Schrottpreis: Was bekommt man noch für das Altauto?

So holen Sie das Maximum aus Ihrem alten Auto
Schrottauto zu verkaufen?
Schrottauto zu verkaufen?
jonas
Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 22.08.2018

Wer etwas regelmäßiger mal auf PKW.de vorbeischaut, weiß, das wir alte Autos toll finden. Was andere nicht mehr fahren wollen, tut oft noch für Tausende Kilometer treu seinen Dienst. Irgendwann wird aber auch der beste Gebrauchtwagen zum Risiko. Die Reparaturen lohnen sich nicht mehr und im schlimmsten Fall stellt das Fahrzeug im Straßenverkehr eine Gefahr dar. Zwar gibt es immer Händler, die auch die letzten Rostlauben noch ankaufen und für ein Taschengeld nach Afrika verschiffen, aber manchmal kann der Materialwert den Verkaufswert übersteigen. Dann ist der Schrottverwerter der letzte Parkplatz des liebgewonnenen Fahrzeuges. Wie der Schrottpreis zustande kommt, wie er sich entwickelt hat, und wie Sie Ihr Altauto zu Geld machen, weiß PKW.de.

Die Schrottpreise steigen mit den Rohstoffpreisen

Autos bestehen aus verschiedenen Metallen, die in den letzten Jahrzehnten immer teurer geworden sind. Stahl, Aluminium und Kupfer werden heute mehr gebraucht denn je, aber sogar die Sitze werden recycelt: Stoffflusen kommen zum Beispiel in Klärwerken oder bei der Asphaltherstellung zum Einsatz. Kann man also einfach sein Auto zersägen und die Reste per Post ins nächste Stahlwerk schicken? Auf gar keinen Fall, denn die Verwertung eines Autos kann durchaus ein gefährliches Unterfangen sein. Durch Benzinrückstände besteht erhöhte Brandgefahr, Airbags sind eigentlich nicht mehr als kleine Bomben und in Autobatterien steckt Säure, die bei Hautkontakt schwere Verätzungen verursachen kann. Darum sind Schrottverwerter speziell geschult und zertifiziert. Und hier beginnen auch die Probleme mit dem Schrottpreis, denn zertifizierte Verwerter lassen sich ihre Arbeit selbstverständlich bezahlen.

Türen, Sitze und Altmetall bestimmen den Schrottpreis

Das meiste Geld verdienen Schrotthändler nicht mit den Rohstoffen, sondern mit ausbaufähigen Teilen, die dann vielleicht in anderen Autos weiterhin ihren Dienst tun. Türen, Spiegel, Felgen oder sogar technische Bauteile wie die Lichtmaschine sind manchen Menschen noch bares Geld wert. Dann bekommen Sie von Ihrem Schrotthändler auch noch etwas mehr Geld. Wenn Ihr Auto allerdings tatsächlich nur noch den Schrottpreis wert ist, bekommen Sie mit Glück vielleicht noch 100 Euro für Ihr Fahrzeug.

Der Schrottpreis selbst richtet sich nach der Nachfrage nach den enthaltenen Materialien. Kupferschrott ist mehr wert als Stahlschrott und sogenannter Mischschrott ist am wenigsten wert. Diese Schrottsorte muss vor der Weiterverarbeitung sortiert werden, was in vielen Fällen noch aufwendige und teure Handarbeit bedeutet. Egal, was aus Ihrem Auto wird, lassen Sie sich vom Schrottverwerter auf jeden Fall einen Verwertungsnachweis aushändigen. Es kann sein, dass das Straßenverkehrsamt Sie danach fragt.

Schrottpreis selbst machen: Auto zum Ausschlachten verkaufen

Und was ist Ihr Auto noch wert? Jetzt berechnen!

Wenn Sie glauben, dass in Ihrem Auto noch ein paar wertvolle Teile stecken, können Sie es auch zum Ausschlachten verkaufen. Neben PKW.de bieten sich hier verschiedene Privatverkaufsplattformen an. Achten Sie aber darauf, trotzdem einen gültigen Kaufvertrag abzuschließen und Ihr Auto vorher abzumelden, sonst könnten Sie Ärger mit dem Straßenverkehrsamt bekommen. Außerdem sollten Sie, wenn Sie ein solches Fahrzeug verkaufen, natürlich ganz klar angeben, dass aus Ihrem Auto keine Kilometer zu holen sind. So sind Sie nicht abhängig vom Schrottpreis und holen noch das Maximum aus den Resten Ihres Autos.


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