Ölfilter wechseln: So bleibt Ihr Motoröl lange sauber

Wie hält der Filter Ihr Motoröl sauber?
Ölfilter setzen sich mit der Zeit zu.
Ölfilter setzen sich mit der Zeit zu.
jonas
Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 30.11.2018

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Das wissen Liebhaber von Binsenweisheiten genauso gut wie Tischler. Autofahrer und Mechaniker wissen aber auch: Wo gefahren wird, da wird gehobelt. Im Motor Ihres Autos reiben Kolben am Zylinder, Ketten an Zahnrädern und Nockenwellen an Ventilhebeln. Mit jeder Bewegung dieser Teile wird Material abgetragen. Meistens sind die Partikel mikroskopisch klein, manchmal aber auch so groß, dass sie an Zylinderwänden massiven Schaden anrichten können. Darum muss das Motoröl, das diese Partikel aufnimmt, kontinuierlich durch einen Filter gereinigt werden. Wie man einen Ölfilter wechselt, wie er funktioniert, und was passiert, wenn der Filter verstopft, weiß PKW.de.

Was ist Ihr Auto wert? Wir sagen es Ihnen.

Ölfilter selbst wechseln oder Hilfe holen?

Das Wichtigste zuerst: Den Ölfilter sollten Sie wahrscheinlich lieber nicht selbst wechseln, denn meistens macht es Sinn, das Öl ebenfalls zu wechseln, und das muss in der [Werkstatt] getan werden. Dann müssen Sie noch herausfinden, welche Art von Filter in Ihrem Fahrzeug verbaut ist: Neben dem Kartuschenfilter, der mit einem Metallgehäuse ausgeliefert wird, gibt es auch noch ein paar andere Methoden: Zum einen den Magnetfilter, der Metallsplitter per Magnetismus aus dem Ölstrom entfernt. Der muss nicht gewechselt werden, sondern kann einfach von Spänen befreit und wieder eingebaut werden. Ölfilter mit einem Papiereinsatz verursachen zwar weniger Abfall und werden von den meisten Autoherstellern bevorzugt. Allerdings kann der Wechselvorgang hier potenziell eher in eine monumentale Sauerei ausarten.

Der Ölfilterwechsel will gut vorbereitet sein

Sie sollten wissen, dass Sie nicht bei allen Autos den Ölfilter wechseln können, wenn sich noch Öl im Motor befindet. Wenn sich der Filter auf Höhe des Motors oder darüber befindet, geht es wahrscheinlich ohne gigantische Schweinerei. Wenn sich der Filter aber unter dem Motor befindet, könnte es in Ihrer Garage bald aussehen wie im Golf von Mexiko im Jahr 2010.

Bevor Sie loslegen, sollten Sie mindestens eine Schutzbrille und dichte Handschuhe anlegen. Motoröl auf der Haut ist nicht unbedingt gesund und kann bei Augenkontakt zu Blindheit führen. Dass Sie beim Ölwechsel den Mund nicht weit aufreißen sollten, versteht sich von selbst. Bei Kontakt mit Augen, Haut oder Schleimhäuten spülen Sie, wie Sie noch nie gespült haben, mit klarem Wasser und kontaktieren einen Arzt.

Ölfilter mögen keine Gewalt

Einen Kartuschenölfilter sollte man eigentlich mit der Hand abschrauben können. Allerdings benutzen viele Werkstätten für diesen Arbeitsschritt trotzdem schweres Gerät. Wozu sollte man auch die Hände benutzen, wenn man so coole, teure Werkzeuge zur Verfügung hat.

Wenn Sie also sicher sind, dass weder Sie noch der Boden Ihrer Auffahrt oder Garage mit dem Altöl in Berührung kommen kann, können Sie die Filterkartusche einfach abdrehen. Wenn sie sich nicht lösen lässt, können Sie eine Rohrzange verwenden. Achten Sie aber darauf, nicht zu viel Druck auszuüben. Die Außenhaut der Kartusche besteht aus relativ dünnem Blech und gibt schnell nach, wenn sie zu sehr belastet wird. Wenn Sie den alten Filter abnehmen, wird wahrscheinlich trotzdem ein wenig Öl auslaufen. Wenn Sie die Prozedur richtig vorbereitet haben, fangen Sie alles Öl in einer Wanne oder einem ähnlichen Gefäß auf.

Ölfilter wechseln: Fertig ist man erst, wenn alles dicht ist

Wenn Sie den alten Filter ausgebaut haben, haben Sie den schwierigen Teil schon geschafft. Der frische Ölfilter hat eine Gummidichtung auf der Unterseite. Die reiben Sie jetzt mit einem kleinen Tropfen Öl ein. Dann schrauben Sie den neuen Filter in den Sockel und ziehen ihn mit der Hand kräftig an. Wie gesagt: Bei den meisten Ölfilterwechseln sollten keine Zangen oder Schraubenschlüssel nötig sein.

Wenn der neue Ölfilter angebracht ist, überprüfen Sie noch einmal die Ölwanne unter dem Auto und lassen den Motor an. Wenn nach ein paar Minuten und etwas Spielen mit dem Gas immer noch kein Öl ausläuft, sind Sie fertig. Wenn Sie das Öl vor der Prozedur abgelassen haben, sollten Sie natürlich auf keinen Fall den Motor starten, ohne frisches Öl nachgefüllt zu haben.


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