Aufgepeppt mit Lexus-Technik

Toyota zeigt Facelift für den RAV4 und stellt eine Hybridversion vor
Geliftet: Toyota RAV4.
2016 kommt der Toyota RAV mit Facelift und als Hybrid auch nach Deutschland.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 08.04.2015

Köln, 08.04.2015 – Seit gut zwei Jahren ist die vierte Generation des Toyota RAV4 am Markt. Bereits jetzt haben die Japaner einen konkrekten Ausblick auf das turnusgemäße Facelift sowie auf eine Version mit Hybridantrieb gewährt. Anfang 2016 dürfte der jetzt in den USA vorgestellte modellgepflegte RAV4 dann auch in Deutschland in den Handel kommen.

Optische Überraschungen hat das kompakte SUV-Modell dabei keine zu bieten. Wie es sich für ein Facelift gehört, wirkt der Wagen eine Spur moderner und aufgeräumter, was er vor allem einer neuen Frontschürze mit variierter Kühlergrilloptik sowie den mit LED-Technik aufgewerteten Front- und Heckleuchten zu verdanken hat. Vorne kommen dabei sogar Voll-LED-Scheinwerfer zum Einsatz, die bei der Hybridversion sehr wahrscheinlich Teil der umfangreicheren Serienausstattung sein dürften.

Auch den Innenraum haben die Japaner ein wenig aufgefrischt. Demnach soll die Qualitätsanmutung durch neue Instrumente mit Farb-TFT-Anzeige sowie durch neue Soft-Touch-Materialien aufgewertet worden sein. Darüber hinaus wird Toyota einige funktionale Extras neu ins Ausstattungsprogramm aufnehmen. Dazu gehört eine 360-Grad-Monitor-Ansicht, die mit Hilfe mehrerer Kameras eine Rundum-Perspektive auf dem Display zeigt, was selbst versteckte Hindernisse beim Rangieren auf einen Blick sichtbar macht.

Künftig mit Auffahrunfall-Verhinderer

Auch das Heck des Toyota RAV4 wurde verschönert.
Auch das Heck des Toyota RAV4 wurde verschönert.
Hinzu kommt ein erweitertes Paket an Assistenzsystemen, welches unter dem Namen Toyota Safety Sense zusammengefasst wird. Zusätzlich zu Funktionen wie dem Spurwechselwarner, dem Fernlicht-Assistenten und dem Verkehrzeichen-Assistenten wird dieses künftig über einen Abstandstempomaten verfügen. Dank der damit am Bord befindlichen Sensorik kann der RAV4 künftig auch Auffahrunfälle verhindern oder zumindest deren Folgen mildern. Das sogenannten Pre-Collision-System ist ab 10 km/h bis zur Höchstgeschwindigkeit aktiv. Droht ein Auffahrunfall, leitet Pre Collision eine Notbremsung ein, wobei rund 40 km/h abgebaut werden. Damit, so Toyota, können einige Unfälle ganz vermieden oder zumindest die Aufprallgeschwindigkeit deutlich reduziert werden. Das System erkennt auch Fußgänger und reagiert auf diese zwischen 10 und 80 km/h, wobei das Tempo um 30 km/h per Notbremsung reduziert wird.

Über den Hybridantrieb verrät Toyota lediglich, dass hier ein 2,5-Liter-Benziner zum Einsatz kommen wird. Es wird also erstmalig in einem Hybridmodell von Toyota nicht die vom Prius bekannte Antriebseinheit eingesetzt, sondern ein bisher nur bei Lexus verwendetes System. Hier dürfte eine vom NX 300h entlehnte Variante sehr wahrscheinlich sein. Im NX bietet diese Einheit eine Systemleistung von 197 PS. Die Fahrwerte (180 km/h und 9,2 Sekunden) sind zwar nicht berauschend, dafür liegt aber der Verbrauch mit glatt fünf Litern auf einem für Benziner-SUVs herausragend niedrigen Niveau. Welche Leistungseckdaten der RAV4 Hybrid letztlich haben wird, bleibt abzuwarten. Auch über den Preis lässt sich nur spekulieren. Unser Tipp: 35.000 Euro.

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(Bildmaterial: Toyota)


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