sollte.

Wer neue Sommerreifen kaufen muss, sollte sich nach Meinung der GTÜ-Experten nicht von den Billigreifen asiatischer Herkunft verführen lassen. Auch wenn sie auf den ersten Blick wie andere Qualitätsreifen aussehen, sind sie technisch oft deutlich unterlegen. Vor allem in Hinblick auf den Bremsweg wird das Verhalten einiger Billig-Pneus als problematisch eingestuft. Allerdings: Asiatische Marken bieten nicht zwingend die schlechteren Produkte. Koreanische Hersteller wie Hankook oder Kumho haben sogar exzellente Performance-Reifen im Angebot.

Darüber hinaus warnt die GTÜ vor überlagerten Neureifen. Wichtig dabei: Achten Sie auf die DOT-Nummer, die jeder Reifen an der Fahrzeugflanke trägt. Steht dort zum Beispiel die Zahl 3013, wurde der Reifen in der 30. Kalenderwoche 2013 produziert. Wenn das Produktionsdatum länger als drei Jahre zurückliegt, ist Vorsicht geboten, denn mit der Zeit verändert sich die Chemie der Reifenmischung, was sich negativ auf die Fahreigenschaften auswirken kann. Auch wenn der Reifen eigentlich noch unbenutzt ist.

Gebrauchte Sommerreifen prüfen

Wer vorhandene Sommerreifen aus der letzten Saison wieder an sein Fahrzeug montieren will, sollte bei diesen auf den Zustand achten. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Profiltiefe von 1,6 mm, doch Experten empfehlen mindestens 3 mm, um optimale Sicherheit zu gewährleisten. Außerdem lohnt sich eine genaue Inspektion der Flanken. Hier können zum Beispiel durch Bordsteinrempler bedenkliche Schäden in Form von kleinen Schnitzern entstanden sein.

Gerne werden die Reifen zwischen Vorder- und Hinterachse getauscht. Wichtig hierbei: Die besseren Reifen sollten stets an der Hinterachse montiert werden. Außerdem: Niemals die Reifen zwischen rechter und linker Fahrzeugseite austauschen, denn laufrichtungsgebundene Reifen könnten so an der falschen Seite montiert sein.

Auswuchten und auf Luftdruck sowie Drehmoment achten

Ein weiterer Tipp der GTÜ ist das Auswuchten der Reifen. Werden Reifen neu aufgezogen, gehört das Auswuchten obligatorisch dazu, doch es lohnt sich auch, gebrauchte Reifen diesem Prozedere nochmals zu unterziehen. Gibt es eine Unwucht, die sich zum Beispiel durch ein flatterndes Lenkrad bemerkbar machen, nutzen die Reifen ungleichmäßig ab.

Sind die Reifen montiert, sollten schließlich die Radschrauben mit dem korrekten Drehmoment angezogen werden. Außerdem wichtig: den Reifenfülldruck überprüfen. Ist zu wenig Luft auf den Reifen, können diese unter anderem höhere Verbrauchswerte provozieren.

(Bildmaterial: GTÜ)


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