Wer hat Angst vor dem bösen Wolf?

W Motors präsentiert zur Dubai International Motor Show den Fenyr SuperSport
Wolf im Supersportwagenpelz: Der Fenyr SuperSport.
carlos
Einleitung von Carlos Gabriel Klein Schindler, Redaktionsleister bei PKW.de 12.11.2015

Köln, 12.11.2015 – In den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit dürfte die emiratische Sportwagenschmiede W Motors vor allem durch den kultigen Auftritt des [Lykan HyperSport in Fast & Furious 7](https://www.pkw.de/ratgeber/autonews/fast-and-furious-7-kinostart) gerückt sein. Schließlich hüpften Vin Diesel und Paul Walker in diesem Drei-Millionen-Boliden von Wolkenkratzer zu Wolkenkratzer. Mit dem Fenyr SuperSport hat der erste Supersportwagenhersteller des Nahen Ostens nun ein nicht weniger spektakuläres, aber voraussichtlich deutlich erschwinglicheres Modell auf der Dubai International Motor Show vorgestellt.

 

Wie auch der Lykan HyperSport, dessen Name sich von lykos (griechisch “Wolf”) bzw. Lykanthropie (Verwandlung in einen Werwolf) herleitet, spielte bei der Namensgebung des Fenyr SuperSport der Wolf eine bedeutende Rolle: Fenrir hieß in der nordischen Mythologie ein gefährlicher, riesiger Wolf. Mit ein wenig Fantasie mag man in dem Raubtierblick und der gedrungenen Gestalt des Fenyr tatsächlich einen athletisch gebauten Wolf im Supersportwagenpelz erkennen.

Wie ein Wolf auf Jagd: Der Fenyr SuperSport.
Wie ein Wolf auf Jagd: Der Fenyr SuperSport.
Böser Raubtierblick und 900 PS unter der Haube.
Böser Raubtierblick und 900 PS unter der Haube.

Und athletisch ist der Fenyr SuperSport definitiv: Wo der Lykan HyperSport den Fokus auf Luxus setzt, möchte der Fenyr als radikales Performancemodell auftreten, bei dem die Sportlichkeit im Vordergrund steht. Die von W Motors angesagten Leistungswerte hören sich bereits vielversprechend an: Mit 900 PS und 1200 Nm sprintet der Wolf in 2,7 Sekunden auf 100 km/h und kann seine Beute mit bis zu 400 km/h verfolgen. Da kann auch der Lykan HyperSport mit seinen 751 PS und 960 Nm nicht mithalten.

In 2,7 Sekunden erreicht der Fenyr SuperSport 100 km/h.
In 2,7 Sekunden erreicht der Fenyr SuperSport 100 km/h.

Für ein extra-leichtfüßiges Jagdverhalten sorgen dabei das rohrförmige Aluminium-Chassis und die Karosserie aus Carbon. Seine Raubtierkraft schöpft der Fenyr SuperSport aus einem maßgeschneiderten Sechszylinder-Boxer. Der 4,0-l-Twin-Turbo-Heckmittelmotor wurde vom deutschen Porsche-Veredler Ruf Automobile produziert und ist an ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt. An der internationalen Entwicklung war auch der italienische Ableger von Magna Steyr in Rivoli bei Turin beteiligt.

Einzelgänger statt Rudeltier: Der Fenyr SuperSport.
Einzelgänger statt Rudeltier: Der Fenyr SuperSport.

Wenngleich der Fenyr SuperSport auf die allzu luxuriösen Details seines älteren Wolfsbruders Lykan – wie die Diamanten in den Scheinwerfern und das holographische 3D-Display – verzichtet, wird er dennoch nie ein echtes Rudeltier werden. Lediglich 25 Exemplare sollen jährlich gefertigt werden, was allerdings immer noch mehr ist als beim nur sieben Mal produzierten Lykan. Preislich dürfte der Fenyr entsprechend deutlich weniger exklusiv sein als sein 3,2 Millionen Euro teurer Bruder. Mindestens 1,7 Millionen Euro sind laut Medienberichten aber dennoch auf den Tisch zu legen.

Im Verhältnis zum Lykan HyperSport sind die rund 1,7 Millionen Euro des Fenyr SuperSport geradezu ein Schnäppchen.
Im Verhältnis zum Lykan HyperSport sind die rund 1,7 Millionen Euro des Fenyr SuperSport geradezu ein Schnäppchen.

Wem auch dies noch zu teuer ist, der sollte seine Wolfsmensch-Karriere nicht an den Nagel hängen, sondern auf das jüngst von W-Motors-Chef Ralph Debbas angekündigte SUV der Emiratis hinsparen: Ein erster Prototyp soll bereits im kommenden Jahr auf der Beijing Auto Show vorgestellt werden, das Serienmodell wird maximal 280.000 Euro kosten, wie Debbas bei der Präsentation des Fenyr in Dubai verriet. Wer ausreichend Kleingeld für den Fenyr SuperSport zusammengespart hat, muss sich gleichwohl noch ein wenig gedulden: Die Auslieferung soll erst in ca. 2 Jahren beginnen.

Wer ohne ihn nicht mehr leben mag, muss sich gedulden: Die Auslieferung beginnt wohl erst in 2 Jahren.
Wer ohne ihn nicht mehr leben mag, muss sich gedulden: Die Auslieferung beginnt wohl erst in 2 Jahren.

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(Bildmaterial: W Motors, Video: Bloomberg Business)


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