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22.11.2017

Alle Artikel in: Autonews

Wird das Auto in Zukunft aus den Städten verschwinden?

Eine Zukunft ohne Auto – man will es sich nicht ausmalen
Fahren wir auch in die Zukunft.
Auf in die Zukunft. Natürlich mit dem Auto.
rabea
Einleitung von Rabea Gräfe, Redakteur bei PKW.de 22.11.2017

Wir sind keine Wahrsager, doch die Vermutung, dass der eigene Wagen in Zukunft eine immer kleinere Rolle einnimmt, kommt nicht von ungefähr. Die Preise steigen, die Umweltbelastung ist hoch und Parkplätze nehmen zu viel Platz in den Städten weg. Car Sharing scheint die Alternative der Zukunft zu sein. Doch stimmt das? Müssen wir uns vor einer tristen Zukunft ohne eigenes Auto fürchten?

Die Zukunft des Autos heißt Car Sharing – oder auch nicht?

Denkt man rein logisch darüber nach, ist es ganz klar: In Zukunft werden wir uns vor allem in Städten nicht mehr mit dem eigenen Wagen, sondern mit umweltschonenderen Alternativen fortbewegen. Mir persönlich gefällt das nicht, denn wie viele andere wahrscheinlich auch, liebe ich mein Auto. Es ist wie ein kleines Stück mobile Heimat, das mich sicher von A nach B bringt.

Doch es muss gesagt werden: Auto fängt mit ’Au’ an, und das sogar, wenn man noch keins besitzt. Schon für den Führerschein, das goldene Ticket in die Freiheit, bezahlt man heutzutage ein Vermögen. Das können sich viele junge Menschen einfach nicht leisten und das wird in Zukunft wahrscheinlich nicht besser. Mal davon abgesehen, welche Kosten auf einen zukommen, wenn man den heiß begehrten Lappen dann endlich in der Tasche hat. Wenn man über das Thema Pkw spricht, muss man auch die Parkplatzsituation in deutschen Städten betrachten. Ich bete jedes Mal, wenn ich mich in mein Auto setze, dass ich bei meiner Ankunft einen Parkplatz finde. Da ist Car Sharing eine günstigere und vor allem umweltschonendere Alternative. Viele der Kosten, die sonst für ein Auto anfallen, kann man sich hier einfach sparen. Außerdem würde das vermehrte Nutzen von Car Sharing Angeboten dazu führen, dass in Zukunft insgesamt weniger Autos unterwegs sind und so mehr Parkplätze zur Verfügung stehen. An sich erst einmal ganz nett, doch: Der Wagen gehört mir nicht. Er steht nicht vor meiner Haustür und wartet dort wie ein treuer Weggefährte auf mich. Nein, ich muss zu ihm gehen.

Der Mensch denkt nicht rational – wo führt die Zukunft des Autos hin?

Ich glaube, es ist klar geworden, dass ich eine enge, emotionale Bindung zu meinem Auto pflege und das Gefühl habe, der Apokalypse direkt ins Auge zu blicken, wenn ich an eine Zukunft ohne den eigenen Wagen denke. So wird es vielen gehen, denn die Entscheidung, ein Auto zu kaufen, ist nicht unbedingt eine rationale, sondern vielmehr eine emotionale.

Autos sind teuer, verschmutzen die Umwelt und sorgen dafür, dass wir uns weniger bewegen. Aber warum nutzen wir sie dann? Ganz klar, es ist bequem. Na ja, diese Antwort wäre etwas einseitig, denn natürlich ist ein Auto auch seit jeher ein Prestigeobjekt. Es kann ausdrücken: ’Ich bin besser als du’ oder aber ’Ich bin Fahranfänger – bitte tu mir nichts’. Ganz egal, was wir aussagen, das Auto ist eben auch ein Sprachrohr. Außerdem ermöglicht es uns, unabhängig zu sein. Wir gehen, wohin wir wollen und wann wir es wollen, ohne dabei ständig am Bahnhof auf verspätete Züge zu warten. Und dann gibt es da noch die anscheinend komplett sinnlosen Entscheidungen: Warum kauft man sich ein SUV, wenn man mitten in einer Großstadt wohnt und den Wagen niemals nutzen wird, um Schlamm und Bergen zu strotzen? Ganz einfach: Weil es glücklich macht! Wie bei vielen Dingen im Leben ist das Glück nicht unbedingt auf rationalem Wege zu finden. Tja, was soll man also sagen, beim Auto scheinen die treibenden Elemente nicht das Umweltbewusstsein und die Preissensibilität zu sein, sondern Faktoren wie Autonomie-Bestreben, Selbstdarstellung und vor allem die Abkapselung von der Außenwelt. Denn: Im eigenen Auto nervt mich kein Sitznachbar mit lauter Musik und Essgeräuschen. Also, wie sieht die Zukunft des Autos aus? Wenn man die Irrationalität des Menschen einbezieht, wohl gar nicht mal so übel.

(Bildmaterial: Shutterstock)


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