Killer

Ultima GTR heißt künftig Evolution. Der Name ist Programm
Ultima Evolution Modelljahr 2016.
Ulitma hat den GTR mächtig renoviert und in Evolution umgetauft.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 10.04.2015

Köln, 10.04.2015 – Freunden der stets umtriebigen Szene unabhängiger britischer Sportwagen-Manufakturen dürfte der Name Ultima schon lange ein Begriff sein. Seit mehr als einem Jahrzehnt sorgen die Engländer mit ihren Modellen GTR und Can-Am für Aufmerksamkeit, vor allem mit Leistungs- und Sprintrekorden, bei denen die Referenzgröße Bugatti Veyron das Nachsehen hat. Jetzt wurde der Renner überarbeitet und umbenannt.

Über 1.000 PS sind auch beim neuen Evolution ein Superlativ, mit dem Ultima sich vieler Schlagzeilen in der Autoszene sicher sein kann. Es handelt sich dabei um eine kompressorgeladene Tuningstufe des Corvette-Motors der LS-Reihe, die von US-Spezialisten mit viel Aufwand zu solchen monströsen Muskelspielen befähigt wird. Diese exakt 1.032 PS starke Variante ist es auch, welche die Leichtbauflunder (950 kg) in atemberaubenden 2,3 Sekunden auf Tempo 100 schieben und gut 380 km/h schnell machen kann. Nicht nur sprintstärker, sondern vor allem günstiger ist der ultimative Ultima im Vergleich zum Veyron: Mit etwa 130.000 Euro kostet die High-End-Version nur einen Bruchteil der Summe, die VW für seinen 16-Zylinder-Boliden abruft.

In vielen Details verbessert

Wie in einem Rennwagen: Das Lenkrad des Ultima Evolution mit Digitalanzeigen.
Wie in einem Rennwagen: Das Lenkrad des Ultima Evolution mit Digitalanzeigen.
Doch zur eigentlichen Nachricht: Ultima hat sein sensationell schnelles Geschoss in einigen Details aufgewertet und verfeinert. Käufer der ab September 2015 verfügbaren Evolutionsstufe werden unter anderem von Optimierungen am Chassis profitieren, die für mehr Steifigkeit, besseres Handling und mehr Komfort auf normalen Straßen sorgen sollen. Zudem soll die Qualität in nahezu alle Details verbessert worden sein. Ein neues Edelstahlauspuffsystem, neue LED-Scheinwerfer und eine beheizbare Windschutzscheibe sind künftig bestellbar. Besonders filigrane Leichtbau-Aluräder sowie ein bluetoothfähiges Multimedia-Navigationssystem gehören zu den weiteren Innovationen. Außerdem gibt es ein neues Lenkradsystem von Momo, welches dank diverser Knöpfe auf Lenkstockhebel verzichten kann. Zusätzlich bietet das Lenkrad Digitalanzeigen wie bei der Formel 1. Ein Ledertrimm mit Sichtnähten für den Innenraum, Alcantara-Sportsitze, eine Rückfahrkamera und Parkpiepser sind weitere Feinheiten, mit denen der Evolution mehr Alltagstauglichkeit und Wohlfühlambiente bieten soll.

Wie bisher wird es den Evolution als ultraflachen Flügeltürer und in einer Convertible genannten Speedster-Version geben. Letztere verzichtet auf eine geschlossene Fahrgastzelle und auch auf eine richtige Windschutzscheibe.

15 Leistungsstufen bestellbar

Wie es sich für einen Supersportler gehört: Die Türen des Ultima Evolution öffnen nach oben.
Wie es sich für einen Supersportler gehört: Die Türen des Ultima Evolution öffnen nach oben.
Bestellbar ist der Ultima Evolution ab sofort. Insgesamt bieten die Engländer für ihren Evolution 15 verschiedene Leistungsstufen an. Die Basisvariante verfügt über rund 350 PS und soll umgerechnet für knapp unterhalb von 100.000 Euro zu haben sein. Für die Über-1.000-PS-Version sind es dann etwas mehr als 130.000 Euro. Allerdings dürfte es schwierig werden, die Top-Version in Deutschland überhaupt zugelassen zu bekommen, denn das Abgasverhalten des Achtzylinder verbietet eigentlich eine Straßenzulassung. Ein Importeur empfiehlt deshalb für Ultima-Modelle den Einbau eines V8-Motors aus dem Audi S4. Wer möchte, kann den Evolution für rund 50.000 Euro übrigens auch als Bausatz bestellen und dann in der heimischen Garage selber montieren – mit einem Motor seiner Wahl.

(Bildmaterial: Ultima Sports Ltd.)


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