05.02.2021

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Jetzt noch Diesel kaufen?

Für wen lohnt sich der Selbstzünder noch?
Die Qual der Wahl an der Zapfsäule?
Kann man heute noch Diesel fahren, oder ist der Selbstzünder tot? Federico Rostagno / shutterstock.com
jonas
Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 05.02.2021

Diesel. Das böse D-Wort. Oder doch lieber einen normalen Benziner? Auch wenn Selbstzünder in letzter Zeit viel schlechte Presse abbekommen haben, kommt die Technologie immer noch mit einigen Vorteilen daher. Ob diese es aber tatsächlich wert sind, hängt vom Anwendungsfall ab. Und davon, was die Zukunft bringt. Die Frage, ob Ihr nächstes Auto mit Benzin oder Diesel betrieben werden sollte, versucht PKW.de hier zu beantworten.

  1. Lohnt es sich für Sie, einen Diesel statt einen Benziner zu kaufen?
  2. Diesel, Benzin und AdBlue
  3. Mit dem Diesel in der Innenstadt fahren?
  4. Diesel oder Benziner - Was wählen Sie?

Lohnt es sich für Sie, einen Diesel statt einen Benziner zu kaufen?

Die erste Frage, die die meisten Autokäufer zuerst stellen, lautet: „Und was kostet mich das Ganze dann?” Momentan liegt der Dieselpreis etwa 20 Cent unter dem für Benzin, der Verbrauch liegt im Vergleich mit einem ähnlichen Benziner ebenfalls 15 bis 20 Prozent niedriger. Dafür müssen Dieselfahrer mehr Geld für Versicherung und Kfz-Steuer einplanen. Außerdem ist der Anschaffungspreis für ein Auto mit Dieselmotor meistens höher als der Preis eines Benziners. Unser Fazit: Wenn Sie Vielfahrer sind und mindestens 15.000 Kilometer pro Jahr fahren, lohnt sich ein Diesel definitv. Dabei hat auf die laufenden Kosten aber auch das Fahrverhalten Einfluss - Langstrecken sind wirtschaftlicher für einen Dieselmotor, da dieser erst richtig warm werden muss. Bei Kurzstrecken wird der Motor nicht komplett warm und verbraucht so auch nicht unbedingt weniger Kraftstoff als ein Benziner.

Früher war außerdem die Haltbarkeit des Dieselmotors ein Kaufsargument, heute sind jedoch Diesel- und Benzinmotoren gleichauf was ihre Lebenszeit angeht.

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Diesel, Benzin und AdBlue

Egal, ob er mit Benzin oder Diesel läuft, die Funktionsweise des Motors bleibt im Prinzip gleich: Ein explodierendes Luft-Treibstoff-Gemisch treibt einen Kolben durch einen Zylinder, diese Bewegung treibt die Räder an. Der maßgebliche Unterschied liegt in der Zündung: Dieselmotoren haben keine Zündkerzen, das Gemisch entzündet sich unter Druck selbst. Allerdings brauchen moderne Diesel neben Wasser, Öl und Treibstoff noch eine vierte Flüssigkeit: AdBlue, eine Harnstofflösung, die für die Abgasreinigung zuständig ist. Ein wirklich signifikanter Kostenpunkt ist das aber nicht, denn AdBlue ist relativ günstig und man braucht nicht viel davon.

Abgasrückführung - das steckt dahinter!

Mit dem Diesel in der Innenstadt fahren?

Und dann wäre da noch die Sache mit den Fahrverboten. Seit dem Dieselskandal gibt es immer mehr Umweltzonen in Städten und Dieselfahrverbote treten in Kraft. Dieselfahrzeuge, die die neue Euro-6-Norm erfüllen, sind davon zwar ausgenommen, aber auch entsprechend teuer. Alle anderen müssen theoretisch einen Umweg nehmen, der die Umweltzonen umgeht. Es ist allerdings noch kein Fall bekannt, in dem ein Dieselfahrer in einer Umweltzone angehalten wurde. Natürlich bedeutet das nicht, dass Sie es versuchen sollten, immerhin kostet eine Zuwiderhandlung bis zu 80 Euro. Wenn Sie also viel in Städten unterwegs sind und sich einen Diesel anschaffen, achten Sie bitte darauf, dass die Schadstoffemission den aktuellsten Normen entspricht. So erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass Sie auch von zukünftigen Verschärfungen der Umweltzonen nicht betroffen sind.

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Diesel oder Benziner - Was wählen Sie?

Letzten Endes liegt es also bei Ihnen: Wenn Sie viel fahren und oft außerhalb der Innenstadt unterwegs sind, könnte ein Diesel für Sie durchaus Sinn machen. Für den durchschnittlichen Autofahrer eignet sich ein Benziner allerdings besser, und wer wirklich etwas Sinnvolles tun will, kauft ein kleines Elektroauto. Das Problem mit dem Dieselabgas liegt im Übrigen nicht am Treibhauseffekt. Im Gegenteil: Stickoxide können angeblich sogar dazu beitragen, die globale Erwärmung zu verlangsamen. Leider sind sie aber auch Hauptverursacher des sauren Regens und können eine Vielzahl schwerer Krankheiten verursachen.

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