Marderschaden und Co. vermeiden – Was tun bei Tierbefall im Auto?

Wie man Tiere im Auto wieder los wird.
Marder fühlen sich in Autos besonders wohl
Marder sind zwar niedlich, im Auto haben sie aber nichts zu suchen. jps / Shutterstock.com
jonas
Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 14.12.2016

Je weiter der moderne Großstadtdschungel in den Lebensraum der Tiere vordringt, desto mehr gewöhnen sich diese Tiere an die Gegenwart des Menschen. Aber nicht nur Mäuse in Kellerräumen oder Wespennester im Dachboden sind die Folge: Des Menschen liebstes Fortbewegungsmittel, das Auto, ist ein beliebter Tummelplatz für Tiere aller Art. Manchmal ist Tierbefall im Auto nur eine lästige Kleinigkeit, beispielsweise ein Marderschaden kann aber schnell gefährlich werden.

Marderschaden im Auto

Autos bieten eigentlich den idealen Lebensraum für nachtaktive Tiere. Der Motorraum bietet Schutz vor den Elementen und ist ein hervorragender Ort, um sich vor den natürlichen Feinden am oberen Ende der Nahrungskette zu verstecken. Außerdem bietet die warme Umgebung Schutz gegen die Kälte der Nacht. Besonders Marder nisten sich gerne in der Nähe des Motors ein. An sich ist das kein Problem, denn solange die Tiere in Ruhe gelassen werden, sind sie harmlos. Wenn es aber mit einem zweiten Marder zu Revierstreitigkeiten kommt, werden die Tiere höchst aggressiv und beißen wahllos um sich. Da kann dann auch mal ein Kabel oder ein Schlauch in der Nähe sein. Ein Marderbiss kann diese schnell zerstören. Die Folge: Der Motor springt durch einen Marderschaden nicht mehr an oder es kommt zu einer gefährlichen Fehlfunktion.

Marderschaden vermeiden. Aber wie?

Um den ungebetenen Gast zum Räumen seiner Wahlheimat aufzufordern, bedarf es aber mehr, als nur einem nachdrücklichen Verscheuchen des Raubtieres. Zunächst sollte eine Motorwäsche durchgeführt werden, um den Geruch des Tieres loszuwerden. Häufig nimmt der Marder das Auto dann als fremd wahr und macht sich auf die Suche nach einer neuen Bleibe. Auch bestimmte Geruchsstoffe können helfen, Schädlinge fernzuhalten. Ein engmaschiges Gitter auf dem Boden unter dem Motorraum kann die scheuen Tiere ebenfalls abschrecken. Wenn wirklich nichts anderes mehr hilft, kann in der Nähe des Motors ein Gerät installiert werden, das den Marder mit Stromstößen vertreibt. Unwirksam sind allerdings Ultraschallgeräte: Viele Autofahrer berichten von Mardern, die in unmittelbarer Nähe zu den Geräten friedlich schlafend gesichtet wurden. Den Marderschaden zu beseitigen kann dann schon aufwendiger sein. Ein Besuch in der nächsten Werkstatt ist dann kaum zu umgehen. Achtung: Die Versicherung haftet nicht immer für Schäden durch Tierbefall. Daher gilt: Marderschaden vermeiden, bevor er entsteht.

Wann ist Tierbefall harmlos?

Besonders bei Autos, die lange stehen, kann es passieren, das Vögel den Motorraum als Nistplatz für sich auswählen. Ein Vogelnest sollte behutsam entfernt und an einen geschützten Ort in der Nähe umgesiedelt werden, um das filigrane Gebilde nicht zu beschädigen. Im Gegensatz zum Marderschaden sind Vögel aber meistens ungefährlich. Unangenehmer wird es, wenn sich zum Beispiel Wespen im Auto angesiedelt haben. Hier ist äußerste Vorsicht geboten. In diesem Fall ist unbedingt ein Kammerjäger zu konsultieren.

Tierbefall ist meistens leicht zu vermeiden

Generell ist Schädlingsbefall im Auto kein unlösbares Problem. Ein Marderschaden kann ganz leicht vermieden werden und auch andere Parasiten bleiben nur in den seltensten Fällen für immer. Ein bewusster Umgang mit den ungebetenen Gästen ist wichtig, damit sie nicht auf die Idee kommen, den Autobesitzer als Feind zu betrachten. Problematische Fälle wie Wespenbefall sind aber unbedingt zu vermeiden. Dabei hilft der Kammerjäger.

(Bildmaterial: ©Shutterstock.com)


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