Alufelgen oder Stahlfelgen: Was macht sich besser am Gebrauchtwagen?

Praktisch oder stylish: Geht auch beides?
Großes Sortiment: Verschiedene Felgen.
Wer die Wahl hat, hat die Qual. Besonders beim Felgenkauf. My Life Graphic / Shutterstock
jonas
Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 12.04.2018

Der Look eines Autos steht und fällt mit den Felgen. Das schönste Auto wird zum lächerlichen Metallhaufen, wenn der Besitzer die falschen Felgen montiert. Aber nicht immer hat man die Wahl, denn simple Stahlfelgen werden bei vielen Autoherstellern heute gar nicht mehr montiert. Dabei haben die robusten „Steelies“ einige große Vorteile und können, je nach Auto, an das sie montiert sind, extrem cool aussehen.

Alufelgen: Cool, aber teuer

Die Entscheidung beim Autokauf ist fast nie eine rationale. Klar, der gebrauchte Prius tut alles, was man je von einem Auto verlangen könnte, und kostet im Alltag kaum noch Geld, aber der BMW M3 sieht einfach so verdammt cool aus. Ganz ähnlich fallen Entscheidungen auch, wenn Autobesitzer sich und ihrem Auto neue Felgen spendieren wollen. Hierzulande gehen größtenteils Alufelgen über den Ladentisch. Das hängt mit der Mode zusammen, und mit der Ansicht, dass neue Felgen keine nötige Investition, sondern eher ein Luxusgegenstand sind. Klar, Alufelgen sehen extrem cool aus, aber davon abgesehen haben sie fast nur Nachteile. Im Winter greift Streusalz das Aluminium an. Auf Stahl trifft das zwar auch zu, aber das Leichtmetall, aus dem die edlen Felgen bestehen, bildet mit Wasser, Salz und Sauerstoff dunkelgraues Aluminiumoxid. Das fällt sofort auf. Darum sind Alufelgen meist lackiert. Dieser Lack sollte aber regelmäßig auf Schäden geprüft und nötigenfalls ausgebessert werden. Besonders wichtig: Geschmiedete Felgen sind stabiler und meistens auch leichter als solche, die im Gussverfahren hergestellt werden.

Stahlfelgen: Rustikal und günstig

Stahlfelgen hingegen sind robuster und nehmen auch heftigen Gebrauch unbeeindruckt hin. Zwar bildet sich auch hier unter Einwirkung von Luft, Wasser und Salz eine Oxidschicht (= Rost), bis diese sich aber auf die Stabilität des Rades auswirkt, kann ein ganzes Autoleben vorbeigehen. Außerdem ist Stahl nicht nur günstiger, sondern meist auch robuster als Aluminium. Eine Stahlfelge kostet meist einen Bruchteil des Pendants aus Leichtmetall. Das Problem: Die Vielfalt, die der Kunde bei der Suche nach Alufelgen vorfindet, gibt es bei Stahlfelgen nicht. Eine Stahlscheibe mit ausgestanzten Löchern ist die Form, die fast überall zu finden ist. Radkappen helfen da zwar, aber am richtigen Auto sehen tatsächlich nur Stahlfelgen wirklich richtig gut aus.


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