Auto anmelden: So klappt’s ohne Stress

Neues Papier für neues Blech
Auto fahren nur mit einem angemeldeten Fahrzeug
Mit einem angemeldeten Auto fahren Sie Sorgenfrei. maradon 333 / shutterstock.com
jonas
Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 06.07.2018

Sie sind auf PKW.de fündig geworden? Herzlichen Glückwunsch zum neuen Gebrauchten! Bevor Sie es sich auf dem Fahrersitz bequem machen, sind aber noch ein paar Formalitäten nötig. Wenn Sie sich vor dem Gebrauchtwagenkauf einigermaßen vorbereitet haben, sollten Sie zusammen mit den Autoschlüsseln auch eine ganze Menge Papierkram bekommen haben. Diesen brauchen Sie spätestens dann, wenn Sie Ihr Auto anmelden wollen. Warum das unerlässlich ist, was Sie dafür tun müssen und was es kostet, weiß PKW.de.

Auto anmelden geht auch mit einer Vollmacht

Trotz der viel beschworenen Digitalisierung muss die Anmeldung eines Autos immer noch persönlich erfolgen. Die offensichtliche Aversion der Behörden gegen alles Digitale scheint hier noch nicht wirklich gebrochen. Die gute Nachricht: Wenn Sie einen Bekannten mit masochistischen Tendenzen haben, können Sie ihn bitten, den Amtsgang für Sie zu erledigen. Neben den nötigen Dokumenten (Zulassungsbescheinigung, der eigene Personalausweis und eine Kopie von Ihrem Personalausweis oder Reisepass) braucht dieser dann aber noch eine Vollmacht. Diese muss nicht in perfektem Beamtenchinesisch verfasst sein, sollte aber die Namen aller Involvierten beinhalten und klar aussagen, zu welchem Zweck sie ausgestellt wurde. Und natürlich sollten Sie die Unterschrift nicht vergessen. Auch können die meisten Händler für Sie Ihr Auto anmelden.

Das brauchen Sie beim Auto anmelden

Bevor Sie Ihr Auto anmelden, sollten Sie sichergehen, dass es auch alle wichtigen Kriterien erfüllt. Zunächst müssen Sie nachweisen, dass Ihr Fahrzeug verkehrssicher ist. Bei Neuwagen geht der Gesetzgeber für bis zu drei Jahre nach der Erstzulassung von der Verkehrstüchtigkeit des Autos aus, bei Gebrauchtwagen werden die üblichen Untersuchungen bei TÜV, DEKRA und Co. fällig. Erst nachdem die Hauptuntersuchung bestanden wurde, können Sie Versicherungsschutz für Ihr Auto beantragen. Diese Reihenfolge ist notwendig, weil kaum eine Versicherung ein Fahrzeug versichern würde, das im Straßenverkehr eine Gefahr darstellen würde. Mit den Bescheinigungen über HU und Versicherungsschutz können Sie dann endlich Ihr Auto anmelden.

Was kostet es, ein Auto anzumelden?

Bei der Zulassungsbehörde fragt man Sie dann nach den erwähnten Bescheinigungen, Teil II der Zulassungsbescheinigung und einem gültigen Personalausweis oder Reisepass. Außerdem werden Sie gebeten, eine Einzugsermächtigung zu unterschreiben, damit die Kfz-Steuer, die ab sofort fällig wird, direkt von Ihrem Konto eingezogen werden kann. Wenn Ihre Dokumente in Ordnung sind, müssen Sie noch einmal in die Tasche greifen: Die Anmeldung eines Autos schlägt mit einem Unkostenbeitrag von 27 Euro zu Buche. Dazu kommen ab 5 Euro für die Umweltplakette sowie der Preis für die Prägung eines Nummernschildes.

Auto anmelden: ohne geht es nicht

Die Anmeldung eines Autos kann unter Umständen ein bürokratischer Albtraum sein. Wer an einen besonders kreativen Paragrafenreiter gerät oder wenn der Prüfer mal einen schlechten Tag hat, kann sich die Prozedur arg in die Länge ziehen. Trotzdem sollten Sie niemals mit einem unangemeldeten Auto herumfahren, denn Sie begehen damit eine Vielzahl an Straftaten. Kennzeichenmissbrauch allein kann ein Jahr hinter Gittern einbringen, Fahren ohne Zulassung kostet 50 Euro und bringt drei Punkte und wenn der Staatsanwalt auf eine Beförderung aus ist, kann er Ihnen Steuerhinterziehung vorwerfen, denn für die meisten Autos auf deutschen Straßen werden Kfz-Steuern fällig. Darum gilt: Lieber das Auto anmelden, als eine schwere Straftat riskieren. Mit unseren Informationen sollte das auch kein Problem mehr sein.


Weitere Artikel zu diesem Thema