Goldene Mitte

Caterham bringt neue Motorisierung für den Kult-Roadster Seven
Caterham Seven 275.
Sieht aus wie immer: Caterham Seven 275 R.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 08.05.2015

Köln, 08.05.2015 – Mit der Einführung des Seven 165 hat Caterham im Jahr 2014 für Aufmerksamkeit gesorgt. Bei der neuen Downsizing-Variante kommt nämlich ein Dreizylinder von Suzuki mit 660 Kubikzentimeter Hubraum und 80 PS zum Einsatz. Angesichts der knapp über eine halbe Tonne Gewicht reicht selbst dieses Motörchen für sportliche Fahrwerte (6,9 Sek.). Schon etwas abgehoben wirkt da der Seven 485 mit 240 PS. Jetzt bietet Caterham mit dem 275 eine neue goldene Mitte.

Die noch jungen Modellbezeichnungen 165 oder 485 geben tatsächlich Auskunft über die PS-Zahl. Man muss diese Zahlen lediglich durch zwei teilen und schon hat man in etwa die Pferdestärken, die der Motor im zigarrenartigen Bug an die Hinterräder wuppt. Im Fall des neuen 275 sind das immerhin 137 PS.

Natürlich klingen 137 PS nicht besonders spektakulär, dennoch ist damit der Caterham antrittsstärker als Boliden mit doppelt so hoher Leistung. Der 1,6-Liter-Vierzylinderbenziner von Ford reicht in diesem Fall für eine Beschleunigung in glatt fünf Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Bei der Höchstgeschwindigkeit wird es hingegen etwas bescheidener: Gekoppelt an ein manuelles Fünfgang-Getriebe sind maximal 196 km/h möglich. Doch wer schon mal in einem Caterham unterwegs war, wird sich für die Frage nach der Höchstgeschwindigkeit kaum interessieren. Das puristische Fahrzeug nimmt praktisch nämlich jegliche Lust an Hochgeschwindigkeitsambitionen.

Auf Wunsch mit Racing-Paket

Etwas dezenteres Auftreten: Der Caterham Seven 275 S.
Etwas dezenteres Auftreten: Der Caterham Seven 275 S.
Wichtiger ist die Performance in Kurven. Hier vermittelt die heckgetriebene Fahrmaschine mit ihrem geringen Gewicht und einer sehr direkten Lenkung kernigen Spaß. Wer ambitioniert auf Rennstrecken unterwegs sein will, dem bietet Caterham für den 275 ein spezielles R-Paket. Dieses beinhaltet ein Sportfahrwerk, eine Differenzialsperre, Carbon-Ledersitze, ein Armaturenbrett aus Carbon, Vierpunkt-Gurte und besonders leichte 15-Zoll-Alus.

Wer eher die touristischen Fahrfreuden in Form von ausgedehnten Landstraßentouren genießen will, sollte das S-Paket ordern. Dann bietet der Seven Ledersitze, eine 12-Volt-Steckdose und einen mit Teppich ausgekleideten Innenraum.

Ganz billig ist der spartanische Caterham Seven auch in der neuen Version 275 nicht. Für die Basis werden inklusive Steuern fast 36.000 Euro abgerufen. Wer dieses Geld investiert, hat aber einen Vorteil: Ein Caterham verliert selbst nach vielen Jahren kaum an Wert.

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(Bildmaterial: Caterham)


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