Elektroautos – Das sind die vier interessantesten Modelle

Benzin hat noch nicht ausgedient, aber diese Autos wollen das ändern.
Elekroautos tanken an der Steckdose
Könnten Tankstellen bald so aussehen? Sopotnicki / Shutterstock.com
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Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 21.12.2016

Das Autojahr 2016 hat vor allem eins gezeigt: Das Interesse an Elektroautos ist nach wie vor ungebrochen. Die großen Autobauer bringen in Windeseile Elektromodelle auf den Markt, um den nächsten großen Trend nicht zu verpassen. Das Angebot ist zwar recht unübersichtlich, aber ein genauer Blick kann sich lohnen, denn viele der anfänglichen Kinderkrankheiten sind mittlerweile fast ausgemerzt. Die interessantesten Modelle finden Sie hier im Überblick.

Der Platzhirsch: Tesla Model S

Mit dem Model S hat Tesla bewiesen, dass ökonomisches Fahren nicht langweilig sein muss. Der Model S ist zwar ein waschechtes Reisemobil, aber ein kleines bisschen Wahnsinn steckt auch in dem eigentlich recht pragmatischen Elektroauto: Schon die günstigste Variante braucht für den Sprint auf 100 km/h nur 5,8 Sekunden und ist damit schneller als so mancher Premium-SUV. Die Reichweite dieses Modells ist mit 400 Kilometern mehr als ausreichend für die meisten innerdeutschen Strecken. Dazu steckt das Elektroauto aus Kalifornien voller Zukunftstechnik: Ein großer Touchscreen fungiert als Bedienelement für die wichtigsten Systeme, der Wagen verfügt standardmäßig über einen Internetanschluss und bald soll sich der Tesla Model S sogar selbst fahren können. Ein neuer Model S ist ab 78.000 Euro zu haben.

Der Ausdauerläufer: Opel Ampera E

Basierend auf dem Chevrolet Volt soll der Opel Ampera E erstmals in seiner Klasse mehr als 500 Kilometer Reichweite bieten. Für ein Elektroauto bedeutet das einen großen Schritt in Richtung Alltagstauglichkeit, denn bis jetzt waren besonders die kleinen Elektroautos eher in der Stadt beheimatet. Für längere Autobahnfahrten musste ein weiteres Auto mit konventionellem Antrieb in der Garage stehen. Der Opel Ampera E soll dieses Problem mit Sparsamkeit lösen. Die Fahrleistungen reichen zwar bei Weitem nicht an die der Konkurrenz aus Kalifornien heran, dafür soll er aber auch weniger als die Hälfte kosten: Ab 33.000 Euro soll der Ampera E beim Markstart im Frühling 2017 zu haben sein.

Der Verkaufsschlager: Nissan Leaf

Der Nissan Leaf ist nicht das aufregendste Elektroauto. Auch nicht unbedingt das beste oder das schönste. Trotzdem ist er mit mehr als 200.000 verkauften Fahrzeugen ein echter Bestseller. Kaum ein Elektroauto ist technologisch so ausgereift wie der kleine Japaner, denn Nissan entwickelte den Leaf von Anfang an für einen vollelektrischen Antrieb und ebnete so allen Nachfolgern den Weg. In der günstigsten Variante ist der Nissan Leaf ab 23.265 Euro zu haben. Der Preis für die Batterie ist hier nicht eingeschlossen, denn sie ist das Hauptverschleißteil aller Elektroautos und wird darum von Nissan zur Miete angeboten. So können schwächelnde Akkus einfach gegen frische ausgetauscht werden. So schafft der Leaf immerhin 200 Kilometer mit einer Akkuladung, die Höchstgeschwindigkeit ist dabei auf 144 km/h begrenzt.

Der Exot: Renault Twizy

Der Renault Twizy verdient die Bezeichnung Elektroauto nur sehr bedingt. Er hat vier Räder, einen Elektromotor und ein Dach. Mehr Gemeinsamkeiten bestehen aber nicht. Die Türen des Twizy sind nur als Sonderausstattung zu haben, ebenso wie Fenster. Das Design ist bestenfalls gewöhnungsbedürftig und mehr als zwei Personen finden im Twizy nicht Platz. Kein Wunder also, dass das merkwürdige Gefährt gar nicht als Elektroauto zugelassen ist, sondern als Quadbike. Maximal 18 PS erzeugt der Motor und beschleunigt den leichten Twizy auf bis zu 80 km/h. Ohne Türen dürfte sich das schneller anfühlen, als es eigentlich ist. Das Elektromobil schafft mir einer Akkuladung knapp 100 Kilometer, der Preis für das kleinste Modell ist mit unter 7.000 Euro sehr gering. Nur der Winter könnte es Twizy-Besitzern schwer machen: Bei eisigen Temperaturen lernt man, warum Türen auch in Elektroautos zur Grundausstattung gehören.

Elektroautos der Geschichte

Elektroautos haben einen langen Weg hinter sich. In den Dreißigerjahren des 19. Jahrhunderts wurden bereits erste Elektrokarren gebaut, die mit den Elektroautos von heute nichts mehr gemein haben außer ihre Nachteile: Die Reichweite ist bei den meisten Modellen nach wie vor sehr eingeschränkt und das Aufladen der Batterie nimmt häufig mehrere Stunden in Anspruch. Trotzdem: Immer mehr umweltbewusste Autofahrer entscheiden sich für ein Elektroauto.

(Bildmaterial: ©Shutterstock.com)


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