Ferrari-Verblaser

Vspeed V88: Radeberger Extrem-Renner
Vspeed V88: 360 km/h für 277.000 Euro.
Existiert vorläufig nur auf dem Computer: Vspeed V88.
carlos
Einleitung von Carlos Gabriel Klein Schindler, Redaktionsleister bei PKW.de 27.07.2015

Köln, 27.07.2015 – Ob Neuzeit-Melkus, Yes Roadster oder die Apollo-Boliden – in der Nachwendezeit haben wir einige spannende Sportwagen Made in Ostdeutschland erlebt. Eine relativ neue und recht unbekannte Marke ist Vspeed, die 2014 mit einem Corvette-Umbau namens V77 GT von sich reden machte. Jetzt hat die im sächsischen Radeberg beheimatete Manufaktur eine schärfere Version alias V88 vorgestellt – 800 PS stark und 360 km/h schnell.

Der Vspeed V88 trägt einen markanten Heckflügel.
Der Vspeed V88 trägt einen markanten Heckflügel.

Die gute alte Corvette C6 hat schon vielen Kleinserienherstellern als Basis für ein Sportwagenmodell gedient. Auch bei Vspeed hat man sich dieser bestens bewährten Basis bedient und dem Fahrzeug eine besondere Optik verpasst, die allerdings noch gut die Proportionen der C6-Corvette erkennen lässt. Charakteristisch sind beim V77 GT die rundlichen Frontleuchten, die irgendwie an das Design des historischen Melkus RS 1000 erinnern. Gut möglich, dass diese Ähnlichkeit nicht ganz zufällig ist.

Vom 800 PS starken Vspeed V88 sollen nur 5 Exemplare entstehen.
Vom 800 PS starken Vspeed V88 sollen nur 5 Exemplare entstehen.

Der V88, der in einer Auflage von 5 Fahrzeugen gebaut werden soll, will optisch ein paar andere Akzente setzen. Hier zieren die Front etwas grimmiger anmutende Scheinwerferschlitze, während am Heck ein großer Flügel für mehr Abtrieb und außerdem für eine starke Power-Optik sorgt.

Noch existieren vom V88 nur Computerretuschen. Gut möglich, dass der V88 wie schon der V77 GT Realität wird.
Noch existieren vom V88 nur Computerretuschen. Gut möglich, dass der V88 wie schon der V77 GT Realität wird.

Und damit würde der Heckflügel ganz gewiss nicht zu viel versprechen, denn aus dem Siebenliter-V8-Motor will man bei Vspeed 800 PS und mehr als 750 Newtonmeter Drehmoment kitzeln. Das sind bereits extreme Werte, die allerdings noch gewaltiger angesichts der nur 1.299 Kilogramm wirken, die sich im Fall des V88 laut Vspeed paritätisch auf beide Achsen verteilen. In unter drei Sekunden soll die Transaxle-Heckantriebsflunder entsprechend aus dem Stand auf Tempo 100 sprinten. Maximal sollen 360 km/h möglich sein. Damit könnte man sogar einem Ferrari 488 GTB die Rückleuchten zeigen.

Hier ein paar Bewegtbilder vom Vspeed V77 GT:

Wer so schnell fahren will, muss allerdings auch einen sehr stolzen Preis zahlen. 277.000 Euro will man bei Vspeed für einen V88 haben. Damit würde man übrigens auch preislich eben jenen Ferrari deutlich hinter sich lassen. Mit 277.000 Euro kostet der V88 übrigens exakt 100.000 Euro mehr als der V77 GT.

Lesen Sie hier mehr über die Corvette C6 auf PKW.de

(Bildmaterial: Vspeed automotive GmbH)


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