27.11.2020

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5 wichtige Tipps zur Probefahrt

So erkennen Sie frühzeitig mögliche Schäden.
Mit unseren Tipps zur Probefahrt können Sie das Auto auf Herz und Nieren testen.
Sitzt der Gang? Wie lenkt sich das Fahrzeug? Lesen Sie hier unsere Tipps zur Probefahrt. Looker_Studio / Shutterstock.com
lukas
Einleitung von Lukas Thies, Redakteur bei PKW.de 27.11.2020

Lassen Sie sich keinen Schrott andrehen – mit unseren hilfreichen Tipps zur Probefahrt erkennen Sie auch als Laie, ob das vermeintliche Traumauto etwas taugt. Ein guter äußerer Eindruck beweist noch lange nicht, dass der Gebrauchtwagen auch hält, was er verspricht. Denn wenn der Motor rasselt, das Getriebe hakt und die Stoßdämpfer stöhnen, dann sollten Sie wirklich die Finger vom vermeintlichen Schnäppchen lassen.

  1. Die Probefahrt offenbart die inneren Qualitäten des Autos
  2. Welche Probleme können mich erwarten?
  3. Worauf sollte man noch bei einer Probefahrt achten?

Die Probefahrt offenbart die inneren Qualitäten des Autos

Sie sind auf eine interessante Gebrauchtwagen-Anzeige gestoßen, haben einen Besichtigungstermin vereinbart und möchten nun mit dem Auto eine kleine Spritztour machen? Wenn Sie unsere Tipps zur Probefahrt im Hinterkopf behalten, lassen sich spätere unangenehme und teure Überraschungen vermeiden. Nach der äußeren Besichtigung des Wagens, bei der Sie unter anderem Profiltiefe der Reifen, Ölstand, Kühlwasser und Bremsflüssigkeit überprüft haben, geht es bei der Probefahrt vor allem um die Fahreigenschaften. Zuletzt ist es aber auch wichtig, ob Ihnen das Auto gefällt. Dabei haben Faktoren wie Komfort oder Motorisierung und Fahrverhalten einen großen Einfluss.

Welche Probleme können mich erwarten?

Die Probe vor der Fahrt – was leuchtet denn da so? Noch bevor Sie überhaupt den ersten Meter gefahren sind, empfiehlt es sich schon während des Anlassens aufmerksam zu sein. Zum einen sollte der kalte Motor schnell anspringen und zum anderen sollten schon nach wenigen Sekunden nach dem Start keine Kontrolllampen mehr leuchten. Dies ist ein grundlegendes Zeichen dafür, dass alle wichtigen Systeme des Autos funktionieren. Lassen Sie nun den Motor laufen und betrachten Sie das Auto von außen, während eine zweite Person Bremslichter, Blinker und Nebelscheinwerfer betätigt.

Der Getriebetest gibt weiteren Aufschluss über den Zustand des Triebwerks. Ziehen Sie dazu zuerst die Handbremse an und lassen Sie im dritten Gang die Kupplung langsam kommen. Nun müsste der Motor absterben. Falls nicht, rutscht die Kupplung durch und muss in naher Zukunft erneuert werden. Dieses Verfahren verrät Ihnen ebenfalls viel darüber, wie es den Lagern geht. Wenn es vorm Abwürgen anfängt, spürbar zu rütteln und zu schütteln, dann ist es gut möglich, dass die Motorlager verschlissen sind.

Sobald Sie unterwegs sind, können Sie auf einer geraden Straße mit wenig Verkehr die Spureinstellung überprüfen. Nehmen Sie dazu die Hände vom Lenkrad und geben leicht Gas. Zieht es das Auto beharrlich auf eine Seite, stimmt höchstwahrscheinlich die Spureinstellung nicht und es könnten teurere Reparaturen auf Sie zukommen. Die ruhige Seitenstraße eignet sich ebenfalls perfekt für eine Überprüfung der Bremsen und des ABS. Das Auto sollte auch hier nicht verziehen oder Schleifspuren hinterlassen. Kontrollieren Sie beim Schalten das Fahrzeug auf Geräusche beim Gangwechsel, indem Sie schnell hoch- und runterschalten. Testen Sie auch, wie sich das Fahrzeug in verschiedenen Verkehrssituationen wie in der Stadt bei Stop and Go, auf der Landstraße und auf der Autobahn verhält. Vibriert das Lenkrad bei höherem Tempo? Pfeift der Turbolader beim Beschleunigen aus dem letzten Loch? Dann lassen Sie lieber die Finger von diesem Wagen!

Worauf sollte man noch bei einer Probefahrt achten?

Wenn Sie eine Probefahrt bei einem privaten Verkäufer machen, lassen Sie sich dringend vorher die Fahrzeugpapiere und den Ausweis des Verkäufers zeigen. Damit stellen Sie sicher, dass der Verkäufer auch der Eigentümer des Fahrzeugs ist.

Bevor Sie die Probefahrt antreten, halten Sie auf jeden Fall alle bestehenden Schäden am Auto in einem schriftlichen Protokoll fest. Klären Sie auch im Vorfeld, wie lange die Probefahrt dauern darf und wie weit Sie fahren dürfen. Stellen Sie sicher, dass das Auto während Ihrer Probefahrt versichert ist, um bei einem Unfall auf der sicheren Seite zu sein.

Neben technischen Problemen sollten Sie natürlich auch feststellen, ob Ihnen das Fahrzeug generell gefällt. Sind die Autositze gemütlich, ist die Motorisierung das Richtige für Sie? Wir empfehlen auf jeden Fall, einen Beifahrer mitzunehmen für eine zweite Meinung.

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