Teil I und II der Zulassungsbescheinigung

Was bringen die Fahrzeugpapiere?
Manche Daten Ihres Fahrzeuges sind in beiden Teilen abgedruckt.
Seit 2005 gibt es die neue Zulassungsbescheinigung. Bartolomiej Pietrzyk/Shutterstock.com
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Einleitung von Berit Hoffmann, Redakteur bei PKW.de 20.07.2018

Zum Auto kaufen, besitzen und fahren gehört viel Papierkram. Die unter anderem wichtigsten Dokumente sind der Fahrzeugbrief und der Fahrzeugschein. Seit 2005 sind diese beiden Fahrzeugpapiere zur Zulassungsbescheinigung zusammengefügt, die nun aus Teil I, dem Fahrzeugschein, und Teil II, dem Fahrzeugbrief, besteht. Bei beiden handelt es sich um amtliche Dokumente, die aussagen, ob und auf wen das Fahrzeug zugelassen ist. Weitere Details zu beiden Teilen der Zulassungsbescheinigung erklären wir Ihnen im Folgenden.

Die Zulassungsbescheinigung besteht aus zwei Teilen

Der Fahrzeugschein und der Fahrzeugbrief wurden 1934 in Deutschland eingeführt, um einerseits Auskunft über den Halter und Eigentümer eines Fahrzeuges zu geben, aber auch, um wichtige Daten über das Fahrzeug zu notieren und dessen Eignung für den Straßenverkehr nachzuweisen.

Im Oktober 2005 wurde dann das neue Format, die Zulassungsbescheinigung, eingeführt. Durch die Neuerung sind die Dokumente länderübergreifend lesbar, da EU-einheitliche Kennnummern genutzt werden, die es jedoch für Sie als Autofahrer schwieriger machen, Ihren Fahrzeugpapieren Informationen zu entnehmen. Aber keine Angst: Die Codes sind auf der Rückseite des Fahrzeugscheins und auf der Vorderseite des Fahrzeugbriefs kurz erklärt und können auch online ausführlich dekodiert werden. Ebenfalls in beiden Dokumenten notiert, ist die Fahrzeugbriefnummer, die besonders für den Verkauf eines Gebrauchtwagens benötigt wird.

Die neuen Dokumente beinhalten mehr technische Daten über das Fahrzeug und sind außerdem schwieriger zu fälschen: Die Fahrzeugpapiere sind aus einem speziellen Papier, das an das Material von Geldscheinen erinnert, angefertigt und unter anderem mit Wasserzeichen, Mikroschriften und fluoreszierenden Fasern versehen.

Die Zulassungsbescheinigung bekommen Sie mit Ihrem neuen Auto

Wenn Sie einen Gebraucht- oder Neuwagen erwerben, werden Ihnen meist im Rahmen der Um- oder Neuanmeldung beide Teile der Zulassungsbescheinigung erteilt. Wenn Sie aktuell noch über Ihre alten Dokumente, den Fahrzeugbrief und den Fahrzeugschein, verfügen, müssen Sie jetzt aber auch nicht gleich zur Behörde rennen. Die Dokumente müssen nicht ausgetauscht werden! Wenn Sie nun Ihr Auto ummelden oder neu anmelden wollen, werden die Papiere einfach ausgewechselt. Im Falle eines Umzugs müssen Sie Ihre Zulassungsbescheinigung ebenfalls neu ausstellen lassen, allerdings nur, wenn Sie ein neues Kennzeichen bekommen. Ansonsten können Sie bei der Zulassungsstelle und manchmal auch im Bürgeramt einfach einen neuen Adresssticker aufkleben lassen. Wichtig ist, dass Sie immer Ihren alten Schein mitbringen, um diesen entwerten zu lassen.

Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief

Mehr Informationen über Zulassungsbescheinigung Teil I: Fahrzeugschein

Mehr Informationen über Zulassungsbescheinigung Teil II: Fahrzeugbrief


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