Verreisen mit Tieren: So geht es am sichersten

Urlaub mit Hund und Katze? So sichern Sie Ihre Tiere im Auto
Entspannte Tiere sind glückliche Tiere
So entspannt kann der Urlaub mit Tieren sein. Mat Hayward / Shutterstock.com
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Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 01.12.2017

Eigentlich darf auch im Urlaub der beste Freund nicht fehlen. Wer neben einer menschlichen Begleitung auch noch seinen vierbeinigen Freund mit in den Urlaub nehmen will, der sollte beim Autofahren einige Tipps beachten, um dem Tier eine möglichst stressfreie und vor allem sichere Reise zu ermöglichen. Generell gilt: Je größer das Tier, desto größer wird der Aufwand und auch die Gefahr durch schlechte Vorbereitung. Ihr Hamster begnügt sich gerne mit einem ausreichend belüfteten Schuhkarton, aber wenn Sie Ihren ausgewachsenen Polarbären mitnehmen wollen, müssen Sie sich auf einigen Stress gefasst machen.

So fahren Tiere entspannt Auto

Tiere, so intelligent und „human“ sie einem manchmal auch vorkommen mögen, verstehen viele unserer menschlichen Aktivitäten nicht. Warum verlassen Herrchen und Frauchen mich? Warum laufen sie beim Gassigehen mit kleinen Plastikbeuteln hinter mir her? Und warum setzen sie sich freiwillig in die Höllenmaschine vor der heimischen Höhle? Autos machen vielen Tieren Angst. Lange Autofahrten können sie großem Stress aussetzen, der sich negativ auf ihr Verhalten und ihre Gesundheit auswirken kann. Um das zu vermeiden gilt: Was Ihnen beim Autofahren beim Entspannen hilft, kann auch für Ihr Haustier nicht verkehrt sein. Allerdings sind viele Vierbeiner besonders anfällig für die Reisekrankheit. Darum sollten sie für die Zeit der Reise auf Futter verzichten. Zum Trinken und Gassigehen eignen sich Rastplätze aber gut. Vertreten Sie sich die Beine und ermöglichen Sie Ihrem Tier dasselbe.

Sichern Sie Ihr Tier im Auto

Am sichersten und komfortabelsten, aber auch am teuersten fahren Tiere in einer großen Transportbox. Gurtsysteme, die Ihr Tier mit einem Geschirr auf dem Rücksitz fixieren, lohnen sich laut ADAC nur bedingt: Wenn sie fachgerecht eingesetzt werden, schränken sie die schon extrem geringe Bewegungsfreiheit Ihres Tieres noch weiter ein. Außerdem brachen beim Test einige Systeme. So zieht sich Ihr Haustier nicht nur tödliche Verletzungen zu, es wird auch zur Gefahr für andere Insassen. Am sichersten fährt Ihr Hund oder Ihre Katze in einer Box, die Sie im Kofferraum Ihres Autos direkt hinter den Rücksitzen fixieren. Wer dann noch den Kofferraum mit einem stabilen Gitter vom Passagierraum trennt, der fährt garantiert sicher.

Auch Tiere leiden im Auto unter Reisekrankheit

Ach ja, und dann wäre da noch das etwas unangenehme Problem mit den Ausscheidungen. Sowohl Hunde als auch Katzen neigen dazu, auf langen Autofahrten übelriechende Missgeschicke zu produzieren. Wenn Sie es übers Herz bringen können, kann es helfen, Ihr Haustier für zwölf Stunden vor Reiseantritt auf Diät zu setzen. Transportboxen können Sie mit einem Stück Teppich auslegen. So kann es sich das Tier bequem machen und eventuelle Missgeschicke können zusammen mit dem Teppich in den Müll wandern. Noch ein Tipp: Wenn Ihr Hund auf kurvigen Strecken beginnt, mehr als sonst zu hecheln oder zu gähnen, ist ein Erbrechen nicht weit weg. Ein Kauspielzeug oder ein Kauknochen kann das Schlimmste verhindern, genau wie regelmäßige Pausen mit ausreichend Wasser und Auslauf. So kommen Sie und Ihr Haustier entspannt am Ziel an.

(Bildmaterial: ©Shutterstock)


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