Betrug in der Werkstatt – So können Sie sich schützen.

Nicht alle Werkstätten arbeiten seriös. So vermeiden Sie betrügerische Autowerkstätten.

Betrug in der Werkstatt: Für viele Autofahrer ein Albtraum. Lassen Sie sich nicht übern Tisch ziehen. Wir zeigen Ihnen, wie.

Genau wie beim Gebrauchtwagenkauf versuchen auch unseriöse Werkstätten, ihre Kunden mit Pauschalaufträgen oder in extremen Fällen mittels Manipulation des Fahrzeuges übers Ohr zu hauen. Zwar sind Vertragswerkstätten der Hersteller meistens die beste Wahl, allerdings wird die Inspektion hier schnell so teuer, dass sie sich, besonders bei älteren Autos, kaum noch lohnt. Worauf Sie achten sollten, damit Sie nicht das nächste Opfer der Betrüger werden:

Werkstattbetrug – Miese Methoden und Abzocke

In Internetforen liest man immer wieder Horrorgeschichten über schlechten Kundenservice in unabhängigen Werkstätten, Betrugsversuche und Angestellte, die die geliebten Cabrios ihrer Kunden über das Wochenende für eine Spritztour ausleihen. Da ist zum Beispiel die Geschichte des Kunden, dessen Honda plötzlich nur noch einen Bruchteil der eigentlichen Motorleistung erbrachte. Letzten Endes wurde ein defekter Turbolader als Ursache des Problems identifiziert, aber erst nachdem die Werkstatt großzügig Wasser in den Benzintank gefüllt hatte, um den Kunden zu teuren Reparaturen zu drängen. Unnötige Reparaturen und Gesamtpakete, die sich als monumentale Mogelpackungen herausstellen, sind in vielen unseriösen Werkstätten leider gängige Praxis. Was aber kann man tun, um sich vor Betrug bei der Inspektion zu schützen?

Ordnung ist ein gutes Zeichen

Wenn Sie Ihr Auto in einer unabhängigen Werkstatt reparieren oder überprüfen lassen wollen, ist der erste Indikator für Qualitätsarbeit ganz simpel Sauberkeit und Ordnung. Vernachlässigte Räumlichkeiten sind oft ein Zeichen dafür, dass die Mitarbeiter ihre Arbeit nicht ernst nehmen. Weiter geht es bei der ersten Inspektion. Bestehen Sie darauf, das Auto zunächst gemeinsam mit einem Mitarbeiter unter die Lupe zu nehmen. Weigert sich die Werkstatt, Ihnen die Prozedur zu erklären, sollten bei Ihnen die Alarmglocken läuten: Betrug fängt oft bei der Geheimhaltung an.

Betrügerische Werkstätten arbeiten oft mit teuren Komplettpaketen

Viele Werkstätten bieten Pakete wie ein „TÜV-Komplettpaket“ an. Von solchen Angeboten sollten Sie sich tunlichst fernhalten. Hier werden oft unnötige, aber teure kosmetische Prozeduren durchgeführt. Lassen Sie sich genau aufzählen, welche Reparaturen nötig sind. Werfen Sie außerdem vorher und nachher einen Blick auf die betroffenen Teile und gehen Sie sicher, dass die Komponenten auch wirklich ausgetauscht oder gewartet wurden.

Werkstattbetrug vorbeugen durch Schriftverkehr

Aber auch, wenn Sie vorher auf alles geachtet haben, kann es vorkommen, dass die Arbeiten an Ihrem Auto länger dauern oder teurer werden, als ursprünglich veranschlagt. Die Werkstatt hat in diesem Fall die Pflicht, Sie zu informieren und auf einen eigenen Reparaturauftrag zu warten. Alles andere würde auf Betrug hindeuten. Geben Sie diesen Auftrag auf jeden Fall schriftlich. Wenn die Gesamtkosten den vereinbarten Preis weit übersteigen, können Sie dagegen angehen und bezahlen wirklich nur das, was Sie auch unterschrieben haben.

Betrug in der Werkstatt: Nicht mit Ihnen

Letzten Endes sind die allermeisten Werkstätten seriöse Betriebe, die die bestmögliche Arbeit machen. Weil es aber in jeder Herde schwarze Schafe gibt, ist bei der Werkstattauswahl ein wenig Vorsicht gefragt. So können Sie sich darauf verlassen, dass Ihr Auto Ihnen lange und zuverlässig gute Dienste leistet.

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