Anhänger warten – für Ihre Sicherheit

Wartung ist auch für Anhänger unerlässlich. Das sind die wichtigsten Arbeiten.
Solche eine Kupplung ist für die meisten Autos verfügbar
Anhänger brauchen Wartung, genau wie die Zugfahrzeuge. otomobil / Shutterstock.com
jonas
Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 10.01.2017

Wenn die Zuladung beim Umzug oder vor der Fahrt in den nächsten Familienurlaub mal wieder die Kapazität des Kofferraums übersteigt, lohnt sich die neue Anhängerkupplung erstmals so richtig. Was aber, wenn der geliehene Anhänger so gar keinen zuverlässigen Eindruck macht? Fakt ist: Ein defekter Anhänger kann besonders auf der Autobahn zu einer ernsten Gefahr werden. Fakt ist aber auch: Die nützlichen Lastenträger sind extrem einfach zu warten und halten bei entsprechender Pflege ein Leben lang.

Anhänger sollten niemals überladen werden

Es sollte selbstverständlich sein, dass die maximale Zuladung des Anhängers auf keinen Fall überschritten werden darf. Eine Überladung führt nicht nur zu einer dramatischen Verschlechterung des Fahrverhaltens: Sobald sich das Reisegepäck durch die Windschutzscheibe des folgenden Fahrzeuges bohrt, hat der Besitzer des Anhängers viel größere Probleme als einen versauten Urlaub. Auch bei sachgemäßer Beladung kommt es auf Deutschlands Straßen immer wieder zu Unfällen mit Anhängern. Die Gründe: falsche Ladungssicherung, mangelnde Erfahrung und schlechte Wartung des Anhängers und der Kupplung.

Rostschutz für Anhänger

Wie jede Metallkonstruktion sind auch Autoanhänger von Anfang an einem universalen Feind ausgeliefert: Oxidation. Bei Eisen und Stahl bedeutet das, dass sich Rost bildet, der, wenn er nicht rechtzeitig bekämpft wird, die Stabilität der Konstruktion beeinträchtigen kann. Die frühe Behandlung mit einem Rostschutzmittel kann sich also lohnen, auch wenn die meisten Stahlkonstruktionen ab Werk mit einer schützenden Zinkschicht umgeben werden.

Kleine Wartungsarbeiten dauern nur wenige Minuten

Die einfachsten Wartungsarbeiten am Anhänger lassen sich in wenigen Minuten und ganz ohne mechanische Erfahrung durchführen: Sitzen alle Radmuttern fest? Wenn nicht, einfach mit einem Schraubenschlüssel nachziehen. Ist die Kupplung sauber oder durch Straßendreck verstopft? Mit einer Spülbürste lässt sich die Kupplungspfanne (das ist der Teil der Kupplung, der über die Kupplungskugel gestülpt wird) ganz einfach reinigen. Hölzerne Bordwände werden schnell morsch und müssen ersetzt werden und natürlich sollte auch die Elektronik regelmäßig geprüft werden. Alle Leuchten, die am Zugfahrzeug vorhanden sind, müssen auch am Anhänger funktionieren.

Anhänger mit Auflaufbremse brauchen mehr Wartung

Etwas komplizierter, aber dafür um so wichtiger, ist die Wartung der Auflaufbremse, wenn sie denn vorhanden ist. Die Auflaufbremse sorgt dafür, dass der Hänger das Zugfahrzeug beim Bremsen nicht schiebt und verkürzt so den Bremsweg. Die Wartung und Inspektion sollte nach Möglichkeit von einer professionellen Werkstatt durchgeführt werden, aber zumindest die korrekte Funktionsweise lässt sich auf einem Privatgrundstück leicht überprüfen: Wenn sich der Bremsweg schon bei geringer Geschwindigkeit stark erhöht, oder das Gespann beim Bremsen instabil wird, muss die Bremse gewartet werden.

Anhängerwartung ist nicht schwer

Ansonsten gelten für Anhänger dieselben Pflegetipps wie für Autos. Nach Fahrten in salzigen Umgebungen, zum Beispiel auf Streusalz, sollten Sie den Anhänger kurz abspritzen, um Rostbildung zu vermeiden. Ein wenig Fett an den Gleitstellen der Auflaufbremse hält den Mechanismus geschmeidig. Wer dann noch regelmäßig den Reifendruck des Hängers kontrolliert, kommt auf jeden Fall auch mit Anhänger sicher ans Ziel.

(Bildmaterial: ©Shutterstock)


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