Motorkontrollleuchte ignorieren: Keine gute Idee!

Die Warnleuchten werden nicht zum Spaß in Ihrem Auto eingebaut. Was bedeutet die Motorkontrollleuchte?
Ungern gesehen: Die Motorkontrollleuchte.
Das will kein Autofahrer sehen: Die Motorkontrollleuchte. vchal / Shutterstock
jonas
Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 04.04.2018

So ein Auto ist schon eine tolle Sache. Tausende Kleinteile arbeiten Kilometer für Kilometer präzise zusammen, und im Gegenzug muss der Fahrer nur ab und zu eine Warnleuchte ignorieren. Dass das keine gute Idee ist, sollte eigentlich klar sein, denn die Warnsignale sind nicht zufällig auf dem Armaturenbrett platziert. Wer die Abgaskontrollleuchte ignoriert, ist zwar nicht zwingend in akuter Gefahr, aber je länger das Lämpchen brennt, desto mehr Schaden nimmt der Motor. PKW.de sagt Ihnen, was hinter der Leuchte steckt, was sie bedeuten kann und was man tun muss, wenn dem Armaturenbrett zum ersten Mal ein Licht aufgeht.

Ein Computer steuert die Abgaskontrollleuchte

Wo viele bewegliche Teile arbeiten, da sind auch mehr Quellen für Fehler. Autohersteller platzieren in ihren Autos eine Vielzahl von Sensoren, die in jeder Sekunde den Zustand des Fahrzeuges überwachen. Die Temperatur von Wasser, Öl und Abgas wird genauso erfasst wie der Kohlenmonoxidgehalt der Abgase, der Luftdruck im Motor und viele andere Datenpunkte. Ein kleiner Computer wertet diese Daten aus und regelt nach, wenn es nötig wird. Manchmal allerdings erkennt der Computer einen Fehler, der nicht so einfach zu beheben ist. Dann wird ein Fehlercode in den Speicher des Computers geschrieben und auf dem Armaturenbrett geht ein kleines Lämpchen in Form eines Motors an. Das ist die Abgaskontrollleuchte, wahrscheinlich das meistignorierte Lichtsignal der Geschichte.

Wie Hightech den Mechanikern hilft

Die gute Nachricht ist: Wenn das kleine Lämpchen nur leuchtet, ist noch nicht alles verloren. Nach Hause oder in die nächste Werkstatt kommen Sie in jedem Fall, und meistens reicht es auch noch, um das Auto ganz normal zu benutzen, bis Sie einen Werkstatttermin bekommen. Bevor der Mechaniker dann einen Blick unter die Haube wirft, kommt zunächst Hightech zum Einsatz: Mit einem speziellen Adapter, dem sogenannten OBD-Port, wird ein Laptop mit dem Motorsteuergerät verbunden. So können die Fehlercodes vom Computer ausgelesen und analysiert werden. Der Vorteil: Im besten Fall muss der Mechaniker nicht das ganze Auto in seine Einzelteile zerlegen, um den Fehler zu finden, sondern kann gezielt auf die Suche nach dem Defekt gehen. Danach wird erneut eine Verbindung mit dem Motorsteuergerät hergestellt und die Codes werden gelöscht. Jetzt ist auch die Motorkontrollleuchte aus.

Blinken ist schlimmer als leuchten

Eine leuchtende Motorkontrollleuchte kann viele verschiedene Gründe haben. Die reichen von „Differenzialdruck im Rußpartikelfilter für Zylinderbank 1 ist zu hoch“ bis zu „Temperatur der Lambdasonde zu hoch“. Die meisten dieser Fehler sind, wie gesagt, nicht so dramatisch. Wenn die Motorkontrollleuchte aber anfängt zu blinken, dann haben Sie ein Problem, denn das zeigt einen schweren Fehler an, der nicht nur Ihr Auto, sondern auch Ihre Sicherheit massiv gefährden kann. Stellen Sie das Auto bei nächster Gelegenheit ab und fahren Sie es nur, wenn es sich wirklich nicht vermeiden lässt, und auch dann nur langsam. Eine Reparatur ist in den meisten Fällen weit günstiger als ein neues Auto. Darum lieber in die Werkstatt als zum Autohändler.


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